: Hermann Josef Arentz

Neuwahl 2005: Blüms Erben

Gewinnt die Union die Wahl, wird eine neue Garde von Sozialreformern die Republik prägen. Sie wollen ein Mandat für harte Schnitte – und haben doch kein Bild von der Zukunft des Landes

Angie darf nicht Maggie sein

Die Union erlebt die schlimmste Krise seit dem Parteispenden-Skandal. Die CDU-Chefin hat sich auf Reformen festgelegt und wurde dafür als deutsche Margaret Thatcher gefeiert. Dieses Bild wird ihr nun zum Verhängnis. Selbst die bisher treue Basis wirft ihr Kälte vor und folgt nicht mehr

CDA: Blüms Erben

Kulturkampf in der CDU: Der Arbeitnehmerflügel verliert weiter an Einfluss

Die Provokation aus Hessen

Roland Koch bringt mit seinem Angriff aufs Sozialsystem die Parteienlager durcheinander

Langzeitarbeitslose: Nie an der Reihe

Hans Thielemann* aus Hamburg führt ein Leben wie in Zeitlupe. Was er macht, das macht er langsam. Jede Hast bedeutet Zeitgewinn, und Hans Thielemann will Zeit verlieren.

Kein Privileg für alte Herren

Ich wüßte gegenwärtig keine Partei, die auch nur annähernd jugendgemäß wäre. Mitgliedschaft in einer politischen Jugendorganisation, etwa bei den Jusos oder in der SDAJ, bedeutet nicht unbedingt Identifizierung mit der SPD oder der DKP.

Intolerant...

Der Autor meint in seinem Beitrag, daß immer dann, wenn der vom Sprechenden gemeinte Inhalt nicht mit dem vom Zuhörer darunter verstandenen Sachverhalt übereinstimmt, Sprache unser Denken manipuliert.

...unergiebig und einseitig

Wer hätte nicht, wenn auch nicht so schön formuliert wie von Hermann-Josef Arentz, die Vermutung gehabt, daß „wir Menschen“ nur kategorial denken können, da – wir auf das linguistische Begriffssystem und dessen implizierte Kausal- und andere Erklärungszusammenhänge zwangsweise angewiesen sind? Wer wünschte sich da nicht einen möglichst differenzierten Sprachgebrauch? Eine Beschränkung des Vokabulars muß notwendig zu einer Einseitigkeit und Vorurteilsbefangenheit der Sprechenden führen.

Hier sagen junge Leute, die nicht älter als zwanzig Jahre sind, ihre Meinung.: Immer wieder wird manipuliert

Wir Menschen denken in den Kategorien, in den Begriffen, die uns unsere Sprache vorgibt. Die Sprache bestimmt und prägt also unser Denken: Sie kann es erweitern durch neue Begriffe – dies sehen wir vor allem im Bereich der Naturwissenschaften –, sie kann es einschränken durch Begriffsverknappung – wie es uns Orwell in seinem Buch „1984“ zeigt –, und schließlich kann Sprache unser Denken Manipulieren.