: Horst Mahler

Attentäter aus Zufall

Im Bahnhof Zoo gab er seine Reisetasche ab, in die er seine Arbeitskleidung gepackt hatte und eine durchbohrte Gaspistole. Eine zweite 9-Millimeter-Gaspistole, auch durchbohrt, trug er in Schulterhalfter: „Bei mir ist das ’ne Angewohnheit.

Vernunft gegen Gewalt

Studenten, Professoren, Polizei: in Berlin, Heidelberg und Frankfurt zum Beispiel

Bachmann vor Gericht

Dieser Prozeß hat es in sich: Der Angeklagte, der Attentäter Josef Bachmann, und sein Opfer, der SDS-Ideologe Rudi Dutschke, sind – jeder auf seine Weise – berühmt geworden, und die Tat hatte in Westberlin und der Bundesrepublik schwere Unruhen ausgelöst.

Sitzen und sitzenlassen

Die Frage richtet sich an Professor Dr. Ulrich Klug, Ordinarius für Strafrecht und Rechtsphilosophie (und einige Fächer mehr) an der Universität Köln, den erfolgreichen Verteidiger des Kölner Ex-AStA-Vorsitzenden Klaus Laepple und dessen Pressereferenten.

Pflastersteine statt Argumente

Die drei Rechtsanwälte des Ehrengerichts hatten noch nicht Platz genommen, da begann am Montagmorgen vor dem Westberliner Landgericht die turbulenteste Straßenschlacht der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Solidarisch mit Angeklagten

Rechtsanwalt Horst Mahler erweist sich ironischerweise als Kind des Establishments. Sein Vater, Angehöriger einer schlagenden Verbindung, war Zahnarzt.

Opposition hüben und drüben

Am 1. Mai marschierte Westberlins außerparlamentarische Opposition mit der SED zusammen. Nur zwei Wochen später empfingen die jungen Revolutionäre, im DDR-Sonderzug auf dem Sternmarsch nach Bonn, verstörte Volkspolizisten mit dem Schlachtruf: „Macht aus Stalinisten gute Sozialisten.

Auch du mein Sohn...?

Zeitweilig war ich ja ein schlimmer Rabauke, doch ab 13 oder 14, als ich keine Flegeleien mehr beging, verstand ich mich sehr gut mit meinem Vater.

ZEITSPIEGEL

Streikposten zogen am Dienstag vor dem Institut für Publizistik an der Freien Universität auf: Streikbrecher erschienen nicht.

Berliner Narreteien

Für das alte Moabiter Kriminalgericht ist er bereitsein alter Kunde. Wieder einmal erschien der Kommunarde Fritz Teufel vor Gericht.

Von ZEIT zu ZEIT

Das Budapester Konsultativtreffen endete mit der Einladung zu einer kommunistischen Gipfelkonferenz in Moskau. Die rumänische Delegation verließ vorzeitig die KP-Konferenz in der ungarischen Hauptstadt.

ZEITSPIEGEL

„Ich wünsche mir, daß die studentische Protestbewegung weiter an Boden gewinnt und andere Bevölkerungsschichten erfaßt, um die Voraussetzungen für eine Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu schaffen.

Neuss im Trockendock

Berliner Klima, so kleinkariert es auch oft erscheinen mag, zehrt. Seit Anfang Dezember zehrt es erheblich an Wolfgang Neuss’ Nerven.