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VW-Affäre: Alles zur Abgasmanipulation

  • Der VW-Konzern hat jahrelang Dieselautos so manipuliert, dass sie nur auf dem Prüfstand die Abgasgrenzwerte einhalten, nicht aber auf der Straße. Der Betrug flog im September 2015 in den USA auf, das Unternehmen gestand die Manipulation ein. Weltweit sind elf Millionen Fahrzeuge betroffen, die meisten davon in Europa.
  • Neben VW haben weitere Hersteller, darunter wohl Daimler, BMW, Audi und Porsche, eine Manipulationssoftware eingebaut.
  • Beim sogenannten Dieselgipfel Anfang August sagten die deutschen Autohersteller zu, fünf Millionen Dieselfahrzeuge mit einem Softwareupdate auszustatten. Zusätzlich bietet VW Besitzern alter Dieselautos Prämien von bis zu 10.000 Euro beim Kauf eines Neuwagens. Kritikern gehen die Maßnahmen nicht weit genug, einer technischen Nachrüstung der Wagen erteilte Volkswagen-Chef Matthias Müller jedoch eine Absage.
  • Gegen den ehemaligen VW-Konzernchef Martin Winterkorn ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Marktmanipulation. Er könnte die Aktionäre zu spät über den Abgasskandal informiert haben. Winterkorn war wegen des Skandals zurückgetreten.
  • In den USA einigte sich Volkswagen mit den Behörden: Der Konzern will mehr als 13 Milliarden Euro an Entschädigung bezahlen.

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