: Ludwig van Beethoven

Die neue Schallplatte

Ludwig van Beethoven: „Klavierkonzerte Nr. 1–5“. Als sie die Stücke aufgenommen hatten, bei einer doppelten Konzertreihe in der Chicago Orchestra Hall, und dann im Studio die Montage gelungen war, schrieb Alfred Brendel spontan ein „Plädoyer für die Live-Aufnahme“ (ZEIT 4/84).

Die neue Schallplatte

Johannes Brahms: „Klarinetten-Trio“/Ludwig van Beethoven: „Gassenhauer-Trio“. Sie haben alle als Solisten schon genügend Aufmerksamkeit zu verlangen: die Klarinettistin Sabine Meyer (nicht nur wegen der Philharmoniker-Querelen), der Cellist Heinrich Schiff, der Pianist Rudolf Buchbinder Im vergangenen, Sommer stellten sich die drei als Ensemble vor – ihr damaliges Programm ging wenig später in diese Platte ein.

Fernseh-Vorschau: Nach oben abserviert

Einen Lieblingskomponisten hat Indira Gandhi nicht. Es komme ganz auf ihre Stimmung an. Bach mag sie, aber auch Mozart, und dann Beethoven.

Die neue Schallplatte

Talking Heads: „Speaking in Tongues“. Die bibelfesten Anhänger dieses amerikanischen Quartetts werden den im Plattentitel versteckten Hinweis sehr wohl verstanden, möglicherweise gar als Überdeutlichkeit empfunden haben.

Zeitmosaik

Wenn mir gesagt würde: Du hast noch zwanzig Jahre zu leben, was wirst Du anfangen mit den vierundzwanzig Stunden jedes Tages, der Dir bleibt?, so würde ich antworten: Gebt mir zwei Stunden aktiven Lebens und den Rest zum Träumen, aber ich muß mich der Träume erinnern können, denn der Traum existiert nur eingebettet in Erinnerungen.

Zwei oder drei Dinge über eine Legende: ein Interview, das nicht stattfand; der letzte und der nächste Film; ein Tag in Paris; die Musik: Warten auf Godard

Ich bin jemand, der ein deplaziertes Kino macht. Ich interessiere mich wirklich mehr für Außenseiter. Ich fühle mich den displaced persons näher, ob es nun von den Juden vertriebene Araber sind oder von den Deutschen vertriebene Juden oder von Ärzten vertriebene Kranke, deplazierte Verrückte – also mache ich ein deplaziertes Kino, und deshalb ist es oft da, wo man es sieht, nicht am richtigen Platz.

Unterwegs mit Beethoven

Ein ZEIT-Gespräch mit dem Pianisten Alfred Brendel zu Beginn eines Acht-Monate-Konzert-Marathons

Die neue Schallplatte

Dario Domingues: „Die Reise der Yaghan ist zu Ende“ – und dies ist gleichsam das letzte Lied, das ihnen gesungen wird, einem Indianerstamm, der von Asien her über die Beringstraße gekommen war und sich Feuerland, „dieses unwirtliche Land vor Tausenden von Jahren ausgesucht“ hatte, um hier „– bis zur Ankunft der Europäer – in ungetrübter Harmonie mit den Elementen zu leben“.

Die neue Schallplatte

Ludwig van Beethoven: „Klaviersonate op. 111“/Robert Schumann: „Symphonische Etüden/Toccata op. 9“. Sogar als er sich zum ersten Mal in Berlin hören ließ in einem Soloabend, riskierte Ivo Pogorelich gleich alles, indem er Beethovens letzte Sonate ins Programm setzte, kam, wurde gesehen (und gehört) und siegte.

Werbung in Japan: Beethoven für Karoyan

Das Handelsdefizit der Bundesrepublik mit Japan wächst bedrohlich, aber keiner scheint schuld zu sein: Die Japaner beteuern, ihr Markt sei für Importe offen; die Gewerkschaften sind sicher, am Fleiß der Deutschen könne es nicht liegen; und Deutschlands Manager fühlen sich ohnehin meist ohne Fehl.

Charisma mit Stöcken

Einer kam dabei sogar elend zu Tode. Als er am 8. Januar 1687 sein Je Deum dirigierte, stieß Jean-Baptiste Lully – wohl im Zorn über die schlaffen Musikanten – den mit einer Metallspitze besetzten Dirigentenstab nicht wie üblich auf den Boden, sondern sich direkt durch den Fuß.

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Copperhead: „Copperhead“. Der Begriff „West Coast Sound“ mag inzwischen zu einem Schimpfwort geworden sein, weil er heute mehr oder weniger synonym ist mit leerlaufender Routine von technisch makellosem Spiel.

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„Große Pianisten der russischen Schule“. Spätestens als Emil Gilels bei einem Gastspiel im Westen den seine Kunst Bewundernden berichtete, da gebe es hinter den Wäldern Rußlands einen noch weit besseren Pianisten, und als dieser, Svjatoslav Richter, selbst hierzulande zu hören war, wurde auch der Mann bei uns bekannt und berühmt, der diese beiden Künstler geformt hatte: Heinrich Neuhaus, russischer Sohn eines deutschen Pianisten und einer Enkelin Szymanowskis.

Und wohl ein bißchen vom Teufel besessen

Wenn immer am illustren Geigenfirmament ein zugkräftiger neuer Name auftaucht, machen Fragen wie diese fast schon penetrant die Runde: ob eine jüdische Abstammung nachweisbar sei; ob nicht Wenigstens eine verschüttete Spur in die UdSSR, wenn nicht gar direkt nach Odessa führe, ins scheinbar unversiegbare Quellgebiet phänomenaler geigerischer Talente schlechthin.

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Ludwig van Beethoven: „Sinfonien Nr. 6/7“. Als im Januar 1978 die „Fünfte“ herauskam, bahnte sich eine Sensation an. Nach der Veröffentlichung der „Dritten“ letzten Sommer konnte man unentschieden sein, was bemerkenswerter sei – die Interpretation des Dirigenten oder die Perfektion des Orchesters.

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