: Joseph Goebbels

Ein unseliges Leben

So bedenklich und verwirrend die jetzt grassierende Sucht nach Skandalchroniken über die Hitlerzeit ist, so töricht ist auch das Verlangen, Presse- und Buchverlage möchten die Personen von damals totschweigen.

Demokratisches Führerprinzip

Die Klage der Bundesregierung vor dem Verfassungsgericht auf Verbot der SRP basiert auf zwei Thesen: die SRP sei nicht nach demokratischen Grundsätzen aufgebaut und die SRP trage den Charakter einer Nachfolgeorganisation der NSDAP.

Kampf-Pornographie

Als kürzlich in Chatham die britischen Offiziere ihren Matrosen in die Seemannskiste guckten, fanden sie bei nahezu allen Marinern ein Magazin, betitelt „Das Sowjet-Girl“, darin eine Fülle von nackten und halbnackten Mädchen, Pin-Up-Girls, wie man sie in der westlichen Welt zu nennen pflegt, dazu aber Texte und Artikel, die unverfälschte Äußerungen der östlichen Hemisphäre waren –: scharf kommunistische Propaganda.

„Unser Ruf heißt: Wachsamkeit!“

Das ist die alte Regel –: Wer den Kampf der Straßen kämpft, der ist gezwungen, seine Rechnung mit der Polizei zu machen ... Zogen da am letzten Sonntag in Dortmund 400 kommunistische „Friedenskämpfer“ zu einer verbotenen Kundgebung aus.

Der Führer hat immer recht

Mit einem Aufsatz von 10 000 Worten griff Marschall Stalin kürzlich in höchsteigener Person in der Prawda in einen seit längerem bestehenden heftigen Streit sowjetischer Philologen ein.

Der aufpolierte Ruhm

Da war mal ein simpler Major, der zernierte mit-seinem Wachbataillon am 20. Juli 1944 als ein getreuer Paladin seines „Führers“ die Bendlerstraße und kam so zu einer Rolle in der Tragödie jenes Tages.

Lubitsch’s „Witwe“

Einmal hat Hitler, der verrückt nach der Lustigen Witwe war, bei Lehár eine spezielle Prunkfassung dieser Operette für das „Deutsche Opernhaus“, Berlin, bestellt, die nur hier aufgeführt werden sollte.

Die Galeere

Sind Bücher zum Rezensieren da? Oder zum Lesen? Obwohl ich weiß, daß es Rezensenten gibt, denen gelegentlich die Lektüre des Schutzumschlages genügt, und schon fangen sie mit dem Rezensieren an, so kenne ich doch auch Kritiker, die ernsthafte Leute sind.

In bewährter Qualität

Markenartikel und Werbung hängen eng zusammen. Vielleicht hatte Franz Effer von der Hauptgemeinschaft des Einzelhandels daher gar nicht so unrecht, als er – auf die suggestive Kraft der Werbung für eine Marke eingehend – auf einer Tagung der Markenindustrie die nachfolgende These aufstellte: „Hätte ein Unternehmen der Markenindustrie rechtzeitig Josef Goebbels ein günstiges Angebot als Werbeleiter gemacht, so wäre das Unternehmen gut gefahren, und eine Machtergreifung hätte es nie gegeben.

Ein Panzerhauptmann schlägt sich durch

Er wurde gerade aus dem Gefängnis einer norddeutschen Stadt entlassen, in dem er ein volles Jahr verhaßt hatte. Doch obwohl er solange hatte schweigen müssen, legte er keinen Wert darauf, sich auszusprechen.

Glanz und Elend des deutschen Films

1. Gefährliche Konkurrenz und die Geschichte von dem Mann, der die Ohrfeige bekam und ein französisches Kunstwerk zuließ – Filmstadt Göttingen

Der wirkliche Reichstagsbrandstifter

Ich habe in dieser Nacht kein Auge mehr zugetan. Denn eines war mir klargeworden: ich hatte soeben mit dem wirklichen Reichstagsbrandstifter gesprochen.

Die letzten Tage

Ein junger deutscher Soldat, Gerhard Boldt, der Anfang Februar 1945 zunächst als Ordonnanzoffizier beim Chef des deutschen Generalstabes, General Guderian, und später bei General Krebs an den täglichen Lagebesprechungen in der Reichskanzlei teilnahm, wurde nicht allein Zeuge der letzten Kämpfe um Berlin, sondern auch unmittelbarer Beobachter jener – Vorgänge des Zerfallens, dem die propagandistisch so aufgeblähte Scheinmacht Hitlers unaufhaltbar zueilte.

„Eine gute Melodie kann viel vertragen“

Zugegeben, er war zwölf Jahre lang von einer künstlichen und geradezu hysterisch hellen Sonne des Ruhmes angestrahlt, und diese Gloriole stand in gar keinem Verhältnis zu seinem Schaffen.