: Ludwig van Beethoven

Wie krieg ich das bloß hin?

David Moss, Schlagzeuger und Sänger, weiß, wie man mit Momenten umgeht, in denen keiner weiß, wie es weitergeht. Beispielsweise mit Baukränen und Umzugskartons beim Regieren in Berlin

Ich habe einen Traum

Der Dirigent Daniel Barenboim träumt von einem Friedenschluss zwischen Israelis und Palästinensern

Frische Töne am Pult

Die amerikanische Dirigentin Marin Alsop auf Deutschland-Tournee: Jetzt ist die Zeit der Orchester-Diktatoren vorbei

Plötzlich entdeckt, im Handumdrehen berühmt – und jetzt hat er auch in Salzburg sein Debüt: der Pianist Anatol Ugorski: Philosoph, Schalk, Charmeur

Gegen Mitternacht breitet er die Arme aus und verschränkt sie vor der Brust. Er umarmt die Luft und erklärt den anwesenden achtzehn Damen und Herren, warum mit der linken Klavierhand ein Lauf von unten nach oben leichter zu spielen ist, mit der rechten aber ein Lauf von oben nach unten: Eine Umarmung sei eben ganz natürlich.

Vor 175 Jahren zu Schiff von London durchs Mittelmeer nach Wien, jetzt restauriert und auf einer Europa-Tournee ausgestellt: Ludwig van Beethovens letzter Flügel: Ein Opferaltar für den Gott Apollo

Da reist der Chef eines der bedeutendsten Klavierbau-Unternehmen der westlichen Welt nach Budapest, besichtigt im Nationalmuseum ein Instrument, das einer seiner Vorgänger vor fast 175 Jahren verschenkt hat, finanziert zum Preis eines neuen die Restaurierung des alten Flügels – unter der Bedingung, das der noch einmal am Herstellungsort London ausgestellt und gespielt werden darf.

Wir brauchen die Ausländer

Friedrich Dieckmann hat in der ZEIT (Nr. 41 vom 3. Oktober 1991) als einen der Gründe für das Scheitern Erich Honeckers „die Abschaffung der Wirklichkeit“ genannt.

First Lady des Wiener Kongresses

Die Anekdote, mit der wir beginnen wollen, ist in ihrem Wahrheitsgehalt umstritten, was aber nichts daran ändert, daß man sie noch heute fröhlich weitererzählt.

Zeit zum Hören

Daß Komponisten auf politisch bewegte Zeiten erst mit einer gebührenden zeitlichen Distanz reagieren, ist eine jahrhundertealte Erfahrung; die produktionstechnischen Hintergründe haben wir eingesehen.

Fernseh- Vorschau: Schwermut und Ekstase

Der Film von Klaus Lindemann ist ein mutiger Versuch der Visualisierung einer Musikerbiographie: keine „Verfilmung“, nirgends die Behauptung „so war’s gewesen“ oder auch nur „so könnte es gewesen sein“.

Zeit zum Hören

Für den Rezensenten der (zwei Jahre zuvor gegründeten) Leipziger Allgemeinen musikalischen Zeitung gab es am 2. April des Jahres 1800 in Wien „wahrlich die interessanteste Akademie seit langer Zeit“.

Zum Tode des Pianisten Vladimir Horowitz: Zwischen Dichtung und Wahrheit

Als er uns in Hamburg verließ, nach seinem Legenden vernichtenden wie bestätigenden Konzert in der Musikhalle am 11. Mai 1986, sechzig Jahre nach seinem ersten Triumph dort; als er uns noch einmal in den oftmals so nähmaschinenhaft mechanisiert gehörten Sonaten von Scarlatti seine Farben-Palette gezeigt und uns Schumanns Phantasie-Zyklus „Kreisleriana“ regelrecht auf dem Klavier vorgesungen hatte, nach herrischem Liszt und, hinter einem galanten Vordergrund, tiefernstem Chopin, nach impressionistisch gehauchtem Rachmaninow, etwas tändelndem Skrjabin und einer alles fordernden, aber auch alles gewinnenden As-dur-Polonaise und noch drei Zugaben – als Vladimir Horowitz damals die Ovationen kategorisch abschnitt, indem er demonstrativ den Flügel zuklappte, dann zwischen forsch und taperig der Tür zur Künstlergarderobe zustrebte, dabei leicht kindlichfröhlich, fast doch wissend uns zuwinkte: da wußten wir, daß hier eine Epoche sich von uns, wir uns von einer Epoche zu verabschieden hatten, die selbst mit dem Zeitbegriff des „neunzehnten Jahrhunderts“ und der ästhetischen Kategorie des „schönen Scheins“ nur vage in ein Koordinatensystem gepreßt werden kann.

Schallplatten

Die Trios sind eine an Zahl spärliche Werkgruppe (Op. 3/8/9), die weiterzuführen Beethoven, soeben von Bonn nach Wien verschlagen, offenkundig die Lust verloren hatte – vielleicht weil er mit der Gattung des Streichquartetts in Berührung geraten war.