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VW-Affäre: Alles zur Abgasmanipulation

  • Der Volkswagen-Konzern hat jahrelang Dieselautos so manipuliert, dass sie nur auf dem Prüfstand die Abgasgrenzwerte einhalten, nicht aber auf der Straße. Der Betrug flog im September 2015 in den USA auf, das Unternehmen gestand die Manipulation ein. Weltweit sind elf Millionen Fahrzeuge betroffen, die meisten davon in Europa.
  • Betroffen sind neben der Kernmarke VW auch die Konzerntöchter Audi, Skoda und wohl Porsche. Manipulationsvorwürfe gibt es auch gegen Daimler und BMW.
  • Beim sogenannten Dieselgipfel im August 2017 sagten die deutschen Autohersteller zu, fünf Millionen Dieselfahrzeuge mit einem Softwareupdate auszustatten. Zusätzlich bietet VW Besitzern alter Dieselautos Prämien von bis zu 10.000 Euro beim Kauf eines Neuwagens. Eine technische Nachrüstung der Wagen lehnen die Autohersteller aber ab.
  • In den USA einigte sich Volkswagen mit den Behörden: Der Konzern will mehr als 13 Milliarden Euro an Entschädigung bezahlen.
  • Ende Januar 2018 wurde bekannt, dass eine von VW, BMW, Daimler und Bosch finanzierte und inzwischen aufgelöste Organisation bereits 2014 Tierversuche mit Dieselabgasen in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse wurden nie veröffentlicht. VW bedauerte die Versuche; Daimler, BMW und Bosch distanzierten sich davon. VW kündigte an, künftig Tierversuche auszuschließen.
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