: Robert Schumann

Geheimere Welten

Claudio Abbado tritt sanft auf, setzt sich aber präzise durch. Die Berliner Philharmoniker leitet er seit 1989. Nie war er sich so einig mitdem Orchester wie jetzt. Abbados Berliner Ära steht musikalisch im Zenit

Ihre Stimme, seine Heimat

Lotte Lenya und Kurt Weill, Chanteuse und Komponist, und ihre große, schöpferische Liebe

Ein Feind aus alten Tagen

Nikolaus Harnoncourt wagt sich beim Styriarte-Festival in Graz zum ersten Mal an Wagner

Göttliche Eingebung

Wie wird man zum Genie? Psychologen versuchen vergebens, das Rätsel der Kreativität zu lösen

Sprung über die Sparten

Jedes Musikschulkind lernt: Ein Punkt verlängert die Note um die Hälfte ihres Wertes. Für den Punkt hinter dem Logo der neuesten deutschen Musikmesse wäre das natürlich zuwenig, wegen einer Gewinnspanne von schlapp fünfzig Prozent würde sich der ganze Rummel nicht lohnen.

Normal ist nur die Norm

Am 11. Januar des Jahres 1856 bittet er „eindringlich um etwas Notenpapier, wolle nur etwas Kleines machen; schläft heute. Aß gut.

Fragmente eines Gesprächs

... Selbst den guten Musikern dort haftet für mich stets etwas Provinzielles an. Ihre Begabungen bestreite ich nicht. Aber mich interessiert beispielsweise viel mehr die Musik von Anton Bruckner als von Mussorgskij oder Borodin.

Ein vollkommenes Wesen

Dietrich Fischer-Dieskau beschreibt das Leben der Sängerin Pauline Viardot-Garcia

Neu auf dem Zeitschriftenmarkt: Vita: Die Weltbeweger

War Mozart am Ende seines Lebens ein „unabhängiger und hochgeachteter Künstler“, oder war sein Ruf „bescheiden“? Hat Karl Böhm „schlamperte Mozart-Einspielungen“ hinterlassen, oder ist er ein „Mozart-Spezialist“? Warum war Beethoven „Musiker und Komponist“, Robert Schumann aber nur „Komponist“, Muzio Clementi dagegen „Komponist und Pianovirtuose“? Vita die neue Zeitschrift von Merian, stellt diese Fragen.

Bonner Bühne: Ganz bescheiden protzen

Die evangelische Kirche wäre zwar bereit, ökumenische Gottesdienste am Vorabend des 3. Oktober abzuhalten. Aber die Kirchenglocken läuten zu lassen, wie sich der Kanzleramtsminister Seiters das wünscht, das geht ihr denn doch zu weit.