: Wien

„Eine gute Melodie kann viel vertragen“

Zugegeben, er war zwölf Jahre lang von einer künstlichen und geradezu hysterisch hellen Sonne des Ruhmes angestrahlt, und diese Gloriole stand in gar keinem Verhältnis zu seinem Schaffen.

Um die Neutralität der Schweiz

Der Schweizer Außenminister, Prof. Petitpierre, hat jetzt eine Frage aufgeworfen, die für im Schicksal der Schweiz entscheidend ist.

Kurze Wirtschaftsmeldungen

Das Deutsche Zündholzmonopol kommt durch den Verkauf seines Eigentums an deutsche Interessenten zur Auflösung, wie ein Sprecher der amerikanischen Militärregierung in Berlin mitteilte.

Österreich als Einheit

Nach langen Bemühungen hat die österreichische Wirtschaft jetzt den Abbau der Zonengenzen erreicht. Damit wird eines der großen Hindernisse auf dem Wege zur Wirtschaftsfreiheit der zweiten Republik beiseite geräumt.

Erich Ziegel

Wir verraten kein Geheimnis, wenn wir die einfache Tatsache feststellen, daß die Hamburger Staatlichen Schauspielbühnen ohne endgültige Leitung sind.

Bildnis einer Europäerin

Was ihm an ihr gefiel, das war das spezifisch Wienerische, das Frische, Gesunde, diese bezaubernde Liebenswürdigkeit, die lächelnde Sentimentalität, diese Gemütlichkeit – um den unübersetzbaren Lokalausdruck zu gebrauchen; aber auch der ‚gute Ton‘, die gepflegte Umgangsart, die gerade die Wiener Durchschnittsfrauen – wie ihre Pariser Schwestern – den ‚großen Damen’ ähnlich machen, so wie die Wiener Semmeln dem Pariser Brioche ähnlich sind.

Kulturnachrichten

In München erhielt Dr. Edmund Banaschewski die Lizenzen für den ‚,Drei-Säulen-Verlag“ und den „Werk-Verlag“.................

Die vier Gesichter Berlins

Es gibt keine Barrikaden in Berlin und auch keine Grenzposten, die den Übergang von der einen in die andere Zone überwachen.

Nächtlicher Gewitter flug aus Budapest

Jetzt wird Budapest geschlachtet, dann noch einpaar Wochen und der Krieg ist aus“, sagte Heiner, „dann bin ich wieder auf unserem Bauernhof, und kein Mensch kriegt noch ein Wort aus mir heraus.

Maß und Harmonie

Wenn reine Sinne, Bescheidenheit und Unbetontheit im Menschlichen, wenn Klarheit, Verläßlichkeit und ein gewisser Grad von Anonymität im Geistigen als Zeichen modernen Menschentums gewertet werden dürfen, so ist Heinrich Tessenow wie wenige eine repräsentative Gestalt unserer Zeit.