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VW-Affäre: Alles zur Abgasmanipulation

  • Der VW-Konzern hat jahrelang Dieselautos so manipuliert, dass sie nur auf dem Prüfstand die Abgasgrenzwerte einhalten, auf der Straße aber erheblich mehr Schadstoffe ausstoßen. Der Betrug flog im September 2015 in den USA auf, das Unternehmen gestand die Manipulation ein. Weltweit sind elf Millionen Fahrzeuge betroffen, die meisten davon in Europa.
  • Konzernchef Martin Winterkorn trat zurück. Im März 2016 räumte auch der US-Chef, Michael Horn, seinen Posten.
  • Seit Januar 2016 ruft VW in Deutschland die 2,4 Millionen betroffenen Fahrzeuge nach und nach in die Werkstätten, der Rückruf stockt derzeit aber, weil das Kraftfahrt-Bundesamt die Maßnahmen für das Modell Passat auch nach mehreren Wochen nicht freigegeben hat. In den USA einigte sich VW mit den Behörden Mitte April: Kunden mit manipuliertem Dieselmotor sollen "substanziell" entschädigt werden, außerdem sieht die Einigung einen möglichen Rückkauf von Autos oder eine etwaige Reparatur vor. Die Einigung ist wichtig für die vielen Klagen betroffener Halter in den USA.
  • Anfang Januar reichte die US-Regierung Zivilklage gegen VW wegen Verstößen gegen Umweltgesetze ein.
  • VW-Aktionäre gehen ebenfalls gegen den Konzern vor, weil er ihrer Einschätzung nach die Öffentlichkeit früher über den Betrug hätte informieren müssen und darum gegen Aktienrecht verstoßen habe. Nach Bekanntwerden der Manipulationen war der VW-Aktienkurs eingebrochen.
  • VW hat eine US-Kanzlei mit den konzerninternen Ermittlungen beauftragt. Sie will Mitte April 2016 einen Zwischenbericht vorlegen. Offen ist, wer frühzeitig von den Manipulationen wusste und wer sie in Auftrag geben hat.
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