: Terry Gilliam

Sergej Eisenstein: Die Macht, wie er sie sah

Iwan der Schreckliche, Stalin – und heute? Was uns der große Regisseur Sergej Eisenstein über das Verhältnis von Kunst und Politik in Russland erzählen kann.

Film "Rum Diary": Darauf einen Drink!

"The Rum Diary" ist ein wunderbar gefilmter Sommersuperkitsch mit Johnny Depp. Der trinkt, rauft und liebt in diesem amerikanischen Männerfilm alter Schule aufs Schönste.

Serie: Ich habe einen Traum

Ich habe einen Traum: Terry Gilliam

Der Regisseur war Mitbegründer der Comedy-Gruppe Monty Python. Filme wie »Brazil« machten ihn bekannt. Hier spricht er darüber, was Träume und Märchen gemeinsam haben.

Blaubärs Reise in die Nacht

Ein Gespräch mit dem Zeichner Walter Moers, der einen Roman zu den fantastischen Bildern des Illustrators Gustave Doré (1832-1883) geschrieben hat

Ein Held unserer Zeit

Die Zeit der Yuppies, Machos und Materialisten auf der Leinwand ist vorbei. Hollywood besinnt sich wieder auf die Tugenden des Mittelstands, und Kevin Costner ist sein Prophet

Zeitmosaik

Alles im Leben läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schlechten Filmen. Oder doch? In Venedig jedenfalls, auf der achtundvierzigsten „Internationalen Schau der kinematographischen Kunst“ (Originaltitel), geht es allen prächtig, abgesehen von ein paar Filmkritikern; aber auf die kommt es, wenn das Kino sich selber feiern will, sowieso nicht mehr an.

Kino für Kinder: „Münchhausen“: Kokosnuß im Kopf

Das Christkind boomt, das Grün der Tannenzweige spiegelt sich in den Gesichtern. Aus den großen Kinopalästen aber funkelt wie tausend Zentner Lametta ein 40-Millionen-Ding, ein Sternchenwerfer im Pershing-Format, das Weihnachtsgelichter der „Neuen Constantin“: Terry Gilliam hat „Die Abenteuer des Baron Münchhausen“ neu verfilmt.

Im Kino

„Der Typ vom anderen Stern“ von John Sayles. Stumm wie ein Fisch streift der Außerirdische durch das heruntergekommene schwarze Harlem, auch er ein Benachteiligter, Diskriminierter und Verfolgter.

Im Kino

„Monty Python’s Der Sinn des Lebens“ von Terry Jones. Weder „Monty Python and the Holy Grail“ (Die Ritter der Kokosnuß, 1975) noch „Monty Python’s Life of Brian“ (Das Leben des Brian, 1979) vermochten mich für den exzentrischen Humor des britischen Komiker-Sextetts Graham Chapman, John Cleese, Terry Jones, Terry Gilliam, Michael Palin und Eric Idle zu entflammen.

Im Kino

„Yojimbo – Der Leibwächter“ von Akira Kurosawa. Ein herumziehender, herrenloser und leicht verwahrloster Samurai (Toshiro Mifune) kommt in ein kleines japanisches Nest, wo ein Seidenhändler und ein Sake-Fabrikant mit ihren Banden um die Herrschaft kämpfen, bietet beiden seine Dienste als Leibwächter an und versucht, sie gegeneinander auszuspielen, um seinen Geldbeutel zu fallen und sich den Spaß zu betrachten.

Im Kino

„Tausend Milliarden Dollar“ von Henri Verneuil. Der französische Regisseur armenischer Abstammung ist ein versierter Routinier erfolgreicher Gangster- und Polizeithriller („Der Clan der Sizilianer“, „Der Coup“, „Angst über der Stadt“).

Im Kino

„Regentropfen“ von Harry Raymon und Michael Hoffmann. Das Drehbuch war fertig, noch bevor die amerikanische „Holocaust“-Serie 1979 die Gemüter bei uns erregte.

Im Kino

„Meine liebe Rabenmutter“ von Frank Perry. „Keine Drahtbügel! Drahtbügel nie und nimmer!“; „Tina, bring mir die Axt!“: Kernsätze (mit schriller Stimme geschrien von Faye Dunaway als Joan Crawford), die unbedingt in das Schatzkästlein unvergeßlicher Kinoaussprüche gehören.

Im Kino

„American Werewolf“ von John Landis. New Yorker Collegeboy-Scherze und Wolfsgeheul im britischen Hochmoor; ein „Untoter“ (im Zustand fortschreitender Verwesung), der seinen vom Werwolf gebissenen Freund immer wieder anfleht, Selbstmord zu begehen (der Vollmond naht!); lebende Leichen, die sich in einem Pornokino am Piccadilly Circus versammeln; Hits wie „Blue Moon“, „Bad Moon Rising“ und „Moondance“ im Soundtrack; Trickeffekte, die selbst Kenner monströser Metamorphosen verblüffen dürften (von Rick Baker, der dafür einen Oscar erhielt).

Filmtips

„Normalsatz“ von Heinz Emigholz, der von sich selber sagt, er sei „besessen vom Bild, das die Geschichte und die Idee der Geschichte kaputtmacht“.

Filmtips

„Time Bandits“ von Terry Gilliam ist ein Märchenfilm voll wunderbarer – und manchmal grausamer – Begebenheiten; eine surreale Abenteuer-Phantasie; ein Science-fiction-Film über Reisen durch die Zeitreine Parodie auf die Welle der Fantasy-Filme; ein irrer Nonsense-Ulk, der die spießige Konsumnwelt der Erwachsenen sarkastisch konfrontiert mit dem Niemandsland kindlicher Träume.

Filmtips

„Der Mann, der die Frauen liebte“, von François Truffaut, der in der Frühzeit der Nouvelle Vague einmal gesagt haben soll, Kino sei die Kunst, mit hübschen Mädchen hübsche Sachen anzustellen.