: Joseph Haydn

Wilhelm Furtwängler: Seelenbewegungen

Waren das noch Zeiten! Dem legendären Photo von 1929 haftet noch immer ein Hauch des Sensationellen an: Fünf Herren im Frack, jeder eine unverwechselbare Musiker-Persönlichkeit: Bruno Walter, Arturo Toscanini, Erich Kleiber, Otto Klemperer und Wilhelm Furtwängler.

Musik-Fest in Århus: Zwischen den Stühlen

Seewärts geschützt durch die gespreizte Hand der Halbinsel Mols und die lange Nase der Insel Samsø, liegt in einer ruhigen Bucht des Kattegats die zweitgrößte Stadt Dänemarks, das jütländische Århus: tausend Jahre alter Bischofssitz, Handelshafen seit Jahrhunderten.

Die neue Schallplatte

Joseph Haydn: „Konzerte für Cello D-dur/C-dur“. Es ist schon merkwürdig genug: Da hat man einmal bei den Wettbewerbern, die da alljährlich quer durchs ganze Land gezogen werden und die in der Regel kaum mehr als schlichte Hoffnungen wecken, ein paar große Talente entdeckt, hat ihnen auch die nächsten Wege geebnet, die Möglichkeit verschafft, sich ein anständiges Instrument zu besorgen und sich bei den Großen ihres Fachs umzusehen, bei ihnen zu studieren, hat sie auch mit ein paar Konzerten strapaziös durch die Provinzstädte gelotst, hat ihnen schließlich eine Professur an einer Hochschule verschafft, damit ein Beamtengeld sie in Ruhe arbeiten lassen könnte – und dann müssen diese jungen Künstler zusehen, wie vor ihnen immer wieder die gleichen Stars bei den großen Schallplattengesellschaften sowohl das Repertoire besorgen, indem sie es wieder und immer noch einmal einspielen, als auch die immer knapper werdenden Produktionsmittel auf ihr Konto sammeln.

Weltenweit von Wien?

Wenn nicht alles täuscht, dann hat der Zeitgeist auch die Parkmauern hinter Schloß Esterhazy überklettert. Wie anders soll man sich die Graffiti am Leopoldinentempel erklären, die Politparolen, Liebesschwüre und Signaturen der Eisenstädter Jugend? „Täglich fit mit zwei Gramm Shit“, verrät Andy, ohne Respekt vor den Mauern des fürstlichen Pavillons, seine Diät.

Fernseh-Vorschau: Ach, sooo geht das!

ARD, Sonnabend, 25. 12., 20.15 Uhr! Sonntag, 26. 12., 22.15/Donnerstag 30. 12., 21.20 Uhr/Sonnabend, 1. 1, 22.05 Uhr/Donnerstag, 6.

Die aktuelle Schallplatte

Matthias Frey, Wolfgang Tiepold, Michael Thierfelder, Stefan Lang: „Colibry“ Der Vogel, der durch diese Schallplatte fliegt, ist ein ziemlich intelligentes Wesen; es liebt den Klangzauber und eine Art von disziplinierter Ekstase.

Daß wir von Einigkeit singen...

Es ist nicht wichtig, die Nationalhymne auswendig zu lernen; wichtig ist, zu wissen, was der Text aussagt, auch zwischen den Zeilen.

Die neue Schallplatte

„La Divina – Maria Callas“. Ein hommage an jene Sängerin, deren Tod auch für die Kunst des Bei canto ein (zumindest vorläufiges) Ende setzte.

Die neue Schallplatte

Various Artists: „New Orleans Jazz Heritage – 1976 Festival“. Ein live mitgeschnittenes und auf den Innenseiten der Hülle vorzüglich kommentiertes Doppelalbum, dessen Titel allerdings ein wenig irreführend ist.

Die neue Schallplatte

Elkie Brooks: „Two Days Away“. Nach all den Jahren, in denen sie für verschiedene Jazz- und Rockgruppen sang und auf der Bühne bisweilen wie eine zweite Tina Turner posierte, fasziniert Elkie Brooks’ Stimme heute durch eine spirituelle Ausdruckskraft und ein Blues-Feeling, die an die großen Jahre von Aretha Franklin und Janis Joplin erinnern.

Schallplatte

Steve Miller Band: „Fly Like An Eagle“. Mit seinem ersten neuen Album seit drei Jahren zeigt der Gitarrenvirtuose Steve Miller beiläufig zweierlei: daß der Blues für ihn eine Inspirationsquelle geblieben ist, daß er aber auch souverän alle anderen Stile der Rockmusik beherrscht Neben einer Neuinterpretation des „Mercury Blues“ und dem locker strukturierten Blues „Sweet Maree“ finden sich hier Country-Songs, Folk-Nummern, Rhythm-&-Blues-Klassiker und eine Anzahl bluesbeeinflußter Rock-Kompositionen wie das herrliche „Rock’n Me“, dessen Gitarrenriffs Miller mit fröhlicher Schamlosigkeit vom „All Right Now“ der britischen Bluesrock-Band Free übernahm.

Schallplatte

Joseph Haydn: „Preußische Quartette op. 50 Nr. 1–6“. Sechzehn Takte eines Stückes (Nr. 6) genügen, um einem klarzumachen, was das Tokyo String Quartet unter Streichquartett-Spiel versteht und was es von vielen anderen Ensembles unterscheidet.

Schallplatte

Zur geplanten Europatournee des Juilliard-Quartetts hat CBS einen Schub von Aufnahmen des amerikanischen Top-Ensembles – außer dieser noch Beethoven, Schubert, Ives – in den Handel gebracht.

Die neue Schallplatte

Wolfgang Amadeus Mozart: „Klavierkonzert G-Dur KV 453“ und Ludwig van Beethoven: „Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op.............

Die neue Schallplatte

Nach der Szell-Kassette mit der ersten Hälfte von Haydns zwölf Londoner Sinfonien hoffte man, daß auch die sechs übrigen in clevelandischen Aufführungen veröffentlicht würden.

Die neue Schallplatte

Lupenreiner, aber auch musikalisch gewichtiger läßt sich Haydns Symphonik nicht darstellen. Szell und seine Clevelander statuierten hier ein Exempel, turmhoch über aller Papa-Haydn-Idyllik.

Die neue Schallplatte

Der Stil der Juilliards mag manchem Mozartianer unbehaglich sein. Ähnlich Rudolf Barschai und dessen Moskauer Kammerorchester nehmen die Amerikaner dieser Musik das wienerische Lokalkolorit.

Schallplatten

Antal Dorati und sein ungarisches Exil-Orchester haben sich so in das Haydnsche Idiom eingelebt, daß ihre Aufführungen mittlerweile einen stilistischen Standard setzen.