: Strahlenschutz

Atomtransporte: Pannen beim Versand

Peinlicher hätte es kaum kommen können. Obwohl gegen die Firma bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Atomgesetz lief, brüstete sich Klaus Petry, Chef der bundesbahneigenen Nuclear Cargo + Service GmbH (NCS) in Frankfurt: Solange Transportbedarf für radioaktive Stoffe bestehe, könne dieser „sinnvollerweise nur von einem absolut zuverlässigen Unternehmen unter Beachtung aller gesetzlichen Vorschriften im Interesse der öffentlichen Sicherheit erfüllt werden“.

Strahlenschutz: Gespalten

Die Schonfrist läuft Ende Oktober in Europa ab. Einige EG-Kommissare sind wild entschlossen, die bisher geltenden Grenzwerte für radioaktiv verseuchte Lebensmittel drastisch heraufzusetzen.

Gunhild Lütge:: Das Klima ist längst verseucht

Wenn alles so kommt, wie es Europas Kommissare in Brüssel wollen, dann wird den deutschen Umweltminister beim nächsten nuklearen Unfall die tonnenschwere Last nicht mehr drücken: Die in Waggons immer noch zwischengelagerte radioaktive Molke könnte ohne Probleme verarbeitet werden, zum Beispiel in Schokolade, statt als Abfall – ähnlich wie atomarer Müll – entsorgt oder entseucht werden zu müssen.

Wenn nur noch Zahlen und Figuren

Eines der Hauptprobleme des Strahlenschutzes ist die korrekte Berechnung der Strahlendosis von Radioaktivitätskonzentrationen in Atemluft und Nahrung.

Weiter wie bisher

Nach dem schweren Kernkraftwerksunfall in der Sowjetunion ist die Frage zu hören, ob die Nutzung der Kernenergie wirklich notwendig ist, wenn sie mit so großen Risiken verbunden ist.

Zeitlese

Der schönste, technische Fortschritt wird mit der Zeit langweilig, wenn er uns nicht gelegentlich mit so praktischen spin offs wie der Teflonpfanne versorgt.

Roger Baron: Die Nase muß stimmen

Zum Beispiel Mona Lisa, ein anerkannt klassischer Fall: Ihr Ehemann wünschte sich ein Bildnis von ihr. So setzte sich Lisa folgsam ins Atelier von Leonardo da Vinci und lächelte.

Kernkraft: Die eine Seite des Grabens

In sechs Monaten 90 000 Exemplare Auflage für ein Buch von knapp 1300 Seiten, das von seinen Lesern Absatz für Absatz ungeteilte Aufmerksamkeit verlangt – so etwas würde man normalerweise einen erstaunlichen Bestseller nennen; dabei liegt er nicht einmal in den Schaufenstern der Buchhandlungen aus, sondern muß in der Regel beim Verlag bestellt werden.

Atomstreit: Glaubenskrieg um Gorleben

Wyhl ist längst allen Bundesbürgern ein Begriff geworden. Im Lande der liberalen Tradition (und freien Wählervereinigungen) formierte sich zum ersten Mal Widerstand gegen ein Atomkraftwerk, der das St.

Schutz vor unnötigen Schüssen

Strahlenschutz war noch weitgehend unbekannt, als gegen Ende des vorigen Jahrhunderts die ersten primitiven Röntgenapparate in den Ordinationen einiger Ärzte aufgestellt wurden.

Wolfgang Ebert: Die Carterbombe

„Das ist es ja gerade – sie macht überhaupt keinen Unterschied zwischen Freund und Feind, ja manchmal platzt die Bombe sogar mitten in Washington.

Blick nach vorn im Zorn

Wo immer sich Kernkraftgegner zum Protest zusammenfinden, ergreift Robert Jungk das Wort, um uns vor der Tyrannis zu warnen, die uns als Folge einer nuklearen Energieversorgung unweigerlich ins Haus stehe.

Kernfrage Kernenergie

Eine schwere Explosion in der indischen Schwerwasser-Anlage Baroda/Unionsstaat Gujarat hat einen Millionenschaden angerichtet.

Bonner Kulisse

Ganz allmählich, so scheint es, erwächst der Bundesregierung eine parlamentarische Basis zur Verwirklichung ihres ohnedies arg geschrumpften Programms für den Bau von Kernkraftwerken.

Technologie-Krise: Durch Schaden arm, nicht klug?

Recht haben und recht bekommen sind in der Justiz und in der Politik stets zwei Dinge. Es braucht in beiden Fällen Anwälte, Fürsprecher oder auch Verteidiger, von deren Überzeugungskraft und Hartnäckigkeit es abhängt, ob das Richtige auch Recht wird.

Gespannt

Das Thema „Atomstrom“ lädt sich weiter mit Spannung auf. Nach einer Übereinkunft, die vorige Woche zwischen dem Kanzler und den meisten Länderchefs getroffen worden ist, kann mit dem Bau neuer Kernkraftwerke schon begonnen werden, wenn die Kommissionen für Reaktorsicherheit und Strahlenschutz gegen eine Anlage zur Wiederaufbereitung und Entsorgung keine grundsätzlichen Bedenken vorbringen.

Nur noch zehn Jahre...

Seitdem im vorigen Jahr zwei Professoren der Harvard-Universität errechnet hatten, daß wir mit den praktischen und darum so vielseitig angewandten Sprays eine Zeitbombe gelegt haben, findet kaum mehr ein chemischer Fachkongreß statt, auf dem nicht diese These behandelt wird.

Der Preis unserer Unvernunft

Die demokratische Kontrolle über die in Sachen Atomkraftwerke entscheidende Exekutive müsse „das Privileg und die Pflicht der Parlamente bleiben“, hatte der Geschäftsführer des Deutschen Atomforums, Thomas.

Strahlenschutz: Schock für Röntgenärzte

Am 1. September 1973 tritt die sogenannte Röntgenverordnung in Kraft, mit der 12 000 bis 18 000 bundesdeutschen Teil- und Vollröntgenologen einschneidende Auflagen für die Benutzung von Röntgeneinrichtungen gemacht werden.

Forschungspolitik: 1,5 Milliarden jährlich – wofür?

Der „Förderungskatalog 1971“, den Wissenschaftsminister von Dohnanyi in der vorigen Woche vorgelegt hat, gibt in zwei umfangreichen Bänden zum erstenmal detailliert über die vom Wissenschaftsministerium geförderten Forschungsprojekte und Forschungsinstitutionen im Jahr 1971 Aufschluß.