: Hans Fallada

© Michael Heck
Kiyaks Deutschstunde

Obdachlose: Ach, Elend kommt von Armut?

Etwa 20.000 Menschen in Berlin haben keine Wohnung. Wo sollen sie hin, wenn es kalt wird? Ins neue Preußenschloss dürfen sie nicht, von Politikern werden sie diffamiert.

Berlinale: Weinen? Nur ins Fell der Katze

Der deutsche Beitrag im Wettbewerb der Berlinale schlägt sich wacker. Aber wie das eigensinnige Normale des Lebens zu inszenieren wäre, zeigen die Franzosen

US-Buchmarkt: Aus Liebe zum Lesen

Die Verlagsbranche der USA umfasst bald nur noch fünf Riesenkonzerne. Jetzt schlägt die Stunde der Mikroverlage. Ihr Idealismus belebt das Geschäft.

Serie: Martenstein

Martenstein: Über korrekte Wortwahl

Sind politisch korrekte Wörter leicht zu identifizieren? Martenstein testet seine Intuition: "Schwarzgeld" oder "zum Kotzen" - welcher Begriff ist denn nun korrekt?

Notizen

Der Ministerpräsident des Landes Thüringen, Professor Dr. Rudolf Paul, stiftete den Franz-Liszt-Staatspreis des Landes Thüringen für Komponisten – und den Franz-Liszt-Preis für Instrumentalsolisten in Höhe von Je 5000 Mark.

Was kennen Franzosen von unserer Literatur

Eine statistische Betrachtung könnte zu dem Ergebnis kommen, daß Deutschland gegenüber Frankreich auf dem Gebiet der Literatur eine durchaus passive Handelsbilanz hat.

Rolf Michaelis:: Zadeks „Fallada-Revue“ in Berlin

War Hitler Neger? In die Tanzgruppe von zwölf „Hitlerdoppelgängern“, die krachend über die Bretter steppen, den Arm zum „Hitler-Gruß“ hochreißen und mit dem schwarzen Bärtchen auf der Oberlippe wackeln, prescht ein dunkelhäutiger Adolf und kreischt ins Mikrophon: „Der Führer bin ich.

Falladas retuschiertes Morgenrot

Den prominentesten der alten Berliner Droschkenkutscher, den „eisernen Gustav“, machte Hans Fallada zum Helden eines Romans, der 1938 im Rowohlt Verlag erschien.

Theater: Spielzeit-Eröffnung in Hamburg: Bergsteiger im Flachland

Siegfried Jacobsohn, einer der großen Kritiker des Jahrhunderts, spendete in seinem Wochenblatt Die Schaubühne schon 1917 Trost für die Hamburger heute, die innerhalb einer Woche gleich zweimal zu Eröffnungs-Premieren der beiden neuen Regie-Intendanten Jürgen Flimm (Thalia Theater; ZEIT vom 11.

Ballade von einem Mann, der hinauf will

Knapp sieben Jahre ist Hans Fallada tot – aber manchmal scheinen es schon siebzig Jahre zu sein. Nicht etwa, daß die Bücher des großen pommerschen Dichters heute nicht mehr gelesen würden: Falladas letzte Romane „Der Trinker“ und „Jeder stirbt für sich allein“ sind zwar keine Bestseller geworden, haben aber eine gute Auflagenhöhe erreicht; die Bücher, die ihm Weltruhm brachten: „Kleiner Mann, was nun?“, „Wer einmal aus dem Blechnapf frißt“, „Wolf unter Wölfen“ sind als Taschenbücher in viele tausend Hände gelangt; und eben jetzt gibt der Südverlag (München-Constanz) jenen Roman heraus, den Fallada, der „Unerwünschte“ während des Dritten Reiches in der Berliner Illustrierten veröffentlichen durfte, der damals „Die Frauen und der Träumer“ und heute Ein Mann will hinauf (601 S.

Aus Ascona nichts Neues

Als Dreißigjähriger hatte er den großen Erfolg: Der Buchbinderssohn aus Osnabrück, der als Junglehrer, Reklamemann, Scherl-Redakteur bescheidene Karriere gemacht hatte, schrieb mit „Im Westen nichts Neues“ das Erlebnis- und Bekenntnisbuch einer ganzen Generation.

Er war’s

(Antwort auf die Frage in Nummer 26) Der Mann, der sich immer wieder durch Alkohol, Morphium oder Kokain zu entspannen versuchte (dies aber nie in Zeiten, da er schrieb) und schließlich Frau und Kinder verließ und eine Alkoholikern und Morphinistin heiratete, war Hans Fallada (1893 bis 1947), eigentlich Rudolf Ditzen.

Postumer Fallada

Als Kinder haben wir uns nie sehr darüber gewundert, daß jedes Jahr pünktlich der neue Karl May auf dem Weihnachtstisch lag, obwohl Karl May längst gestorben war.

Perfektes Elend

Was entdeckt wird, wirkt elementar. Hat sich das Entdeckte eingebürgert, wirkt es perfekt, es sei denn, es findet sich jemand, der der Perfektion wiederum eine Seele einzuhauchen versteht.

DIE SCHNURRE

Manche machen Kinderbücher. Andere machen Bücher für Kinder. Manche machen Bücher für irgendwelche Kinder. Andere machen Bücher für eigene Kinder.

Warum bringen sie sich um?

Hitler hat sich angeblich am 30. April 1945 gegen 15.30 Uhr (kein heute lebender Mensch war dabei, und über den Zustand der Leiche gibt es widersprechende Aussagen) eine Kugel durch den Mund ins Gehirn geschossen, um seinem Leben ein Ende zu machen.

Auf den ersten Blick gesehen: Frühjahrsbücher 1958

Obwohl immer mehr Verleger dazu übergehen, ihre Bücherproduktion gleichmäßiger über das ganze Jahr zu verteilen, läßt sich neben dem steilen Gipfel der „Herbstbücher“ auch ein noch immer bemerkenswertes Ansteigen der Produktionskurve im Frühjahr feststellen.

Eine Literatur der kleinen Schritte

Natürlich: nichts einfacher, als die zahlreichen Unterschiede zwischen der damaligen Strömung und den heutigen Tendenzen nachzuweisen.