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Türkei: Der versuchte Umsturz

  • Am Abend des 15. Juli haben Teile des Militärs versucht, die Macht in der Türkei zu übernehmen. Noch ist nicht klar, wer hinter dem Putsch steckt. Die Regierung erklärte den versuchten Coup am darauffolgenden Tag für gescheitert.
  • Zuletzt häuften sich die Krisen in der Türkei. Im Südosten führt der türkische Staat Krieg gegen kurdische Kämpfer. Der Friedensprozess zwischen der Türkei und der kurdischen PKK kam im Juli 2015 zum Erliegen, die Regierung bezichtigt viele Politiker der pro-kurdischen Partei HDP der Terrorunterstützung.
  • Bei mehreren Terroranschlägen durch PKK-nahe Angreifer, aber auch durch Mitglieder des IS, starben in Istanbul und Ankara, vor allem aber im Südosten des Landes, Hunderte Menschen.
  • Kritische Journalisten und Medien, ob türkisch oder aus dem Ausland, werden von der Regierung systematisch behindert.
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Istanbul: Demokratiefestival rot-weiß

Seltsame Atmosphäre nach dem Putschversuch: Fahnen sind allgegenwärtig, Erdoğan sendet SMS an die Bevölkerung. Die "Säuberung" sorgt auf dem Taksim kaum für Anstoß.

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Türkei: "Die Metastasen sind überall"

Die türkische Regierung sieht die Gülen-Bewegung hinter dem Putsch. Nach der Aufarbeitung werde die Demokratie stärker sein, sagt der Gesandte in Berlin, Ufuk Gezer.

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Türkei: Der gescheiterte Putsch

Die türkische Regierung reagiert auf den Putsch mit der Absetzung Tausender Richter. Die Todesstrafe soll eingeführt werden. Das News-Blog zum Nachlesen

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Türkei: Zum Zuschauen verdammt

Massenentlassungen, Verhaftungen, Ausnahmezustand: Erdoğan nutzt seine Rolle als Putschopfer aus und legitimiert so sein Vorgehen. Europa hat dem nichts entgegenzusetzen.

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Versuchter Putsch: Gehorsam aus Angst

Der vereitelte Putschversuch in der Türkei festigt autoritäre Tendenzen, die lange vorher gewachsen sind. Der Umbau des Systems spiegelt die Psyche der Gesellschaft.

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Blog Post von unterwegs

Türkei und EU: Es wird eine Zeit nach Erdoğan geben

Ausreiseverbot für Akademiker, Drohung mit der Todesstrafe: Präsident Erdoğans Türkei gehört nicht in die EU. In der Flüchtlingskrise braucht Europa einen Plan B.