: Wolfgang Koeppen

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Helmut Kohl : Lieber Pop als Politik

Der große politische Roman lässt auf sich warten. Taugen Kohl, Merkel und Co nicht als Romanfiguren? Oder interessieren sich Schriftsteller einfach nicht für Politik?

L I T E R A T U R : Im Durcheinandertal

Die "zarteste und biegsamste Prosa" - eigentlich galt Enzensbergers viel zitiertes Diktum nur Koeppens Romanen. Nachrichten aus dem Dickicht des Koeppen-Nachlasses

Z U M     1 0 0.    G E B U R T S T A G : Menschen und Blitze

Die Figuren der Marieluise Fleißer kennen die höheren Gefühle ebenso wie die menschlichen Abgründe. Die in Ingolstadt geborene Dramatikerin und Erzählerin schrieb über die Schicksale der kleinen Leute. Zu ihrem Geburtstag erscheinen ein Briefwechsel und eine Biografie

Zweiter Teil einer Übersicht

konkret – Streit-Zeit-Schrift – Rhinozeros – Akzente – Neue Deutsche Hefte – Welt und Wort Sprache im technischen Zeitalter – Das Schönste – Theater heute – Filmkritik

Wider die Vermanschung

Die Erfindung einer neuen Speise sei für die Menschheit segensreicher als die Entdeckung eines neuen Gestirns, heißt es in der „Physiologie du Goût“ des Brillat-Savarin – ein Aphorismus, der immer, wenn das Gespräch fortgeschrittener Amateure sich den Problemen der Nahrungsaufnahme zuwendet, aus dem Stegreif zitiert wird.

Ikes Düsen-Diplomatie

In neunzehn Tagen über 35 000 Kilometer durch drei Kontinente, mit dem Düsenflugzeug, zu Schiff, per Hubschrauber und Kraftwagen: Es ist eine anstrengende Reise, auf die sich Amerikas Präsident Dwight D.

Nicht alle Träume erfüllt

Von Straßburg an die Loire, über Lyon die Saône hinab bis nach Marseille und Nizza führte die „Reise in die französische Provinz“, an der Wolfgang Koeppen die Hörer des Dritten Programms teilnehmen ließ.

Eiffelturm am Arm?

In einem noblen Geschäft sah ich Damentaschen aus einem feinen weißen Leder in der Form von kleinen Konzertflügeln, Eiffeltürmen, Sitzbadewannen, Himmelbetten, Pudeln und Champagnerflaschen.

Filme

Von Wolfgang Koeppens großen Nachkriegsromanen ist, nachdem es fast verschwunden war, „Das Treibhaus“ (1953) neuerdings wieder ins öffentliche Bewußtsein gekommen.

Geschenkte Freiheit

Dank einer leichten, aber ausreichenden Granatsplitterverletzung erlebte ich den Tag der bedingungslosen Kapitulation des Großdeutschen Reiches im Lazarett.

Herr Kassandra

Ich besitze keine Kamera und kein Scherenfernrohr ... Der Skribent sitzt zu Hause an seinem Tisch, er saugt sich’s aus den Fingern, er richtet seinen Blick ins Leere oder ins Schwarze oder Helle, und sein Blick durchdringt die Türen, die Mauern, die geschlossenen Jalousien, er dringt durch die Kleidung, er dringt ins Herz, und er sieht im Herzen der Menschen die Wahrheit, die Süße und die Bitternis des Lebens, sein Geheimnis, seine Angst, seinen Schmerz, seinen Mut.