: New Orleans

Faulkner auf deutsch

William Faulkner hat nicht das Glück gehabt, in Deutschland von einem Übersetzer in einem Verlag herausgegeben zu werden; von Lizenzausgaben in dritten, vierten und fünften Verlagen abgesehen, erscheinen seine Werke bei Goverts und Rowohlt; sechzehn Übersetzer im ganzen haben sie Übertragen.

Homerisches Schlachtfeld am Mississippi

Die Trauer beschwört Bilder herauf. Eine Tafel an der Auffahrt zu einem von hohen Zedern umschlossenen, ebenso herrschaftlichen wie sichtbar alternden Herrenhaus: Bitte, nicht ohne Einladung betreten.

Musik hat nichts mit Politik zu tun

Der Musikkritiker Dr. Hans Schnoor will offenbar zu jener Gruppe wild um sich schlagender Schriftsteller gehören, die in München einen Verlag gefunden haben.

Fernsehen

Das Fernsehen ist familienfördernd. Anhänglichkeit unter Ehepaaren, tatkräftige Unterstützung auch in Mühsal und Arbeit gedeihen in TV-Studios besser als anderswo.

Zeitmosaik

Der Freiherr-vom-Stein-Preis, den die „Stiftung F. V. S.“ vergibt, wird in diesem Jahr von der Universität Hamburg dem Sozialwissenschaftler Alexander Rüstow verliehen.

Hamburg: Heißer Jazz an der Theke

Unten am Hafen, in der Bernhard-Nocht-Straße, gibt es eine Kneipe, die vom Amüsierrummel St. Paulis noch nicht überrollt worden ist.

Waren Weiße die ersten Jazzmusiker?

Es muß’einer schon recht böse sein, wenn er von „gewissen Experten“ spricht (die immerhin nicht ohne Grund die Mehrheit bilden) und Wendungen gebraucht wie „falsch ist – richtig ist vielmehr“.

Verkehrskontrolle – einmal so und einmal so

Er beugte sich in mein Fenster, knipste eine Taschenlampe an und leuchtete mir mitten ins Gesicht. Dann machte er sie wieder aus, nahm meine Papiere und prüfte sie im Licht meines linken Scheinwerfers.

Ein Mädchen verschwindet spurlos

Im Jahre 1946 erschien in Amerika, im literarischen Teil der Zeitschrift Mademoiselle, eine Erzählung mit dem Titel „Miriam“.

Amerika ist passé

Ihr Vorschlag schlug bei mir sofort Feuer. Schließlich ist Tante Vera meine einzige lebende Tante in dieser Welt, und man kann bei unseren Verkehrsverhältnissen ja nicht einmal voraussagen, ob man einem Nachmittagskaffee bei Nachbarsleuten Folge leisten, geschweige denn, ob man Tante Vera in New York jemals wiedersehen wird.

Jeder Mensch ist ein Kannibale

Tennessee Williams ist wohl der führende Dramatiker dieser unserer Welt im zwanzigsten Jahrhundert. In allen Ländern wird er gespielt.

Wolfgang Koeppen setzt Maßstäbe

Als der deutsche Schriftsteller Wolfgang Koeppen auf seiner Amerikafahrt bei Regen und tropischem Gewitter in Washington anlangte, geriet er im Hotel in eine Ungelegenheit, über die moderne Reisende sich meistens ausschweigen: „Im grellen Schein eines Blitzes las ich, daß nein Zimmer dreißig Dollar am Tag kosten sollte.

Drei „E” für Amerikaner

Auf dem Amazonas befindet sich in diesen Tagen das Turbinenschiff „Ariadne“ der Hamburg-Amerika Linie. 1500 Kilometer stromaufwärts bis Manaos bringt der 7500-Tonner zum erstenmal Touristen.

Über den Jazz und die Generationen

In der Nummer 11 der ZEIT schrieb Thilo Koch (unter der bei kürzeren Stücken üblichen und leicht zu deutenden Signatur T. K.

Nachtseite des Lebens als Poesie

Die Generation der „zornigen jungen Männer“ hat ihre sanften Gegenspieler. Truman Capote, der jetzt dreiunddreißigjährige Schriftsteller aus New Orleans, ist einer von ihnen.

Schwarz-weiße Synkopen

Reisen bildet“ ist ein Spruch, den man jungen Leuten seit alters her mit auf den Weg gibt. Von dem jungen Schriftsteller Josef Reding erzählt der Verleger, daß er in den USA und in Mexiko studiert und Reisen durch viele Staaten Europas gemacht habe, daß er mit Fischdampfern nach Island und Grönland gefahren sei.

Sachsen-Anhalt: Jazz an der Saale

Die Verständigung von Ost und West, die im politischen Gespräch so schwer zustande kommt, scheint der Jazztrompete mühelos zu gelingen.

Eine Lanze für das „Pocket-Book“

Es gibt Bücher, die von zahlreichen anspruchsvollen Lesern, aber auch von den Rezensenten einfach ignoriert werden. Gemeint sind jene mit aufreizend bunten Umschlägen versehenen Taschenbücher ausländischer Herkunft, die von vielen mit der – inkorrekten – Bezeichnung Pocket-Books abgetan werden.

Auch Baumwolle auf Termin

Bremen wird bald wieder eine Baumwollterminbörse haben. In der zweiten Oktoberhälfte soll der neue Kontrakt eingeführt werden.

Aufruhr im Paradies

Während der vergangenen Jahre kam es auf der großen Antilleninsel Kuba zu einem Militärputsch, der eine Anzahl von Menschenleben gefordert hat.

Anna und die Rose

Tennessee Williams’ bisher einziges Lustspiel„The Rose tatoo“ ist in seiner „Filmform“ die treue, bildlich bereicherte Wiedergabe seines reichlich animalischen, aber sinnen echten Humors.

New York ist nicht Amerika

Es sind die Gemeinplätze, die Nachdenkende oft veranlassen, sich im Gewirr abwegiger Gassen zu verlieren, statt jenen unbeachteten und überraschenden Perspektiven zu folgen, die sich von solchen Plätzen zuweilen erschließen.