: Robert Schuman

E U R O : Einer für alle

Der Euro vergrößert den Wohlstand und das weltpolitische Gewicht: Die Idee der Einheitswährung - und was aus ihr wurde. In zwei oder drei Jahrzehnten wird es neben US-Dollar, Euro und chinesischem Renminbi keine weitere Weltwährung und damit keine große Reservewährung geben

Europa, Amerika und der Balkan

Es ist gut und nötig, Europa einmal von Südosten her zu sehen, besonders jetzt, da Frankreichs Außenminister Robert Schuman von seinem Kabinett die Genehmigung erhalten hat, in Straßburg im Europa-Rat auf eine baldige Föderation der europäischen Länder zu drängen und zu beantragen, daß ein gesamteuropäisches Parlament sobald wie möglich zusammentreten soll.

Briands Nachfolger

Der 62jährige Robert Schuman wächst immer mehr in die Rolle eines Europäers hinein. Aber im Gegensatz zu seinem Vorgänger nach dem ersten Weltkrieg, dem brillanten Redner Aristide Briand, packt er die Probleme sachlich und nüchtern an, verzichtet er in seinem Trockenen, unpathetischen Stil auf rhetorische Erfolge.

Robert Schuman

Tode historische Betrachtung der deutsch-französischen Beziehungen – deren freundschaftliche Gestaltung immer wieder als Voraussetzung für den Wiederaufbau Europas bezeichnet wird verweilt gewöhnlich besonders eingehend und sorgenvoll im Raum der deutsch-französischen Sprachgrenze.

New Deal für Deutschland

Durch das Interview, das Bundeskanzler Dr. Adenauer der „Zeit“ gegeben habe, so sagte in der ersten außenpolitischen Debatte des Bundestages der sozialdemokratische Abgeordnete und stellvertretende Fraktionsführer Carlo Schmid, sei einiges an den Ausgangsbasen deutscher Außenpolitik zertrümmert worden.

Der Gegenspieler des Generals

Je länger der französische Wahlkampf dauert, um so deutlicher treten politische Tendenzen zutage, die man bisher nur noch der Vierten, kaum mehr der Fünften Republik zurechnete.

Vor dreißig Jahren: Abgesang auf eine Idee

Paul Reynaud: „Zum ersten Mal, seitdem es ein Parlament in Frankreich gibt, ist ein Vertrag zurückgewiesen worden, ohne daß weder die Urheber dieses Vertrages noch der Signatar das Wort gehabt hätten, ihn zu verteidigen.

Ein Botschafter Frankreichs

In wenigen Tagen verläßt ein Botschafter Bonn, der unser Volk, seine Literatur und seine Geschichte kennt wie kaum ein fremder Diplomat vor ihm (mit Ausnahme vielleicht seines Landsmannes François-Poncet).

Im Schatten von de Gaulle

Die Streiks haben keinen politischen Hintergrund, sondern sind nur Ausdruck der Unzufriedenheit der unterbezahlten französischen Arbeiter; sie gehören der Vergangenheit an, sobald die Reallöhne erhöht werden und die Arbeiter Anteil an der Planung der Wirtschaft erhalten.

Die Saar-Bombe

Im Augenblick sind die Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland getrübt. Es wäre töricht, wenn man diesen Tatbestand verschleiern wollte.

Geht Frankreich eigene Wege?

Die außenpolitischen Experten der westlichen Welt schwirren aufgeregt durcheinander wie die Ameisen eines Haufens, in dem ein Spazierstock stochert.

WOCHENÜBERSICHT

In London begann die Konferenz der vier Außenminister über den Friedensvertrag mit Deutschland und Österreich. Die Stellvertreter der Außenminister konnten auf den vorhergehenden Sitzungen keine Einigung erzielen.

DIE WOCHE

In Röhndorf, dem Wohnsitz Dr. Adenauers, fanden Besprechungen führender Persönlichkeiten der CDU und der CSU über die Regierungsbildung statt.

ZEITSPIEGEL

An der kommunistischen Gipfelkonferenz am vergangenen Wochenende in Yalta nahmen nach Meldungen aus Budapest folgende Kommunistenführer teil: Gomulka und Cyrankiewicz für Polen, Novotny für die Tschechoslowakei, Ulbricht für die Sowjetzone, Kadar für Ungarn und ein nicht näher bezeichneter Rumäne.

ZEITSPIEGEL

Das von Außenminister Robert Schuman der Nationalversammlung vorgelegte Reformprogramm für Tunis wurde von der Sammlungsbewegung des Generals de Gaulle (R.