: Konzert

Konkurrenz ...

Das Hamburger Koncertleben ruht hinsichtlich seiner repräsentativen Bedeutung seit dem Kriege auf zwei Pfeilern: den beiden großen Serien der Sinfoniekonzerte der Philharmonie und des Rundfunks.

Nur für Wagnerianer

Die Frage: darf man Wagner spielen? schien einige Jahre aktuell. Sie ist heute überflüssig; der Autor des „Tristan“ wird nicht mehr für einen Inspirator braunen Unwesens gehalten.

Casals ehrt Bach

Seit dem Ende des spanischen Bürgerkrieges lebt Pablo Casals zweifellos der größte Cellist unserer Zeit, in der abgeschiedenen kleinen französischen Pyrenäenstadt Prades.

Kunstpflege auf kurze Sicht

Einige Monate vor Ablauf der Spielzeit schon hat Heinz Hilpert die Leitung des Konstanzer Stadttheaters zum Ende des Januars abgegeben.

Die Häupter, nicht die Glieder

Wenn das Programm des Nordwestdeutschen Rundfunks auch nur halb so interessant wäre wie seine Skandale, dann könnten die Hörer zufrieden sein.

Dirigenten-Wettkampf

In Hamburg, wo die Stelle des Generalmusikdirektors immer noch vakant ist, hat man, wie man hört, das Mittel jetzt gefunden, die Dirigentenfrage zu lösen: Joseph Keilberth und Fritz Rieger, die in den Konzerten dieses milden Winters offenbar am besten abschnitten, sollen in der kommenden Saison sich in die Leitung des Philharmonischen Orchesters teilen.

Die Musik-Saison begann

Auf zwei Gebieten ist das Hamburger Kulturleben stark –: auf dem der Oper und des Konzerts. Auf einem Gebiet ist der Nordwestdeutsche Rundfunk stark –: auf dem, das Schmidt-Isserstedt beherrscht.

Notizen

Dem Präsidenten der Physikalisch-Technischen Anstalt in Braunschweig ist im Auftrage der amerikanischen Militärregierung ein Radiumstandardsatz überreicht worden.

Schiller ruft über die Grenzen

Mit zwanzig Veranstaltungen erprobte eine kleine Eibelstadt ihren Anspruch, zu den deutschen Sommerspielstätten zu zählen. Ihr Programm wäre vielleicht in dem bisweilen etwas forcierten Festspieltrubel dieses Jahres eine bescheidene, wenn auch liebenswürdige Randbemerkung geblieben, wenn nicht die besondere Lage dieser Kleinstadt ihren Bemühungen einen besonderen Impuls verliehen hätte.

Pariser Nachtigallen

Der berühmte französische Knabenchor „Les petits chanteurs à la croix de bois“ bereist Deutschland. Nachdem die Sängerknaben, die weiten Kreisen vor allem durch den Film „Der Nachtigallenkäfig“ bekannt wurden, die französische Besatzungszone besucht haben, treten sie in diesen Tagen von Hamburg aus ihre Konzertreise durch die britische und amerikanische Zone an; Mitte Juli werden sie zum Abschluß ihrer Deutschland-Fahrt in Berlin konzertieren.

Beethoven für Europahilfe

So wahr es ist, daß die Pflege des zeitgenössischen Schaffens noch am ehesten einen Dirigenten als „Kulturfaktor“ auszeichnet, so wahr ist es auch, daß es einige zeitlose Werke gibt, an denen sich das künstlerische Format eines Orchesterleiters am deutlichsten erweist.

Goethe-Feiern in Südamerika

Eine Faust-Aufführung in portugiesischer Sprache mit Thekla Ahrens in der Titelrolle brachte Dr. Wolfgang Hoffmann-Harnisch, der ehemalige Oberspielleiter des Berliner Staatlichen Schauspielhauses, in Rio de Janeiro heraus.

Minderwertige Kinderwagen

Ein paar hundert. Parlamentarier lachtenschallend, als ihnen 1929 der neugebackenekommunistische Abgeordnete und Generalsekretär oder kommunistischen Partei, Clement Gottwald, im Prager Parlament ganz sachlich mitteilte, er betrachte es als seine Aufgabe, ihnen den Hals umzudrehen.

Notizen

Der deutsche Chemiker Professor Dr. Friede rich Bergius, der 1931 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde, ist im Alter von 65 Jahren in Buenos Aires gestorben und auf dem deutschen Friedhof in Buenos Aires beigesetzt worden.

Notizen

Das für November in der St.-Pauls-Kathedrale in London angekündigte Konzert der Berliner Philharmoniker findet ein so starkes Interesse, daß die Aufführung in die Empreß-Halle, den größten, 10 000 Personen fassenden Saal Londons, verlegt werden muß, meldet DPD.

Kunstwoche am linken Niederrhein

Daß in den Städten München-Gladbach-Rheydt der Theaterleiter Fritz Kranz und der Städtische Musikdirektor Romanus Hubertus von der Verantwortung für die Aufgabe einer aktiven Kulturpflege durchdrungen sind – dafür gab eine Woche moderner Kunst beredtes Zeugnis.

Furtwängler dirigiert in Hamburg

Just, als WilhelmFurtwängler, zu Gast in Hamburg, die Proben für sein Konzert begann – es war ehe äußerst intensive Piobearbeit von jener Art, in der das Wesen der Musik in ihren tiefsten, rätselhaftesten Abgründen aufgespürt und in tönende Wirklichkeit übersetzt wird, wobei denn diesmal wie dies verständlich ist, das Orchester der Hamburger Philharmoniker zwischen Verzweiflung und Beglückung schwankte da also konnte man in „New York Herald Tribune“, und zwar in der europäischen Ausgabe, meinen Brief von Erika Mann, datiertaus Zürich, lesen, daß die Ovationen, die der große Dirigent bei seinem ersten Berliner Konzert nach dem objektiven und zustimmenden und für den deutschen Musiker ehrenvollen Bericht derselben Zeitung geerntet hatte, politische und keine musikalischen Kundgebungen gewesen seien.

Politik mit Musik

Dies ist in der ganzen Welt eigentlich recht einfach geregelt: Wenn jemand einen politischen Vortrag hören will, geht er in eine politische Veranstaltung. Wenn jemand ein berühmtes Quartett kksssdie Musik spielen hören will, geht er in ein Konzert.

Sein erstes Konzert

Junggeselle mittleren Alters, nicht unfähig, höherer Gefühle, geriet zum ersten Male in ein Konzert. Die Kunst begünstigte er schon seit vielen Jahren.

Strawinsky: Die Wege Igor Strawinskys

Nach langer Pause wurde in Hamburg eine Komposition von Igor Strawinsky aufgeführt: das Konzert in Es für Kammerorchester, „Dumbarton Oaks“, aus dem Jahre 1938.