: Manfred von Ardenne

Vernichtung eines Unpolitischen

Der Physiker Werner Hartmann unternahm in der DDR bahnbrechende Forschungen. Obwohl er nichts wollte als arbeiten, geriet er in die Mühlen des Regimes. Seine Witwe kämpfte vergeblich um Rehabilitation

Alternative Krebsbehandlung: Kein Geld für Mehrschritt-Therapie

Ein kritisches internes Gutachten des Bonner Forschungsministeriums (BMFT) dürfte dem rastlosen, inzwischen 84jährigen Erfinder Manfred von Ardenne große Schwierigkeiten bereiten, sein Dresdner Krebsforschungsinstitut langfristig aufrechtzuerhalten.

Angst vor der Abrechnung

Wir leben in einer der schwierigsten Zeiten der Geschichte der DDR und der Geschichte der Partei“, sagte SED-Generalsekretär Egon Krenz bei einer jener Demonstrationen, die seine Partei in diesen Tagen organisiert.

Der alten Garde letzter Aufmarsch

Ein Jubelfest hätte die Vierzigjahrfeier der DDR werden sollen, doch sie wurde etwas ganz anderes: fast ein Requiem. Die FDJ-Fackeln beleuchteten eine gespenstische Szene: alte Herren vor den eigenen Katafalken, frei nach Heinrich Heine skandierend: „Bei uns ist alles hübsch im Gleise / wie angenagelt rührt sich nichts.

Beiderlei Deutsche – zweierlei Deutsche

Wir haben so getan, als ob nichts wäre“, sagte Nina Grunenberg nach einem Treffen mit Gesprächspartnern aus der DDR, und damit hatte sie bereits eines der ungeschriebenen Gesetze ost-westlicher Begegnungen im geteilten Deutschland erkannt.

Reise ins andere Deutschland

Im März 1964 fuhren drei ZEIT-Redakteure zehn Tage durch die DDR: Marion Gräfin Dönhoff, Rudolf Walter Leonhardt und Theo Sommer.

Rote Terminals für den Kreml

Die kommunistischen Parteizeitungen •Osteuropas sind sich einig. „Wir brauchen revolutionäre Änderungen“, heißt die Parole, „die große Wende bahnt sich an“.

Auf dem Weg zum Elektronen-Sozialismus?

Das Städtchen Riesa ist 55 Kilometer von Dresden entfernt. Der Weg führt über die uralte Heerstraße, die Polen und Böhmen mit dem Westen verbindet, durchs Elbtal.

Sommersprossen

Tritt-Fest: Hebel-, Schlag, und Tritt-Techniken verheißt NUR seinen jugendlichen „Club 28“-Gästen. Seit fünf Jahren veranstaltet das Frankfurter Reiseunternehmen gemeinsam mit dem Deutschen Judobund Ehr führungskurse in asiatische Selbstverteidigungsarten, im September und Oktober sogar kostenlos auf den Inseln Mallorca, Ibiza und Gran Canaria sowie an der Costa Bianca, in Tunesien und in Portugal, Neckermanns Urlaubswerber sprechen zwar in diesem Zusammenhang statt des dudengewohnten Jiu-Jitsu nur noch von „Ju-Jutsu“.

Retuschen am Feindbild

Es erweist sich als ein Ansporn“, schrieb Erich Honecker kürzlich in der Prawda, „wenn die Anstrengungen der täglichen Arbeit noch sehr viel unmittelbarer als in der Vergangenheit dem Wohle der Familie, der Freunde und Kollegen zugute kommen“.

Kein Infarkt für „Bunte“-Leser

An Herzinfarkt muß keiner mehr sterben.“ Diese frohe Kunde kommt aus Offenburg an der Kinzig. Sie ziert das Titelblatt der dort erscheinenden Bunten Illustrierten, deren Redakteur Peter Schmidsberger offenbar fest entschlossen ist, der Theorie des Stuttgarter Facharztes Berthold Kern über die Ursache der gefährlichen Zerstörung von Herzgewebe endlich zum Durchbruch zu verhelfen.

Denn die einen sind im Dunkeln

Das Großartige unserer Enwicklung bestand doch gerade darin, daß die DDR immer rechtzeitig die neu herangereiften Probleme aufgegriffen und angepackt hat.

Was erlaubt ist, sollte getan werden

Er sitzt im Glashaus und wirft nicht mit Steinen. Denn Ernst Wolf Mommsen ist einer jener unorthodoxen Rhein-Ruhr-Manager, die es sich angewöhnt haben, ihre wirtschaftlichen Unternehmungen und politischen Erwägungen so weit zu entkrampfen, daß einem Höchstmaß von wirtschaftlichem Nutzen ein Mindestmaß von politischem Nachteil entspricht.