: Richard Attenborough

© Terra X – BBC/ZDF

"Terra X": Natur, wie wir sie sehen wollen

Es ist eine Welt, in der Löwen in Wasser und Wüste jagen, wo Faultiere schwimmen, Geckos aus Nebel trinken und Fledermäuse Gift-Skorpione fressen. Inszenierte Extreme.

Das Broadway-Musical „A Chorus Line“ auf Tournee: Zack – Hallo, Girls!

Dreizehn Jahre, weit über viertausend Vorstellungen en suite am Broadway, weltweite Nachinszenierungen der immer gleichen „Original-Choreographie“ (1980 auch im Berliner „Theater des Westens“ in ungefährem Deutsch) – „A Chorus Line“ hält den Rekord als erfolgreichstes Musical in der Geschichte, und Frau Baayork Lee jettet in die Metropolen, um hier wie da die linken und die rechten Beine, Zylinderwürfe und Ensemble-Pirouetten in gleiche Originalschwünge zu versetzen.

IM KINO

„Ganz unten“ von Jörg Gfrörer (mit Günter Wallraff als Ali Stigirlioglu). Mit fremden Augen das eigene Land betrachten: noch schauen, wo jeder längst gewohnt ist wegzusehen; noch schauen, wo jeder längst gewohnt ist nichts zu sehen.

IM KINO

„Höhenfeuer“ von Fredi M. Murer. In den Ebenen wird ein „Höhenfeuer“ als Rauchzeichen wahrgenommen, das über Krieg und Frieden fremder Stämme entscheidet, vorausgesetzt, die Bewohner der Ebene können die symbolische Bedeutung der Farbe des Rauches noch lesen.

IM KINO

„Another Time, Another Place“ von Michael Radford, 1982 gedreht, zwei Jahre, bevor der schottische Regisseur international mit dem Film „1984“ (nach George Orwell) reüssierte.

IM KINO

Jenseits der Mauern“ von Uri Barbash. Mag sein, daß sich das israelische Kinopublikum damit abspeisen ließ: luden und Araber, die gemeinsam in einem israelischen Film auftreten – das gab böses Blut und wurde als bahnbrechendes Novum bejubelt.

IM KINO

AChorus Line“ von Richard Attenborough. Das erfolgreichste Broadway-Musical, das es je gab, handelt vom Broadway, von den Hoffnungen und Enttäuschungen junger, namenloser Tänzer, die sich während eines langen, zermürbenden Tags für eine Show bewerben.

Die Große Seele auf der Leinwand: Gandhi - bloß ein Engländer

In Amerika, England, Indien und in der Bundesrepublik ist der Gandhi-Film angelaufen. Dem toten und auf der Leinwand wieder auferstandenen Gandhi gaben in Washington Ronald Reagan und Frau die Ehre, in London Prinz Charles und Prinzessin Diana, in Neu-Delhi Indira Gandhi und Präsident Zail Singh.

Im Kino

„Gandhi“ von Richard Attenborough. Das Werk dauert – ohne Pause – drei Stunden und acht Minuten. Um es herzustellen, plagte sich ein Heer von Filmtechnikern und Darstellern in 24wöchiger Drehzeit.

Filmtips

„Harlan County USA“ von Barbara Kopple, die drei Jahre lang mit Bergarbeiterfamilien in Brookside, Kentucky lebte und dort ihren ersten – 1977 mit einem Oscar ausgezeichneten – Dokumentarfilm nicht über die, sondern mit den Betroffenen drehte: „die Geschichte des längsten und dramatischsten Bergarbeiterstreiks in den USA.

Filmtips

„Die Brücke von Arnheim“ von Richard Attenborough. Beim diesjährigen Endspiel um den Adolf-Hitler-Memorial-Cup trafen die sympathischen anglo-amerikanischen Herausforderer im holländischen Arnheim auf ein stark ersatzgeschwächtes deutsches Team.

Filmtips

„Brannigan – Ein Mann ans Stahl“ von Douglas Hickox. Unverdrossen dreht der 68jährige John Wayne einen Film nach dem anderen, aber man merkt doch, wie sehr ihm Regisseure von der Qualität der Ford, Hawks und Hathaway inzwischen fehlen.

Filmtips

„Angel“ von Ernst Lubitsch. Nach des Meisters Beerdigung gingen Billy Wilder und William Wyler gemeinsam zu ihren Wagen. „Kein Lubitsch mehr“, meinte Wilder traurig.

Filmtips

„Harlis“ von Robert Van Ackeren. „Der letzte Tango in Paris“ von Bernardo Bertolucci (siehe ZEITmagazin Seite 6). „Der große Diktator“ von Charles Chaplin.

Filmtips

„Harlis“ von Robert Van Ackeren. „Der große Diktator“ von Charles Chaplin. „T-WOMEN“ von Werner Nekes (siehe Seite 20). „Die Dreigroschenoper“ von Georg Wilhelm Pabst.