: Robert Schumann

Die neue Schallplatte

Robert Schumann: „Werke für Oboe und Klavier“. Das Cover-Gemälde, Waldmüllers „Blick auf Arco“, täuscht: weder alpenländische Bauern- oder Winzeridyllen noch dolomitische Mächtigkeit werden hier musikalisch ausgedrückt.

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The Band: „Anthology“. Über den Sinn solcher Zusammenstellungen von Glanzlichtern aus der musikalischen Entwicklung einer Gruppe wird man immer endlos streiten können.

Ein Schock fürs Auge

Technokraten und prestigebewußte Ratsherren haben den Bonnern ein monströses Stadthaus beschert

Die neue Schallplatte

zeigen einen ungebrochenen Virtuosen des so subtilen wie präzisen Klanges, einen so markanten wie sensiblen Zeichner von Linien und Formen, der immer noch mit äußerster Akkuratesse und Empfindlichkeit ans Werk geht.

Ein amerikanischer Jazz-Pianist in Europa: Tanz am Klavier

Allem Anschein nach gibt es entweder nur Leute, die noch niemals von ihm gehört haben – oder Leute, die bei der bloßen Nennung des Namens Keith Jarrett außer sich geraten und sogleich schwärmerische Bekenntnisse ablegen.

Schallplatten

Felix Mendelssohn-Bartholdy: „Klaviertrio op. 49“ Robert Schumann: „Klaviertrio op. 63“. Ein legendäres Trio: Jacques Thibaud, der erste Sensibilist unter den Geigern, Pablo Casals, der vielleicht umfassendste Cellist unseres Jahrhunderts, und Alfred Cortot, der Poet unter den Pianisten.

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Robert Schumann: „Sinfonien Nr. 1 und 4.“ Hier hat das sooft und so oft überflüssigerweise angewandte Prinzip, aus einer Gesamtausgabe aller Sinfonien eine Einzelplatte auszukoppeln, sich als sinnvoll erwiesen: Die beiden besten Aufnahmen der vom VEB Deutsche Schallplatten übernommenen Schumann-Kassette mit Wolfgang Sawallisch sind jetzt getrennt zu haben.

Schallplatte

Robert Schumann: „Klavierwerke“. Am 25. November wird der Pianist Wilhelm Kempff 80 Jahre alt. Seine Plattengesellschaft, für die er 1920 die erste Aufnahme spielte, hat zum Geburtstag mehrere bisher nur einzeln verfügbare Schumann-Platten zu einer Kassette zusammengefaßt und noch einiges Neueingespielte hinzugefügt – was allerdings leider keinen Vergleich verschiedener stilistischer Zeitalter ermöglicht (der vermutlich zu äußerst interessanten Ergebnissen führte).

Musik wird wieder schön

Nun hat auch die Neue Musik ihren Frieden mit der Welt gemacht. In Donaueschingen, wo seit 1921 bei den Musiktagen das Barometer der renommierten zeitgenössischen Musik hängt und eigentlich immer auf „Sturm“ zeigte (das andere Meßgerät, das in Darmstadt die Zustände bei der mehr experimentellen Avantgarde registrierte, ist vor Jahren schon bei einer allzu heftigen Turbulenz wegen Altersschwäche zusammengebrochen), in Donaueschingen also legten die Komponisten dieses Jahr ein Programm vor, das mehr als nur Kompromißbereitschaft gegenüber den Wünschen des breiteren Publikums bedeutet.

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Robert Schumann: „Klavierkonzert a-moll“. Arturo Benedetti Michelangeli war 22 Jahre alt, als er, 1942, für die vorliegende Platte Schumanns Konzert spielte, und wer heute das Beethoven- oder Chopin-Spiel des eigenwilligen Italieners schätzt, muß sich für die alte Schumann-Aufnahme begeistern: für die Ruhe, die hier herrscht, für die Sublimität, mit der Nuancen, kleine Hervorhebungen, fast unmerkliche Tempoveränderungen, Abstufungen des Anschlags, der Stakkati und Portati herausgearbeitet sind, für die Präzision in den Verzierungen – und besonders für die abrupten Wechsel der Stimmungen.

