: Robert van Ackeren

Kino: van Ackerens „Wahre Geschichte“: Robert – der Liebesfilm

Wußten Sie, daß Trennungsschmerz und Liebeskummer von der Kasse nicht als Krankheit anerkannt werden? Wußten Sie auch, daß Männer Frauen für schwanzlose Ungeheuer halten und daß Frauen ohne Slip Männern immer überlegen sind? Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, daß es für Frauen über Dreißig in New York wahrscheinlicher ist, von einem Terroristen erschossen zu werden, als einen Mann zu finden? Falls Ihnen das alles neu ist, müssen Sie unbedingt eine Therapie bei Karla machen.

Filme

Dem Philosophen Hegel galt Afrika als „geschichtsloser Kontinent“, weil die Kultur der afrikanischen Völker erst spät sichtbar, noch später: lesbar wurde in den Entdeckungen der plastischen Kunst und der Literatur.

Filme

Kaum war die fünfstündige „Faust“-Aufführung an den Münchner Kammerspielen herum, da wußte man auch schon, daß sie um einiges zu lang war.

Zeitmosaik

Neulich saß der Edelporno-Produzent Thomas Ganske an seinem Schreibtisch und streichelte liebevoll die abwischbaren Seiten der neuen Tempo-Nummer.

Filme

Ein kanadischer Herumtreiber, der voller Lust Frauen killt – im Wald. Und ein deutsches Kindermädchen in Paris, das voller Lust das eigene Leben aufs Spiel setzt – hoch oben zwischen Hochhäusern, auf einer schmalen Bohle balancierend.

Filme

Ein Film mit Tiefgang, fast 20 000 Zentimeter unter dem Meer. Von einer die Weltmeere umspannenden Freundschaft zweier Taucher erzählt „The Big Blue“, von ozeanischen Gefühlen also.

Filme

Wie lerne ich besser schreiben? Larry bemüht sich wirklich redlich, seinem Kurs die Feinheiten der Dichtkunst beizubringen. Seine Anregung jedoch, sich soweit wie möglich an die Wirklichkeit zu halten, nimmt die Klasse allzu wörtlich.

Filme

Dieser Film hat den Blues von B.B. King, aber auch den chaotischen Charme der (wohl fiktiven) Free Jazzer des Krakauer Jazz-Ensembles.

Zeitmosaik

Niemand mißtraut den Deutschen mehr als die Deutschen selber. Man kann buchstäblich nicht eine Woche in der Bundesrepublik verbringen, ohne auf einen Artikel zu stoßen, der die Frage stellt „Ist unsere Demokratie wirklich stabil?“ oder „Gibt es ein deutsches Problem?“ oder „Ist Bonn Weimar?“.

Im Kino

„Le Bal“ von Ettore Scola. Zuerst ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Die Kamera macht den Zuschauer zum Voyeur, wie durch einen durchsichtigen Spiegel präsentiert sie die Gäste, die langsam den Ballsaal füllen, die Frauen schminken die längst gefärbten Lippen, die Männer zupfen an der Krawatte, glatten ein letztes Mal die Haare.

Im Kino

„Betrayal – Betrag“ von David Jones. Theater im Film: das ist allzu oft abgefilmtes Theater. Die Kamera beobachtet, sie gestaltet nicht.

Im Kino

„Die flambierte Frau“ von Robert Van Ackeren. „Zelig“ von Woody Allen. „Eating Raoul“ von Paul Bartel. „Das Geld“ von Robert Bresson.

Im Kino

„Senso“ von Luchino Visconti, der erste seiner historischen Ausstattungsfilme (nach dreißig Jahren endlich auch hierzulande in der ungekürzten Originalfassung zu sehen), ist ein Meisterwerk des Genres.

Im Kino

„Das Schloß im Spinnwebwald“ von Akira Kurosawa. – Nebel, Wind, Regen, ein Schloß, ein Wald, Fürsten und Krieger, ein Mann und eine Frau, Schwarz und Weiß.

Im Kino

„Sunrise“ von Friedrich Wilhelm Murnau: eines der definitiven Meisterwerke des deutschen Stummfilms, 1927 in Hollywood gedreht, Deutsch sind Vorlage (Hermann Sudermann) und Konzeption (Carl Mayer/F.

Flambiertes Eis

Die Sieger von 1983 sind Frauen. Die Sieger von niemals, die Männer, sind lächerlich geworden. Sie verzehren sich im Liebeswahnsinn.

Im Kino

„Furyo – Man Christmas, Mr. Lawrence“ von Nagisa Oshima. – Bislang haben wir den Regisseur der Filme „Im Reich der Sinne“ und „Im Reich der Leidenschaft“ für einen großen Regisseur gehalten.

Im Kino

„Die schöne Gefangene“ von Alain Robbe-Grillet. – Wieder hat Robbe-Grillet eine erlesene, durch und durch magrittoide Kunstwelt inszeniert.

Im Kino

„Die schöne Gefangene“ von Alain Robbe-Grillet. – Wieder hat Robbe-Grillet eine erlesene, durch und durch magrittoide Kunstwelt inszeniert.

Im Kino

„Die Erben“ von Walter Bannert. Der Kampfbund „Jugendschutz“ genießt das Manöver auf dem idyllischen, baumbeschatteten Erbhof, von einem Freund der Bewegung zur Verfügung gestellt.

Im Kino

„Karambolage“ von Kitty Kino. Karambolage kann zweierlei bedeuten: Zusammenstoß und, beim Billard, das Berühren von Kugeln. In ihrem neuesten Spielfilm meint Kitty Kino, österreichische Film- und Fernsehregisseurin und Absolventin der Wiener Filmakademie, beides.

Im Kino

„Der Außenseiter“ von Jacques Deray, der seine Geschichten stets routiniert erzählt. Autorenfilme interessieren ihn nicht; er bevorzugt das Triviale, das Gängige, die Unterhaltung.

Im Kino

„Die Stille um Christine M.“ von Marleen Gorris. Der Besitzer einer modisch-chromglänzenden Boutique als Exponent der ausbeutenden Klasse „Mann“? Die Ehe als Unterdrückungsverhältnis, das Mordlust schürt? Die arbeitende Frau als wohlfeiles Mädchen für alles, gelobt, doch nicht anerkannt? Drei Frauen, die einander nie zuvor gesehen haben, töten einen Mann, den sie nicht kannten.