: Paul Hindemith

Funk für Anspruchsvolle: Der Mut zur Courage

Weil der Funk Bedenken hat, daß die Hörer und die Zuschauer nur allzu geneigt sind, das, was ihnen Funk und Fernsehen bieten, für eine Meinungsäußerung der Funkanstalten zu halten, und da Satire ihrem Wesen nach oppositionell ist, läßt man es an satirischer Courage oft mangeln.

Funk für Anspruchsvolle

Die barocke Buffo-Oper hat sich schon öfter als legitime Domäne des Fernsehens erwiesen. Die Studierenden des Kölner musik- und theaterwissenschaftlichen Instituts haben ein besonders reizvolles Werkchen dieses Stils herausgegriffen und zeigen es nun auch auf dem Fernsehschirm: Georg Philipp Telemanns Intermezzo von dem reichen und geizigen Alten, der unter den Pantoffel seines hübschen Kammermädchens gerät, mit dem echt barocken dreifachen Titel „Pimpinone oder Die ungleiche Heyrath oder Das herrschsüchtige Cammer-Mädgen“.

Funk für Anspruchsvolle

Auch der Fernsehfunk betreibt jetzt „Hörerforschung“ (so wird es genannt, denn funkamtlich heißt auch der Fernsehteilnehmer ein „Hörer“, obwohl er doch ein Zuschauer ist).

Funk für Anspruchsvolle

Balladendichter sind seit Börries von Münchhausen nicht wieder aufgetreten. Offenbar gilt die Ballade als altmodischer Rest der Romantik, höchstens noch für die Parodie geeignet (wie bei Brecht).

Funk für Anspruchsvolle

Der Hörer hat ein Anrecht darauf, zu erfahren, was es an Bemerkenswertem in den Künsten gibt, „Interessiert es ihn nicht, so kann er ja abschalten“, sagte Paul Hindemith vor ein paar Tagen während der Pause seines großen Kölner Konzerts.

Funk für Anspruchsvolle: Die Kunst der Illusion

Jean Anouilhs Jeanne – d’Arc – Komödie „Die Lerche“, ein starkes Theaterstück, ist scheinbar funkisch gebaut: in den Prozeß gegen die Jungfrau werden die Stationen ihres Aufstiegs und Untergangs durch „Rückblendung“ eingefügt.

Funk für Anspruchsvolle: Zauber ferngesehen

Dem deutschen Fernsehfunk ist die erste große Eroberung geglückt. Er hatte Walter Braunfels, dem phantasiereichen und in hohem Sinne witzigen Komponisten der Aristophanes-Oper „Die Vögel“, den Auftrag für eine Ballettmusik gegeben.

Funk für Anspruchsvolle

Auf einer Party ging neulich das Gespräch um das Funkprogramm, und ein Funkexperte, der zugegen war, hatte einen schweren Stand im Kreise der anspruchsvollen Hörer, die sich über eine „tägliche Inflation mit banalen Sendungen“ beschwerten.

Funk für Anspruchsvolle

Die Düsseldorfer Ausstellung hat einige neue Programmtypen für den Fernsehfunk zum erstenmal erprobt, die nun wohl ständige Einrichtung werden sollen: Dagmar Spaeth, Deutschlands zweiter Televisionstar neben dem Fernsehkoch Clemens Wilmenrod, interviewt Prominente, die das Publikum auf dem Bildschirm zu sehen wünschte.

Leo Kestenberg: Musik in Israel

Die folgenden Ausführungen bilden den Extrakt eines Gespräches, das unser Mitarbeiter Dr. Ernst Sander mit dem ehemaligen Referenten für Musikerziehung im preußischen Kultusministerium hatte, der sich zur Zeit in Deutschland aufhält.

Funk für Anspruchsvolle

Das Magnetophonband, dies Erzeugnis der Technik, brachte in einem instruktiven Beispiel eine rein „funkische“ Wirkung zustande: Josef Müller-Marein konnte in sein Hörbild „Die unvergessene Stimme“ (UKW Nord, demnächst auf der NWDR-Mittelwelle) das Band einblenden lassen, das vor zehn Jahren Leo Slezaks fröhliche Dankansprache an die Gratulanten zu seinem 70.

Funk für Anspruchsvolle

Je ärmer das deutsche Theater an guten neuen Stücken geworden ist, desto mehr hat der deutsche Funk sein Programm an guten Hörspielen bereichert.

Rundfunkprogramm in Auslese

In Dichtung, Malerei und Musik wird heute soviel von „folkloristischen Einflüssen“ geredet. Der bildungshungrige Zeitgenosse setzt sich also hin, hört faszinierende Tonfolgen von Messiaen oder rätselhaft schöne Verse Ezra Pounds, und dann sagt er sich: „Das also ist indisch.

Rundfunkprogramm in Auslese

Auch mit dem zweiten der „Features“, die der NWDR nun vierzehntäglich sendet, zeigte er eine glückliche Hand. Und der Autor Alfred Prugel bewies, daß er sich auf diese szenische Form versteht.

„Denen, die wir lieben“

Paul Hindemith nahm am Sonntagvormittag in der Musikhalle den Bach-Preis entgegen, der ihm im vorigen Jahre verliehen wurde und, wie Hamburgs Kultursenator Landahl sagte, alle drei Jahre einen deutschen Komponisten ehren, soll, der würdig ist, in Verbindung mit dem Namen des Thomaskantors genannt zu werden.

Notizen

Professor Kurt Stavenhagen ist im Alter von 67 Jahren in Göttingen gestorben. Stavenhagen, der vor allem durch sein Buch „Das Wesen der Nation“, in dem er eine Kritik des nationalen Massenwahns gab, bekannt wurde, war ordentlicher Professor für Philosophie in Riga, Posen und zuletzt in Göttingen.

Eine Bresche für Neue Musik

Der Versuch, ein mehr als hundertjähriges Musikfest für die Gegenwart neu zu beleben, wirft die ganze Problematik auf, mit der die zeitgenössische Musik zu kämpfen hat.

Notizen

Leopold Ludwig, seit 1943 Dirigent an den Berliner Opernbühnen, wurde für mehrere Jahre als Generalmusikdirektor an die Hamburgische Staatsoper verpflichtet.

Die himmlischen Chöre

Den Engel – so berichtet der Evangelist Lukas –, der den Hirten auf dem Felde erschien, um ihnen die himmlische Botschaft zu verkünden, umgab die „Menge der himmlischen Heerscharen“, um Gott zu loben und den Menschen Frieden zu verheißen.

Die große Verpflichtung

Hindemith feierte Bach Die zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen zum Bach-Gedenkjahr in Westdeutschland haben sehr verschiedene Gesichter und sehr unterschiedliches Gewicht.

Erneuerte Tradition

Was Paul Hindemith, Richard Strauß undandere in den zwanziger Jahren der Stadt Donaueschingen mit auf den Weg gaben, nämlich Mittler zu sein zwischen den neuesten Werken lebender Komponisten und der Öffentlichkeit, war auch der Leitgedanke der Musiktage in diesem Jahr.

Notizen

Obwohl zum ersten deutschen Studententag in Köln alle Rektoren deutscher Hochschulen eingeladen waren, nahm nur der Rektor der Erlanger Universität, Professor Dr.

Salzburg oder Musik-Olympia?

Das heutige Stadtbild des alten Salzburg ist das Werk des Fürstbischofs Wolfdietrich von Raitenau. Schloß Mirabell erbaute er für Salome Alt, eine schöne Salzburger Bürgertochter.