: Heinz Czechowski

Weltkulturerbe: Dresdner Schildbürger

Die geplante Waldschlösschenbrücke ist eine verkehrstechnisch sinnlose Flussquerung. Will Dresden weiter den Welterbetitel tragen, wäre ein Tunnel das kleinste Übel

„Wir waren das Volk“

Eine „furchtbare Heldenstadt“ sei Leipzig, sagt der Schriftsteller Heinz Czechowski, der hier zu Hause ist. Aber nicht mehr lange, denn er hält es nicht mehr aus und zieht fort.

Junge Autoren nach dem Ende der DDR: Dichter in Halbtrauer

Sehnsucht nach der DDR? Nach dem altrosa Transitvisum, dem Neonlicht am Grenzübergang Friedrichstraße, dem Kinderteller Pittiplatsch im Speisewagen zwischen Berlin und Helmstedt? Oder Sehnsucht nach der Biermann-DDR? Nach schwarzem Tee an alten Holztischen, nach Gitarre, Butterbroten und Kerzenschein, so soll es sein, in Berliner Hinterhöfen, wo wir gerechnet haben: das Recht auf Arbeit gegen das Recht auf Erdbeeren, Mauer gegen Berufsverbot, Bettina Wegener gegen Juliane Werding, Ferien auf Rügen gegen Ferien auf Amrum, von West nach Ost, von Ost nach West.

Das graue Halle, Bilder einer Stadt

Die Stadt Halle hat ihr Gesicht verloren. Herb war es immer, verraucht auch, aber zum Schmelz aller Tausendjährigen kam das gewisse Etwas ungleich verteilter Türme.

Leben da

Ein Bildband über Halle? Eine hallische Lyrik Anthologie? Ein Photoalbum? Alles das zusammen als Pan

Zum Tode Jannis Ritsos’: Erzpoet

Am 11. November starb in Athen der Dichter Jannis Ritsos. Als Kommunist hatte dieser Protagonist der modernen griechischen Literatur viele Jahre in den KZ der Obristen zu leiden.

Geld oder Ehre

Die staatliche Druckgenehmigung des Ministeriums für Kultur ist weggefallen und mit ihr die als „Empfehlungen" getarnte ideologische Zensur.

Ach ach mein Ach

Alte und neue Verse, reife und weniger reife Gedichte deutscher Lyriker im Herbst 1987

Die Stimme Griechenlands: Ich schreibe die Welt

Daß er dies Alter erreichen würde, hätte zu Zeiten niemand, am wenigsten er selber, geglaubt. Krankheit, Einkerkerung, Verfolgung, Kriegs- und Bürgerkriegsgreuel, Niederlagen und Demütigungen haben ihn sein ganzes – von einer chronischen Lungentuberkulose stets überschattetes Leben lang begleitet.