© Michael Dalder/Reuters

: München

Naturhaft und ohne Pathos

Wenn wir erfahren wollen, wohin der Weg der künstlerischen Kräfte führt, wie etwa der Stil der kommenden Jahre aussehen wird, so müssen wir nach dem Werk der heute etwa vierzigjährigen Künstler Ausschau halten.

Noch einmal „Mord im Dom“

Drei deutsche Bühnen haben zur gleichen Zeit Eliots „Mord im Dom“ auf den Spielplan gesetzt: die Bühne von Göttingen (über deren Aufführung wir bereits berichteten) und die Theater von Köln und München.

... dazu der Füllhalter!

Der Anteil der Füllhalterindustrie an der deutschen Fertigwarenausfuhr stellte vor dem zweiten Weltkriege einen nicht unwesentlichen Faktor dar.

„Exportland Bayern“

Die Abteilung Ein- und Ausfuhr des bayerischen Wirtschaftsministeriums hat vor wenigen Tagen einen Brief des Leiters der Export-Import-Section der Militärregierung erhalten, der sich wesentlich von der zwischen beiden Dienststellen üblichen Korrespondenz unterscheidet.

Notizen

Eine Studententagung mit Beteillgung allerdeutschen Kultusminister will der Koordinierungs-Ausschuß der Allgemeinen Deutschen Studentenschaft vom 10.

Ein Tisch mit Büchern

Dem Autor der „Gesellschaft vom Dachboden“ hat man mehrfach das Prädikat eines Romantikers zugesprochen. Romantisch aber lassen sich allenfalls Kreuders Stilmittel nennen, das Phantastisch-Gespenstische des Vortrags und die Vielschichtigkeit des Assoziativen.

Tätige Freunde im Ausland

Der Schriftsteller und Journalist Karl O. Paetel, New York, hatte sich an die „Zeit“ gewandt, mit dem Vorschlag, weitere Möglichkeiten zu suchen, daß Publizisten des Auslandes, insbesondere Nordamerikas, Männer der Öffentlichkeit und also die Öffentlichkeit selbst über die Zustände in Deutschland unterrichtet würden.

Das innerliche Soll und Haben

Heute, lange genug post festum, sei festgestellt, daß die Münchner Jugendtagung allgemein in Deutschland nicht das Echo gefunden hat, das sie verdiente.

Ein Ethiker der Musik

Ludwig Weber-, der kürzlich zu Essen-Werden einem landschaftlich schönen Vorort der Industriegroßstadt 55jährig starb, war der Folkwangschule – der Landesmusikschule Ruhrgebiet – eng verbunden.

Krise der Blockpolitik

Die Polemik der Ostzone gegen die Westzonen lebt seit langem von der Parole „Blockpolitik gegen Koalitionspolitik“. Das ist ein Schlagwort, das, vor allem von der SED, gebraucht wird, um das Zusammenwirken der drei in der Ostzone zugelassenen Parteien SED, CDU und LDP im Gegensatz zu dem parlamentarisch-demokratischen Wechselspiel im übrigen Deutschland zu charakterisieren.

Notizen

Der Alliierte Kontrollrat in Wien verbot das neue Stück des französischen Dramatikers Georges Roland „Simone und der Frieden“ kurz vor der Erstaufführung, Das Thema des Schauspiels ist die Sehnsucht nach dem Frieden unter den Völkern, die vom Verfasser den Handlungen gewisser Diplomaten gegenübergestellt wird.

Zweifelhafte Kartei

Ein Fall von vielen: der Bremer Senatssyndikus Adolf Stier tom Moehlen erhält die Aufforderung, sich zur Militärregierung zu begeben, wo manihm eröffnet: die „Zentralkartei der NSDAP“ weise ihn als Mitglied der NSDAP aus;er sei ein Nazi und Fragebogenfälscher und werde daher sofort aus dem Amt entlassen.

Das Münchner Programm

Um die für die deutsche Gesamtwirtschaft unerläßliche Steigerung der Kohlenförderung herbeizuführen. erklären die in München versammelten Chefs der deutschen Länderregierungen, alle Kräfte dafür einsetzen zu wollen, damit die zur ausreichenden Nahrungsmittelversorgung der Bergleute und zur vollen Belieferung des Punktsystems erforderlichen Lebensmittel, und Konsumgüter bereit gestellt sowie leistungsfähige junge Arbeitskräfte für den Bergbau gewonnen werden.

Diplomatie und Wissenschaft

Von Rudolf Laun Mit der Überschrift: „Friedensbüro an der Universität Hamburg“ bringt „Die Neue Zeitung“, München, vom 23. Mai auf ihrer, ersten Seite, gestützt, auf eine Nachricht der Associated Press, einen Artikel, der mit den folgenden beiden Sätzen beginnt: „Der Hamburger Völkerrechtler Professor Dr.

Um die Einheit

Mit der Absicht die Konferenz zu sprengen, fuhren dir Ministerpräsidenten der Ostzone nach München, Dies geht eindeutig aus der Erklärung hervor, die sie vor ihrer Rückreise gemeinsam aufgesetzt und herausgegeben haben.

WOCHENÜBERSICHT

Das Interesse der USA an einem wirtschaftlich vereinten Europa und die Bereitwilligkeit der amerikanischen Regierung zur Hilfeleistung wurde vom amerikanischen Außenminister Marshall in einer Rede an der amerikanischen Harvard-Universität bekundet.

Die Kunst des Möglichen

In Hannover fanden kürzlich Besprechungen zwischen der CDU-CSU und der SPD statt. Zur Debatte stand die Frage, ob es jetzt bereits möglich sei, auf dem Weg über die politischen Parteien eine „Nationale Repräsentation“ des deutschen Volkes ins Leben zu rufen.

Gespräche mit Pieck und Grotewohl

Pieck und Grotewohl, deren Titel als „Führer der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ aus Lautsprecherwagen weithin durch Bremen erschollen, hatten sich bereit erklärt, bevor sie in einer Kundgebung sprechen sollten, einem Kreis.

München Berlin

Die Initiative des Bayrischen Ministerpräsidenten Dr. Ehard hattedie Chance, den immer dichter gewordenen Eisernen Vorhang zwischen der Ostzone und den westlichen Zonen aus eigener deutscher Souveränität etwas hochzurollen.

Großreinemachen

Wenn eine „Säuberung“ nicht wirklich saubermacht, wenn eine „Befreiung“ nicht wirklich befreit, dann paßt der Name nicht zur Sache.

Notizen

Dein Gedenken an die über zweitausend im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichteten politischen Kämpfer gegen das Nazisystem wurde jetzt ein Denkmal gesetzt.

Wer hungert, muß betteln gehen

Uud der Streik dauerte an. Ich sah von neuem, wie meine Mutter ihren Anteil an der Mahlzeit zurückwies mit dem Bemerken, sie habe keinen Hunger.

Begegnung mit den Scherenschleifern

Es war die Zeit der großen Trecks in die Staaten. Am 29. April 1865 stach das Schiff in Hamburg in See. Der Auswanderer war zweiundzwanzig, seine Frau einundzwanzig Jahre alt.

Die Hinterbliebenen

Nach dem großen Schrecken der Naziotie war das Kabarett die Kleinform, in der sich die Kunst (oder was sich dafür hielt) zuerst wieder in die freier gewordene Luft hinauswagte.

München: Provinz und Prominenz

Im fünfundvierziger Jahr, im bittern Hoffnungsgrün des Zusammenbruchs, haben viele prominente Schauspieler die sinkende Reichshauptstadtverlassen und sind da und dorthin, die meisten jedoch nach München emigriert.