Saudi-Arabien und Iran: Eskalation im Nahen Osten

  • Anfang Januar werden in Saudi-Arabien 47 Menschen an einem Tag hingerichtet. Sie waren verurteilt wegen Terror- und Gewaltdelikten, die meisten wegen ihrer Beteiligung an Anschlägen von Al-Kaida zwischen 2003 und 2006.
  • Unter den Hingerichteten ist auch der prominente schiitische Geistliche Nimr Baker al-Nimr. Er war ein entschiedener Gegner des sunnitischen Königshauses in Riad, während der Unruhen des Arabischen Frühlings 2011 hatte er zu den Anführern schiitischer Proteste im Osten Saudi-Arabiens gehört.
  • In schiitisch geprägten Ländern, allen voran Iran, sind die Reaktionen auf die Hinrichtung von Entsetzen und Hass geprägt. In Teheran stürmen wütende Demonstranten die saudische Botschaft, Wortführer drohen mit Vergeltung. Saudi-Arabien bricht daraufhin die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab, weitere befreundete Staaten folgen und ziehen ihre Botschafter ab.
  • Mit der jüngsten Eskalation erreicht der Konflikt zwischen den beiden Erzrivalen Iran und Saudi-Arabien einen neuen Höhepunkt.
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Saudi-Arabien: Gefährliche Prinzen

Saudi-Arabien bekämpft seine Gegner brutal, innen wie außen. Die Macht des Königshauses stützen religiöse Hardliner, die ihren ideologischen Islam global exportieren.

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Jemen: Nach Hause kommen in den Krieg

Seit eineinhalb Jahren tobt der Bürgerkrieg im Jemen. So lange war der jemenitische Autor Ahmed Hezam Al-Yemeni im Ausland. Nun ist er in seine Heimat zurückgekehrt.

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Islamophobie: Beton als Argument

In Parchim wird eine gemäßigte Moschee zugemauert, in Bonn wird die radikale König-Fahd-Akademie geschlossen. Deutschland zwischen Islamophobie und Islamismus

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Saudi-Arabien: Rote Zahlen in Riad

Die Saudis schließen ihre Schulen in Deutschland, weil sie sparen müssen. Das Königreich reagiert aber auch auf westliche Kritik an der wahhabitischen Missionierung.