: Rudi Arndt

Worte der Woche

„Für uns als Arbeitnehmer, Gewerkschafter und teilweise SPD-Mitglieder ist es niederschmetternd, aus dem Munde des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden zu hören, die Arbeitszeit solle auf Samstag und Sonntag ausgedehnt werden, um die Produktionskosten zu senken.

Verwirrung

Noch immer ist die hessische SPD dabei, sich nach dem Machtverlust zu sammeln und zu orientieren. Die Selbstfindung geht einher mit der Suche nach den Schuldigen für das Desaster, bislang vorwiegend hinter verschlossenen Türen, jetzt erstmals auf dem freien Markt.

Architektur in Frankfurt am Main: Kultur im Vorübergehen

Mit jedem Schritt sieht man, daß nicht mehr ist, was einmal war: Krieg, Sprengbomben, Feuer, Trümmer – in ein paar Stunden war das enge Altstadtviertel, wo Frankfurt am Main zu existieren begann und seinen mittelalterlichen Glanz entfaltete, verschwunden.

Zeitspiegel

Erstmals veröffentlichte die Pekinger Parteizeitung Renmin Ribao statistische Angaben zu einem schrecklichen „Brauch“ in der chinesischen Provinz: Kindermord.

Hotelbuchung per Computer: Versuch gescheitert

Fünfzehn pannenreiche Monate erprobten Frankfurts Hoteliers, die Beamten des Bundesministeriums für Forschung und Technologie und Frankfurts kommunaler Verkehrsverein ein neuartiges System, per Buchungscomputer freie Hotelzimmer zu vergeben.

Arkaden auf dem Römerberg

Nun hat Rudi Arndt, wie merkwürdig, doch noch Genugtuung erfahren. Nachdem er vor fünf Jahren für seinen populären Vorschlag geprügelt worden war, den Römerberg genannten Platz vor dem alten Frankfurter Rathaus mit einer vage nachgebildeten Zeile von sechs, sieben Fachwerkhäusern wieder abzuschließen, kann er sich nun an die Brust schlagen: Sie wird gebaut werden.

Hessen: Umweltminister zurückgetreten

Der hessische Umweltminister Willi Görlach (SPD) ist zurückgetreten, nachdem bekanntgeworden war, daß die Staatsanwaltschaft gegen zwei leitende Beamte seines Ministeriums wegen der Weitergabe vertraulicher Unterlagen an die Farbwerke Hoechst ermittelt.

CDU-Oberbürgermeister Wallmann sitzt fest im Sattel: In Frankfurt ist die SPD ins Hintertreffen geraten

Die Frankfurter Sozialdemokraten, die seit 1945 unangefochten die Stadt regiert hatten, waren fest davon überzeugt, daß es sich nicht um eine Zeitenwende, sondern um einen ärgerlichen Betriebsunfall handelte, als sie bei den Kommunalwahlen im Sommer 1977 ihre Mehrheit im Rathaus an die Christdemokraten verloren und der Spitzenkandidat der CDU, Walter Wallmann, zum Oberbürgermeister gewählt wurde.

Frankfurt: Römerberg-Wettbewerb: Neuer Versuch

Was hat die Frankfurter Stadtplanung mit dem Eiskunstlauf gemein? Nur die Prozedur: der Magistrat erlaubt zu einer Pflicht-Übung, auf der er hartnäckig besteht, einen Kürlauf und hat dazu internationale Spitzenläufer wie den amerikanischen Architekten Charles Moore, den Engländer James Stirling und den Holländer Aldo van Eyck eingeladen Es geht um den historischen Platz, der sich zwischen dem Rathaus, dem „Römer“, und dem Dom erstreckt und seit Jahren ein erbärmliche; Höckerfeld darstellt.

Heimat, Heimat, über alles

Rudi Arndt wurde fast poetisch: „Kassel – das ist beinahe der Mittelpunkt der SPD.“ Für den vergangenen Sonntag traf es (fast) zu: (Fast) alles, was in der SPD Rang und Namen hat, war in die nordhessische Stadt geeilt, um etwas aus der Taufe zu heben, das in der Abkürzung so häßlich klingt wie mit vollem Namen: „Bundes-SGK“ oder „Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in der Bundesrepublik Deutschland e.

Lüge mit der Geschichte

Drei Jahre lang war Gras darüber gewachsen; nun kamen Schafe daher und fraßen es ab und die Wurzeln dazu, damit nicht wieder etwas drüber wachse: Rudi Arndts Schnapsidee, mit der er sich als Oberbürgermeister damals hatte lieb Kind machen wollen, ist nun von seinen siegreichen politischen.

Glaubenskrieg um „Kita“

Oberbürgermeister für alle, nicht nur für seine Parteigänger, möchte Walter Wallmann (CDU) sein. Als er den Sozialdemokraten Rudi Arndt im Sommer vorigen Jahres im Frankfurter Reform-Rathaus ablöste, weigerte er sich gegen den Druck aus den eigenen Reihen, die ungeliebten kultur- und bildungspolitischen Einrichtungen, die „roten Festen“, zu schleifen.

Stadt Lahn: Der Klotz soll weg

Die in der Neujahrsnacht 1976/77 aus der Taufe gehobene neue Hessen-Großstadt „Lahn“ wird nun doch ein Silvesterscherz bleiben.

Die SPD an der Trennlinie

Die SPD hat in ihrer Geschichte nicht selten Zuflucht in symbolisch gedachten Ausschlußverfahren gesucht. Sie mögen zuweilen nötig sein, erträglich aber sind sie nur, wenn zugleich auch der Versuch zur politischen Auseinandersetzung gemacht wird.

Worte der Woche

„Wer Lehre und Lernen durch Terror unmöglich macht, fliegt von der Universität. Wer sich an der Hochschule ein bequemes Leben oder wer die Revolution macht, anstatt zu studieren, kriegt keinen Pfennig von uns.

Frankfurt am Main: Aus 7 mach 11

Nur zwei Monate nach ihrem eindrucksvollen Erfolg bei den hessischen Kommunal-– wahlen, am 20. März, stehen die Frankfurter Christdemokraten vor dem Dilemma, ihre Regierung mit dem Bruch eines ihrer Wahlversprechen beginnen zu müssen.

Worte der Woche

„Wir unterhalten, wie Sie wissen, amerikanische, französische, britische und deutsche, westdeutsche, Patrouillen in Ostdeutschland und gemäß dem Abkommen haben die Ostdeutschen in gleicher Weise Zugang zu Westdeutschland.

Die Krise der SPD im Bund

Die SPD ringt um Fassung. Die Regierung und Kanzler Schmidt geraten unter wachsenden Druck. Wie ein sozialdemokratischer „Red" Adaire probiert SPD Geschäftsführer Bahr in den verschiedenen Konfliktzonen, die Techniken der Katastrophenbekämpfung aus.