: Umberto Agnelli

Fiat: Auf der Zielgeraden

Der neue Fiat-Präsident Luca di Montezemolo ist der mächtigste Manager Italiens – und ein Konkurrent für Silvio Berlusconi

Manager und Märkte

Sportfernsehen: Schlagerspiel als Schützenhilfe Volkswagen: Geheime Verhandlungen in Amerika Fiat: Im Strudel der Skandale

Die große Wasserschlacht

Feindliches Übernahmeangebot, Übertragung von Eigenbesitz, Aufhebung von Stimmrechten ... Agnelli, Exor, BSN, Nestlé ... Bei den Verwicklungen um den französischen Edelwasserproduzenten Perrier gestand kürzlich sogar die Börsenbibel Wall Street Journal, obwohl aus dem eigenen Land komplizierte Übernahmekämpfe gewohnt, gewisse Verständnisprobleme.

Die Festung macht schwach

Ein Italiener und ein Deutscher spazieren durch den Wald. Plötzlich steht ein Löwe vor ihnen. Der Italiener zieht flugs Turnschuhe an.

Umweltschutz in der Sackgasse

Für Westeuropa war 1988 das Jahr der Umweltskandale. Der immer aufs neue mit Chemikalien verschmutzte Rhein zwischen Ludwigshafen und Rotterdam; die überdüngten Böden, die das Grundwasser gefährden; die mit Schadstoffen überlastete Nordsee: Die Umweltzerstörung hält sich nicht an nationale Grenzen, sondern ist zum Thema Europas geworden.

Italien: Zwei gegen Rom

Die Agnelli-Brüder ringen mit Gewerkschaften und Regierung um die Sanierung von Fiat

Fiat: Angst vor der Roßkur

Wir werden von einem seltsamen Schicksal verfolgt“, klagte Fiat-Vorstandschef Umberto Agnelli: „Man glaubt uns nicht.“ Wenn Fiat versichert, daß es dem Konzern schlechtgeht, halten Gewerkschaften und Regierung das für Schwarzmalerei.

Motorroller: Wespen und Bienen

Nach dem letzten Krieg blieben nur noch 150 000 Quadratmeter zerbombte Werksanlagen und der Höhenrekord für Flugzeuge mit Kolbenmotor.

Datsum gegen Fiat

Das ist Masochismus“, wetterte der Fiat-Vorstandschef Umberto Agnelli, als er nach einem dreistündigen Hearing aus dem Saal des staatlichen Komitees für Wirtschaftsplanung in Rom heraustrat, „wenn Alfa Romeo mit Nissan zusammen in Italien ein Auto baut, dann wäre das ein Unglück für dies Land und für Europa.

Nutzfahrzeuge: Kampf der dicken Brummer

Der frühere Daimler-Benz-Chef Joachim Zahn hat es schon immer gewußt: „Schreiben Sie Fiat“, pflegte er seine Mitarbeiter anzuherrschen, wenn in internen Papieren irgendwo der Name des Konkurrenten Magirus-Deutz auftauchte.

Italien: Kommt die Krise nach Ostern?

Allzu gedämpft klang der Paukenschlag, um an die „Wende“ glauben zu lassen, die er einleiten sollte: Der kommunistische Parteichef Berlinguer verkündete letzten Sonntag als Leitartikler der Unitá, daß die seltsame Koalition der Stimmenthaltungen, die seit August 1976 das Land nur (aber immerhin) halbwegs regierbar macht, zwar „eine positive Funktion hatte, doch heute abgenutzt ist“.

Italien nach der Wahl: Einmarsch der Unternehmer

Im römischen Abgeordnetenhaus und im Senat bekommen die Berufspolitiker nach den Wahlen vom Anfang vergangener Woche erstmals Konkurrenz von einer Seite, die bisher herzlich wenig in der Politik aktiv war.

Zwei Gewinner, doch kein Sieger

Im Herbst wird Italien so unregierbar sein wie es schon im Frühjahr war – wenn seine christdemokratische „Partei der relativen Mehrheit“ jetzt nicht doch tut, was zu vermeiden sie ihren Wählern versprochen hatte: Die baufälligen, bröckelnden Mauern von Staat und Wirtschaft mit kommunistischen Balken abzustützen.

Blumen für die Bosse

Wenn sie die Wahrheit sagen, dann stehen sie den schwedischen Sozialdemokraten näher als der sowjetischen KP“, urteilt Zygmunt Nagorsky über Italiens Kommunisten.

Mit Streiks gegen Verluste?

Bis Anfang 1975 verkauften sich die kleinen, schnellen Flitzer vom Typ „Mini“ noch sehr gut, die Leyland Innocenti ausschließlich für den italienischen Markt herstellte (1974: 61 000 Stück).

Gnadenfrist für Fiat

Agnelli kämpft um das Überleben des Automobilkonzerns als Privatunternehmer!

Fiat: Friedlich ans Ziel

So etwas ist Fiat, dem größten italienischen Autokonzern, seit einem Jahrzehnt nicht widerfahren: Unternehmensleitung und Gewerkschaften verhandeln über neue Lohntarife, ohne daß auch nur einer der 200 000 Beschäftigten streikt.

Fiat: Teurer Stopp

Wir befinden uns nicht in einer Angebotskrise, sondern in einer viel schlimmeren Lage: eine Nachfragekrise, die nur uns und nicht unsere Konkurrenten betrifft.

Italien: Ende der Steinzeit?

Den ersten Wink gab Italiens Arbeitsminister Coppo: Gewerkschaften und Arbeitgeber sollten die laufenden Tarifkonflikte möglichst schnell beenden, auch wenn dabei die Löhne recht stark erhöht würden.

Rothschild geht unter die Leute

Millionen Franc auf 1 Milliarde Franc gestiegen, während das Kapital der Gesellschaft seit 1968 von 220,8 auf 536,6 Millionen Franc aufgestockt wurde.

Die Militärs erhoben Einspruch

An Frankreichs Staatschef de Gaulle scheitertevor zwei Jahren die Übernahme von Citroën durch Fiat. Damals mußte sich der Turiner Autokonzern mit einer Beteiligung von 15 Prozent am Citroen-Kapital zufriedengeben.

Sie haben Farbe bekannt

Der in der Sowjetzone neugegründete Turn- und Sportbund (DTSB) hat mit brutaler Offenheit seine Ziele bekanntgegeben. Es heißt in dem Statut der neuen Sportgemeinschaft: „Der DTSB unterstützt unter Führung der Arbeiterklasse und ihrer Partei den Aufbau des Sozialismus in der Deutschen Demokratischen Republik und tritt für die Festigung und Stärkung der Arbeiter- und Bauernmacht ein.