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Türkei: Ein Land kämpft mit sich und Europa

  • Das türkische Staat führt im Südosten Krieg gegen kurdische Kämpfer. Menschenrechtsorganisationen beklagen die Brutalität des Staates, der Ausgangssperren über ganze Stadtviertel verhängt und mit Panzern in Wohngebiete schießt.
  • Der Friedensprozess zwischen der Türkei und der kurdischen PKK kam im Juli 2015 zum Erliegen, die Regierung bezichtigt viele Politiker der pro-kurdischen Partei HDP der Terrorunterstützung.
  • Bei mehreren Terroranschlägen durch PKK-nahe Angreifer, aber auch durch Mitglieder des IS, starben in Istanbul und Ankara, vor allem aber im Südosten des Landes, Hunderte Menschen.
  • Die Türkei und die EU streiten über die Visafreiheit für Türken in die EU und über das Flüchtlingsabkommen, das damit verknüpft ist. Mit dem Abkommen versucht die EU, Migranten fernzuhalten.
  • Nach dem Rückzug von Ahmet Davutoğlu wird am 22. Mai Binali Yıldırım von der Regierungspartei AKP zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Er ist dem Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan treu ergeben, der die Verfassung ändern und ein Präsidialsystem mit mehr Macht für ihn einführen will.
  • Kritische Journalisten und Medien, ob türkisch oder aus dem Ausland, werden von der Regierung systematisch behindert.
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PKK: Ihre Waffen sind die Berge

Im irakischen Kandil-Gebirge ist die PKK zum Ziel türkischer Luftangriffe geworden. Die meisten hier wissen: Erdoğan geht es gar nicht um die kurdischen Kämpfer.

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Türkei: Freiheit zum Nein

Visafreiheit für die Türkei? Ohne die Flüchtlingskrise wäre das undenkbar gewesen. Nun dämmert der EU, wie hoch der Preis sein könnte, wenn sie die Hoffnungen enttäuscht.

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Türkei und Deutschland: Abstand halten

Kurz vor Merkels Besuch in der Türkei erklärt sich der neue Premier zum Handlanger Erdoğans. Das Verhältnis ist längst nüchtern – auch wenn Seehofer das nicht akzeptiert.

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Fünf vor acht

Türkei Der Erdoğan-Staat

Der türkische Premier hat das Land ganz auf sich zugeschnitten. Sein Regime ist autoritär – und doch trifft die Rede vom zweiten Iran nicht zu.