Urho Kekkonen

Finnland: Wer führt?

In Finnland wächst die Angst vor dem russischen Nachbarn. Bei der Parlamentswahl geht es auch darum, ob man seine Neutralität wahrt oder sich enger an die Nato bindet.

Finnland: Die Konservativen wollen in die Regierung

Vor vier Jahren hatten die Konservativen trotz Stimmengewinnen drei Mandate verloren. Ihre Träume, das damals siebzehnjährige Oppositionsdasein gegen einen Platz auf der Regierungsbank eintauschen zu können, waren geplatzt.

Man trifft sich an den Kahviteltta

Helsinkis Hauptsehenswürdigkeiten Wegen relativ dicht beieinander. Das Zentrum, also Hafen, Markt, Senatsplatz, Uspenski-Kathedrale und die belebten Einkaufsstraßen Esplanade, Mannerheimintie und Kaisaniemkatu sind bequem zu Fuß zu erreichen.

Zeichner, Schriftsteller, Landplage

Im Katalog zu der Ausstellung, die seine Zeichnungen jetzt in Düsseldorf, Wiesbaden und Bonn zeigte, beschreibt sich Henrik Tikkanen so: „Geboren bin ich am 9.

Kopf-an-Kopf-Rennen in Norwegen

Bei den Wahlen zum Storting, dem norwegischen Parlament, erreichte keiner der beiden Parteiblöcke die Mehrheit. Zum Zünglein an der Waage wird die liberale Venstre-Partei, die ihre zwei Mandate behauptete und sich nicht an eine Koalitionsabsprache gebunden hat.

Delikate Mission

Der Finnland-Besuch des Bundespräsidenten in dieser Woche ist frei von echten Belastungen. Außer einem großen Defizit der Finnen im Handel mit der Bundesrepublik und dem Rückgang des Deutschunterrichtes an finnischen Schulen gibt es keine bilateralen Probleme.

Rettung für Finnlands Volksfront

Fünf Tage nach Abgabe einer Rücktrittserklärung hat sich der finnische Ministerpräsident Miettunen am Dienstag dieser Woche bereit erklärt, weiter zu regieren.

Entspannung und Nachentspannung: „Des Kaisers neue Kleider“

Die ganze Entspannung ist eine herbeigeredete Fiktion!“ meinte ein deutscher Gesprächspartner ärgerlich. „Wo gibt es denn Entspannung: In Vietnam und Kambodscha? Im Nahen Osten? In Portugal? Eure Entspannung ist wie des Kaisers neue Kleider: Ein paar Nutznießer loben es, die Dummen plappern nach.

Finnland: Ein bißchen Sibelius hinter jeder Birke

Wer fährt schon einfach nach Finnland? Man fährt „hinauf“ nach Finnland. Man ist „oben“ in Finnland gewesen,– auch wenn es nur bis zum Kaffeezeit der Familie Snellman *) auf Helsinkis malerischem Marktplatz am Hafen gereicht haben sollte (was, geographisch gesehen, in Finnland ebenso wie in seiner Hauptstadt als „ganz unten“ einzustufen wäre).

KSZE-Vorkonlerenz: Keine Einigung

Ohne Einigung über das künftige Arbeitsprogramm haben sich am Freitag voriger Woche die Botschafter der 34 an den KSZE-Vorbereitungsgesprächen beteiligten Staaten bis auf den 15.

Mit der Wurst nach der Speckseite

Zufrieden flog am vorigen Freitag Kurt Nier, Chef der nordischen Abteilung im DDR-Außenministerium, von Helsinki nach Ostberlin zurück.

Finnische Wahlen: Wenig verändert

Bei den Parlamentswahlen in Finnland haben am Wochenende die Sozialdemokraten und die Kommunisten Stimmengewinne erzielt. Die bürgerlichen Parteien büßten zwar Sitze ein, behaupteten jedoch nach dem vorläufigen Endergebnis mit 108 von insgesamt 200 Sitzen die Mehrheit.

Finnischer Vorstoß

Die finnische Regierung hat am Wochenende Bonn und Ostberlin vorgeschlagen, Verhandlungen über die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen aufzunehmen.

Starke und schwache Präsidenten

Monographien über die Institution des Staatsoberhauptes in den parlamentarischen Demokratien gibt es kaum; auch entsprechende Biographien und Memoiren sind spärlich, sowohl an Zahl als auch an Ergiebigkeit.

Rätselraten um Kossygin

Die sowjetische Intervention in der ČSSR hat besonders die Nachbarstaaten des Warschauer-Pakt-Bereichs alarmiert. Als der sowjetische Ministerpräsident Kossygin vorige Woche überraschend und zunächst unter strenger Geheimhaltung in Finnland eintraf und mit Staatspräsident Kekkonen Hechte angelte, freilich auch über Politik sprach, da kursierte denn auch sogleich ein neues Krisengerücht: Der Kreml beanspruche die Stationierung von „Beobachtern“ in den westfinnischen Häfen und an der finnischschwedischen Grenze.

Des Kremls Zange

War der sowjetische Einmarsch in der Tschechoslowakei der Auftakt zu einer neuen Phase Moskauer Expansionspolitik? Noch gibt es keine westliche Regierung, die davon ausgeht.

Koexistenz in Helsinki

Der sowjetische Ministerpräsident Kossygin zeigte ein strahlendes Gesicht, als er von seinem finnischen Kollegen Rafael Paasio auf dem Hauptbahnhof von Helsinki empfangen wurde.

Finnland: Mit der KP regieren?

Das finnische Volk hat links gewählt. Entgegen den letzten Prognosen der Demoskopen verloren die bürgerlichen Parteien bei der Reichstagswahl am Sonntag ihre Mehrheit im Parlament.

Zeitspiegel

„Die Schöpfer des Moskauer Vertrages erscheinen wie Verschwörer auf der Bühne. Mit einer Handbewegung formen sie zwei Deutschland in ‚Ein Deutschland‘ um und mit einer weiteren Handbewegung machen sie ‚zwei China‘ aus einem.

Politische Pipeline?

Besuche finnischer Politiker in Moskau werden selbst in Skandinavien nur noch am Rande registriert. Der Grund liegt auf der Hand: Im Norden weiß man nur zu gut, wie sehr Finnland auf das Wohlwollen des mächtigen östlichen Nachbarn angewiesen ist, will es seine einmal erkämpfte Neutralität auch weiterhin behaupten.

Bruderhilfe für Finnland

Gerade im rechten Augenblick haben sich die nordischen Staaten um ihren bedrohten finnischen Nachbarn geschart. Während Helsinkis Außenminister Ahti Karjalainen bei seinem sowjetischen Kollegen Gromyko in Moskau auszukundschaften versuchte, was die Russen mit ihrer Note vom 30.

In der Klemme

Wieder einmal steht die finnische Regierung unter Moskauer Druck: Helsinki soll endlich die Regierung in Pankow anerkennen. Nach einem Besuch der finnischen KP-Vorsitzenden Hertta Kuusinen in der sowjetischen Hauptstadt hat die Kommunistische Partei Finnlands diese Forderung in den Mittelpunkt einer intensiven Propagandakampagne gestellt.