J.M-M: Zurück zur Terz

Ist es der Zug der Zeit? In Frankreich wird neuerdings die Nationalhymne, die Marseillaise, nicht mehr so wild und schnell und grell, sondern ganz anders gespielt.

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Lieder von Schubert – gewiß; aber Quartette? Wie viele gibt es, sind es Originale oder Bearbeitungen? Wozu sind sie komponiert, in welchem Rahmen entstanden und aufgeführt? Dummerweise zeigt die Plattenhülle hier, wo sie tatsächlich einmal Informationen vermitteln könnte, nur die fünf Konterfeis der Interpreten.

Die neue Schallplatte

Wenn Artur Schnabels Bericht wörtlich zu nehmen ist, dann war im Wien der Jahrhundertwende selbst unter Musikern unbekannt: daß Mozart Klavierkonzerte, daß Beethoven eine Hammerklaviersonate und Diabelli-Variationen, daß Bach Goldberg-Variationen, daß Schubert Klaviersonaten geschrieben hat.

Meyerbeer und Schumann: tanzend

Kann gerade das Ballett verdüsterte Kapitel der Musikgeschichte klären, verschüttete Komponisten-Biographien aufdecken helfen? John Neumeiers erste große Uraufführung an der Hamburgischen Staatsoper, sein choreographisches Doppelporträt „Meyerbeer-Schumann“ erhebt diesen Anspruch.

Was will Frankreich?: Ein Rückfall in den Gaullismus

Nun bin ich endlich allein – und schon frage ich mich: mit wem?“ Ein Pariser Kommentator bezog dieses etwas frivole Zitat aus einer Komödie Sacha Guitrys auf den Abgang seines Außenministers von der Energiekonferenz in Washington.

Schallplatte

Mit zweiundzwanzig Klavier-Stücken, keines länger als vier Seiten, entstanden zwischen 1720 und 1965, bietet Alfons Kontarsky einmal eine neue „Klavierschule“, eine Sammlung solcher Stücke, die zu üben nützlich ist, ohne daß einem dabei die Lust am Klavierspiel vergeht; dazu eine akustische Ausführungsanweisung und Kontrollmöglichkeit; schließlich sind Platte und Notenbuch auch noch so etwas wie ein Kompendium von Kontarskys Klavierstil.

Brahms-Wochen in Hamburg: Nicht aus dem Herzen

Als er, am 30. September 1853, sich in Düsseldorf bei Robert Schumann als Pianist vorstellte, zwanzig Jahre alt, sprach dieser anschließend von einem „Berufenen“, von einem, „der da kommen mußte“.

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Im Gegensatz zu Bartók und Strawinsky hat Paul Hindemith sich in der Wertschätzung von Publikum, Interpreten und Komponisten nicht halten können.

Heinrich Heine in der Diskussion: Schallplatten

Heinrich Heine auf der Schallplatte – das im bundesdeutschen Handel erhältliche Repertoire umfaßt im Jubiläumsjahr zehn Sprechplatten mit Gedichten und Prosa sowie rund 60 Musikplatten mit 64 Liedern auf Texte von Heinrich Heine.

Das Europa der Fakten

Seit gut einem Jahr ist gemäß den Beschlüssen der Haager Gipfelkonferenz von 1969 und auf der Grundlage des anschließenden „Luxemburger Berichts“ von 1970 zwischen den sechs und seit kurzem zwischen den zehn Partnern der Europäischen Gemeinschaften erstmalig eine politische Zusammenarbeit zustandegekommen, die in diesem Rahmen diesen Namen wirklich verdient.

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dem Gewitter als Höhepunkt; das bedeutet weiter starres Formschema mit der unbedingten Notwendigkeit der „Divertissements“, der musikalischen Kurzweil durch Tanz- und Gesangs-Einlagen – Oper als Unterhaltung.