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Türkei: Der versuchte Umsturz

  • Am Abend des 15. Juli haben Teile des Militärs versucht, die Macht in der Türkei zu übernehmen. Der Umsturzversuch scheiterte nach wenigen Stunden.
  • Initiiert wurde der Putsch von einigen Generälen. Die Regierung macht die Gülen-Bewegung verantwortlich, ihn zentral geplant zu haben.
  • Zehntausende Menschen sind nach dem Putschversuch in Gewahrsam genommen oder entlassen worden. Präsident Erdoğan verhängte den Ausnahmezustand, wodurch unter anderem Pressezensur möglich ist. Viele Journalisten wurden bereits verhaftet.
  • Im Südosten führt der türkische Staat Krieg gegen kurdische Kämpfer. Der Friedensprozess zwischen der Türkei und der kurdischen PKK kam im Juli 2015 zum Erliegen, die Regierung bezichtigt viele Politiker der prokurdischen Partei HDP der Terrorunterstützung.
  • Bei mehreren Terroranschlägen durch PKK-nahe Angreifer, aber auch durch Mitglieder des IS, starben in Istanbul und Ankara, vor allem aber im Südosten des Landes, in der letzten Zeit Hunderte Menschen.
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Türkei: Welche Medien geschlossen wurden

Nach dem Putschversuch intensiviert die türkische Regierung ihre Angriffe auf die Pressefreiheit. 131 Medien wurden verboten. Ein Blog stellt die wichtigsten vor.

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Türkei: Der gescheiterte Putsch

Die türkische Regierung reagiert auf den Putsch mit der Absetzung Tausender Richter. Die Todesstrafe soll eingeführt werden. Das News-Blog zum Nachlesen

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Fünf vor acht

Köln Grenzenlos streiten lernen

Politiker kritisieren eine türkische Großdemo in Köln, die Konflikte des Landes gehörten nicht hierher. Aber sie lassen sich nicht verdrängen.

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Blog Teilchen

Türkei: Das Chatprotokoll der Putschisten

Luftangriffe, Brückensperrungen, Rückzug: Das alles haben die türkischen Putschisten über WhatsApp koordiniert. Nun hat eine Website die Konversationen veröffentlicht.

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Istanbul: Demokratiefestival rot-weiß

Seltsame Atmosphäre nach dem Putschversuch: Fahnen sind allgegenwärtig, Erdoğan sendet SMS an die Bevölkerung. Die "Säuberung" sorgt auf dem Taksim kaum für Anstoß.