: Joseph Haydn

J.M-M: Aufstand der Profis

Oder die Stadien waren den Amateuren überlassen, die für die Profis einsprangen. So ein Unsinn. Trostlos. Denn Amateure, obwohl die reinsten sportlichen Empfindungen sie beseelen, ziehen nur Verwandtschaft an, doch nicht die Kenner.

Die neue Schallplatte

Wo Georg Solti in seiner Chicagoer Neuaufnahme auch noch die apokalyptischen Hammerschläge der Sechsten artifizielle Musik sein läßt, da stellt Barbirolli sich ihrer bodenlosen Tristesse.

ZEITMOSAIK

Aussagen aus der Lebenswelt junger Menschen“ sollen die Photographien darstellen, die mit dem „Deutschen Jugend-Photopreis 1972“ ausgezeichnet werden.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Sechs Stücke zwischen drei und zwölf Minuten lange Inventionen, Toccaten, Fugen, Variationen, stilistisch zwischen Max Reger, Marcel Dupré und Nepomuk David, also spätromantisch mit leichten harmonischen Extravaganzen.

Halbgötter des Stadions

Das Drama kulminierte schon im ersten Akt: Zum Höhepunkt der X. Europameisterschaften der Leichtathletik in Helsinki wurde bereits die erste Laufentscheidung über 10 000 Meter.

Neue Musik als Blumenkind

Die Bremer Christuskirche ist so neu und so zeitgemäß wie die ganze Vorstadt Neue Vahr, in deren Mitte sie steht. Sie besitzt auf geräumiger Empore eine große Orgel und hinter dem Altar ein kleines Mosaik, hat draußen ihren hohen, schlanken, frei stehenden Glockenturm und drinnen schlichte Bronzeleuchter: die schmucke Modernität, in der Kirche sich heute empfindet.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Joseph Haydn: „Die Schöpfung“; Janowitz, Ludwig, Wunderlich, Krenn, Fischer-Dieskau, Berry, Wiener Singverein, Berliner Philharmoniker, Leitung: Herbert von Karajan; Deutsche Grammophon Gesellschaft 643 515/16, 38,– DM (Subskriptionspreis bis 30.

ZEITMOSAIK

Die Absicht, daß der Mensch „glücklich“ sei, ist im Pian der „Schöpfung“ nicht enthalten. Was man im strengsten Sinne Glück heißt, entspringt der eher plötzlichen Befriedigung hoch aufgestauter Bedürfnisse und ist seiner Natur nach nur als episodisches Phänomen möglich.

Musik: Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Die kleinen Sätze aus den „Musikalischen Lustgärten“, „Banchetti musicali“ und „Pferdeballetten“, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts zu allerlei Vergnügungen bei Hofe entstanden sind, zu Tanzereien und Reitvorführungen, haben für uns ihren besonderen Reiz in der instrumentalen Besetzung und den dadurch entstehenden Klangkombinationen.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Mit sechzehn Jahren erhielt sie von einem anonymen Verehrer ihr erstes Stradivari-Cello geschenkt, mit 20 Jahren ein zweites – gerade zweiundzwanzig, muß sie sich heute dagegen wehren, daß man sie mit Casals und Rostropowitsch vergleicht.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Der englische Chor wurde in diesem Jahr für würdig befunden, bei den deutschen Bachtagen in Ansbach zu singen. Und die Schallplatte beweist: Die Einladung geschah zu recht.

Schulkompromiß

Im Nordrhein-Westfalen ist jetzt ein Kompromiß im Schulstreit in Sicht. Glücklich sind über die Lösung, die gefunden wurde, nur wenige, viele aber sind erleichtert: die Landesregierung, die mehr erhofft hat, aber nun wenigstens ihren ersten politischen Erfolg aufweisen kann, die Vertreter der katholischen Kirche, die in diesem Streit erleben mußten, daß viele ihrer Gläubigen, auch Priester, den Mahnungen der Bischöfe nicht mehr zu folgen vermochten, und schließlich die Elsern, die schon lange genug auf bessere Schulen für ihre Kinder warten.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Endlich entdecken Chöre, die bisher auf alte Musik spezialisiert schienen, das 19. Jahrhundert. Wenn es sich dabei um so renommierte Sänger wie die Mitglieder des Hamburger Monteverdi-Chores handelt, kommen musikalische Kostbarkeiten zustande.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Dreimal hat Händel die Fabel vom Hirten Acis, der die Nymphe Galatea liebt und deshalb vom lüsternen Riesen Polyphem erschlagen wird, bearbeitet, der Hüllentext gibt über den Wandel von der italienischen „Serenata“ (Neapel, 1708) über eine „Masque“ (Cannons, 1718) bis zur „Pastoraloper“ (London, 1732) ausgezeichnet Auskunft.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Giuseppe Verdi: „Don Carlos“; Tebaldi, Bumbry, Bergonzi, Fischer-Dieskau, Ghjaurov, Chor und Orchester des Royal Opera House Covent Garden, Leitung: Georg Solti; Teldec SET 305/08, bis 30.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

In dieser unkomplizierten, hier lächelnden, dort melancholischen, manchmal auch grotesken Musik des bedeutendsten englischen Barock-Komponisten dominiert eine überragende Sängerin in einem hervorragenden Ensemble: Janer Baker, die mit ihrer großen, in allen Lagen wohlausgewogenen Stimme der Gestalt der Dido eine tragisch-erhabene Würde gibt.

Lydia Schierning empfiehlt Schallplatten

Um auf knappem Raum und zugleich in kompetenter Auswahl Hinweise auf die wichtigsten Neuerscheinungen des Schallplattenmarktes zu geben, wollen wir in jeder letzten Nummer des Monats eine Kolumne wie die hier Folgende bringen.

Die neue Schallplatte

FÜR die Akademien des Fürsten Nikolaus Esterhazy waren die beiden Cellokonzerte gedacht, die ihm sein Vize- und später erster Kapellmeister Joseph Haydn 1765 und 1783 komponierte.

Neue Schallplatten

Arnold Schönberg: Suite für Streichorchester; Elisabeth Lutyens: Kantate; Benjamin Britten: Präludium und Fuge für Streichorchester; Royal Philharmonie Orchestra, Leitung: Norman del Mar; Electrola ASD 612 (Mono und Stereo), 25,– DM.

Theater

Seit 1948 steht Mozart im Mittelpunkt dieser Festspiele, die ein internationales Publikum in die Provence ziehen. So lange werden „Don Giovanni“ und „Figaros Hochzeit“ in derselben Inszenierung gespielt.

Neue Schallplatten:: Import großer Künstler

Die Bereicherung des deutschen Repertoires durch ausländische Marken nimmt ihren Fortgang: Neben der Prager Supraphon Gesellschaft, über die wir bereits berichtet haben, wird jetzt auch die amerikanische Firma Westminster bei uns heimisch.

Notizen für Reisende

Über Seesen in den Harz, und zwar nach Lautenthal, wird man von diesem Frühjahr an mit dem Kraftwagen fahren können. Die neue Zufahrt, eine zwar kurvenreiche, aber großzügig angelegte Straße, erschließt ein besonders schönes Landschaftsgebiet.