: Ludwig van Beethoven

Beet um Beethoven

Als dem Komponisten Guiseppe Verdi, ansonsten h.c.-Titeln jedweder Art eigentlich abhold, Anno 1889 die Ehrenmitgliedschaft im seinerzeit gegründeten Bonner „Verein Beethovenhaus“ angetragen wurde, soll er geantwortet haben: „Hier handelt es sich um Beethoven! Vor solchen Namen beugen sich alle in Ehrfurcht.

Musik über dem Tresor

Diese allein der Musik zugedachte Welt ist so anders als die der Bonngasse zu Bonn, daß es leichtfällt, dem Architekten beizupflichten: „Durch eine Drehtür betritt der Besucher abrupt eine andere Welt.

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Die israelische Schlagersängerin jemenitischer Herkunft ist einer der großen Stars des sogenannten Ethno-Pop, der Folklore aus der dritten und vierten Welt mit westlichen Rock-Elementen kombiniert.

Musik gegen Bomben: Herztöne

Von Hertzen – Möge es wieder – Zu Hertzen gehen.“ Diesen Wunsch setzte Ludwig van Beethoven vor das Kyrie seiner Missa solemnis.

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Allmählich müßten auch PR-Leute dahintergekommen sein, daß kundigere Hörer mit dem reißerischen Werbeslogan „Erste Aufnahme auf authentischen Instrumenten“ kaum noch hinters Licht zu führen sind.

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Nackte Überlebensangst hatte den 1770 in Prag geborenen Antonin Rejcha (so die tschechische Schreibweise) als Halbwaisen nach Schwaben verschlagen.

Musik aus der Bibliothek: Neue Stücke von Haydn, Beethoven, Fanny Hensel: Bekannt, aber verschollen

Man hätte eine Stecknadel fallen hören – so still war es in der mit viel Prominenz besetzten Bonner Beethovenhalle, als der Pianist David Levine eine bislang verschollene Komposition des jungen Beethoven, das rokokohaft graziöse „Andante per il clavicembalo“ uraufführte: fünfunddreißig Takte (nicht nur fünfundzwanzig – wie das Programmheft mitteilte) aus der Bonner Zeit.

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Endlich gebe es wieder, tönen Funktionäre und Manager voller Stolz, einen „deutschen“ Geiger, der draußen vorgezeigt werden könne: Frank Peter Zimmermann.

Selbstbeschränkung auf die Klassik

Ein fast bis zum Überdruß gespieltes Anfängerstück, aus rund zwanzig bislang produzierten Schallplatten des Künstlers gleichsam als prototypisches Indiz aufgegriffen: Mozarts populäre C-dur-Sonate KV 545, deren irreführender Beiname „Sonata facile“ ihren prekären Schwierigkeitsgrad (nicht zuletzt in Hausmusikzirkeln) meist grausam unterschätzt.

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Im „Testimonium“ einer großen deutschen Schallplattenzeitschrift zum Jahresbeginn gefragt, wen er zu seinen Lieblingsinterpreten rechne, hatte Johannes Rau, SPD-Kanzlerkandidat, ohne Umschweife erwidert: „Als Kammermusikfan schätze ich besonders das Amadeus-Quartett aus Stuttgart.

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Immer wieder die gleiche Notwendigkeit, das gleiche Suchen, Ausprobieren, Erfahrungen sammeln: Wenn eine „jüngere Künstler-Generation“ sich in solistischen wie dirigentischen Eigenleistungen profiliert hat, muß in der nächsten Phase die interessante und aufregende, homogene oder polare, sich künstlerisch ergänzende wie auf dem Markt Erfolg versprechende Kombination gefunden werden.

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„Eigentlich sollte man Beethovens Musik nur als Erwachsener spielen, um das Dramatische, die Intensität der Kontraste, aber auch ihre Leidenschaften angemessen ausdrücken zu können.

Die neue Schallplatte

Ludwig van Beethoven: „1. und 2. Sinfonie“. Noch vor einem Jahrzehnt hätte kaum jemand das zu denken gewagt: daß die radikale Veränderung der landläufigen Musizierpraxis allein von der Alten Musik ausgehen könnte.

Wilhelm Furtwängler: Seelenbewegungen

Waren das noch Zeiten! Dem legendären Photo von 1929 haftet noch immer ein Hauch des Sensationellen an: Fünf Herren im Frack, jeder eine unverwechselbare Musiker-Persönlichkeit: Bruno Walter, Arturo Toscanini, Erich Kleiber, Otto Klemperer und Wilhelm Furtwängler.

Ermahnungen eines Mozartspielers an sich selber

Unverkennbar nimmt Mozart seinen Ausgangspunkt vom Gesänge aus, woraus sich die unausgesetzte melodische Gestaltung ergibt, welche durch seine Tonsätze schimmert, wie die schönen weiblichen Formen durch die Falten eines leichten Gewandes.

Die gar nicht heitere Kunst: Pianoforte

Darf man einem Journalisten, ohne ihn bitter zu kränken, die schlichte Wahrheit nachsagen, daß er so fleißig ist, wie es Wissenschaftler eigentlich sein sollten? Jedenfalls ist Dieter Hildebrandt ein viel zu präziser Journalist, als daß er es sich erlauben würde, auch nur eine einzige Zeile über einen Gegenstand zu schreiben, von dem er wenig versteht.

Zu Rotkäppchen und Beethoven

Auf der „Alten Mainbrücke“ von Würzburg fragte der Herr aus Kobe seinen Mitreisenden: „Ist dies nun die Weser?“ Der also herausgeforderte Globetrotter zog nachdenklich die Luft zwischen den Zähnen ein.

Biologie: Warum die Nachtigall schlägt

Ludwig van Beethoven verwendete Motive des Nachtigallenschlages in seiner F-Dur-Symphonie, der „Pastorale“. Und Ottorino Respighi ließ sich beim Komponieren seiner symphonischen Dichtung „Die Pinien von Rom“ von den Melodien dieses Vogels inspirieren.