: Ifo-Institut

Positive Signale

Zwar lag das Auftragsniveau in den fünf neuen Bundesländern im Juni immer noch um fast 25 Prozent niedriger als im Durchschnitt des zweiten Halbjahres 1990.

Optimismus in Namibia: Ein Übergang ohne Panne und Störung

Niemand konnte sich vorstellen, daß eine Befreiungsbewegung, die jahrelang mit brutalen Guerilla-Methoden gekämpft hat, zu einer pragmatischen Regierung werden würde und der angebliche „Banden-Chef“ zu einem gütigen Landesvater.

Michaele Schreyer: Weil wir sachlicher sind

Vom Wittenbergplatz sind es vier Stationen mit der U-Bahn. Zum Normaltarif kostet das zwei Mark siebzig. Zwischen Kurfürstenstraße und Gleisdreieck schießt die Bahn aus der Erde.

Rainer Hupe:: Experten-Streit um die Exporte

Die Zahl der Meinungen ist fast so groß wie die der Experten. Wann und wo immer sich in den letzten Wochen Ökonomen zu den Konjunkturaussichten in der Bundesrepublik äußerten, fielen ihre Urteile sehr unterschiedlich aus.

Finanzpolitik: Das Ärgernis der Steuerlast

Die heftigen Reaktionen haben mich überrascht. Unter der von der Redaktion formulierten forschen Überschrift „Bittere Klagen mit falschen Zahlen – Die Steuerlast der Unternehmen ist nicht so hoch wie behauptet wird“ schrieb ich in der ZEIT (Nr.

Bonner Kulisse

Der Rückzug großer Mineralölfirmen aus Bonn – Shell, BP und Mobil Oil haben ihre Büros aufgegeben – hat den Mineralölwirtschaftsverband (MWV) in Hamburg bewogen, die Lücke in der Hauptstadt zu füllen.

ZEITRAFFER

Trotz eines enttäuschenden Wachstums zu Beginn dieses Jahres kommt es nicht zum Konjunktureinbruch. Diese frohe Botschaft untermauert das Ifo-Institut mit Zahlen: So war das reale Sozialprodukt im ersten Vierteljahr zwar nur um 1,6 Prozent gestiegen, aber schon im zweiten Quartal konnte ein Wachstum von 3,5 Prozent registriert werden.

ZEITRAFFER

Im verarbeitenden Gewerbe mehren sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Belebung. Die Kapazitätsauslastung ist seit September um 1,6 auf 80,7 Prozent gestiegen.

Strukturpolitik: Der Milliarden-Flop

Das Kreditprogramm, das Bonn nach Absprache mit Paris beschlossen hat, um einerseits Petrodollars für beide Länder zu mobilisieren und andererseits Investitionen zu stimulieren, hat zwar die höheren Weihen der deutschfranzösischen Freundschaft, ob es jedoch auch unten an der Basis der Wirtschaft etwas bewirkt, ist mehr als fragwürdig.

Neuer Markt Umwelt: Leben von Luft, Lärm und Wasser

In der Öffentlichkeit sind sie kaum bekannt. In Fachkreisen freilich werden ihr Rat ebenso wie ihre Tat hoch geschätzt. Fast jede Firma, bei der es schmutzt, staubt, lärmt oder gar übel riecht, braucht sie – die Saubermänner der deutschen Industrie.

Zum erstenmal seit vierzehn Jahren reichen die deutschen Exporterlöse nicht aus, um die Einfuhren und die Ausgaben der Touristen im Ausland zu bezahlen: Mehr verjubelt als verkauft

Das Wunder läßt diesmal leider auf sich warten. Hatte uns nach dem ersten Ölpreisschock vor fünf Jahren ein unerwarteter Exportboom die nötigen Devisen für die höhere Petroleumrechnung ins Land gebracht, so greifen die Scheiche mit ihren jüngsten Preisaufschlägen für Rohöl ans Eingemachte der Bundesrepublik.

Rauf oder runter?

Die Konjunkturpropheten bieten derzeit für jeden Geschmack etwas. Die Rezession kommt, sagen die einen. Der Aufschwung setzt sich fort, sagen die anderen.

Wie ein böses Unwetter

Frühling im Herbst für die deutsche Wirtschaft: Fast jeden Tag kommen neue Meldungen darüber, daß das Konjunkturklima wärmer wird und die Chancen für einen sich selbst beschleunigenden Aufschwung wachsen.

Zeitraffer

Josef Stingl, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg, ist optimistisch. Seine Statistiker haben festgestellt, daß die Arbeitslosigkeit in den vergangenen zwei Jahren jeweils im September spürbar zurückgegangen ist: 1976 sank die Zahl um 43 000 auf 890 000 und 1977 um 52 000 auf circa 911 000.

Das Tal ist diesmal tiefer

Es war Karl Schiller, damals Bundeswirtschaftsminister, der vor nunmehr acht Jahren die „Talsohle“ als freie Übersetzung für den wirtschaftswissenschaftlichen Begriff der Rezession benutzte.

Arbeitslosigkeit dauert

• Seit sieben Monaten sind in der Bundesrepublik über eine Million Menschen arbeitslos......................................

Bier wird durch Durst erst schön

Der letzte Sommer war schlecht. Doch die Getränkehersteller schöpfen Hoffnung aus dem hochsommerlichen Wetter dieses Jahres, daß die Talfahrt nicht weitergeht.

Was die Deutschen trinken

Mit 552,6 Litern pro Kopf der Bevölkerung erreichte der Getränkeverbrauch in der Bundesrepublik 1973 eine neue Rekordhöhe. Allein mit ihren Lieblingsgetränken Bier und Kaffee löschten die Deutschen ihren Durst fast zur Hälfte.

Börsen-Report: Den Schock überstanden

An den Börsen schlug die Nachricht von der Schließung der Herstatt Bank wie eine Bombe ein. Galt die Stimmung auf dem Parkett schon vor dem spektakulären Fall als außerordentlich schlecht, so folgte am Donnerstag vergangener Woche Ratlosigkeit und Bedrückung.

Die unsoziale Schere

Die Inflation bläht in allen Ländern die Einkommen auf, ohne daß die Kaufkraft entsprechend steigt. Dadurch ergeben sich für die Steuerpolitik neue Probleme.

Der große Durst

Im vergangenen Jahr tranken die Deutschen erstmals mehr Bier als Kaffee. Noch vor acht Jahren führte der Türkentrank mit einem beruhigenden Vorsprung vor dem Gerstensaft: 1965 lag der Anteil des Kaffees am gesamten Getränkeverbrauch bei 26,5 Prozent, während Bier nur 25,4 Prozent ausmachte.