Naturschutz in Botsuana"Ein Elefant muss lebend mehr wert sein als tot"

Der WWF-Biologe Philipp Göltenboth will alte Lebensräume der Elefanten zurückgewinnen. Dagny Lüdemann hat ihn im Chobe-Nationalpark getroffen.

 

Leserkommentare
    • Guido3
    • 14. April 2011 13:02 Uhr

    Das KAZA-Projekt ist gut. Wenn KAZA seine beabsichtigte Endgröße erreicht hat, dann stößt man aber auch an räumliche Grenzen, die sich nur noch schwer erweitern lassen. Man hat dann immer noch das Problem, dass zu viele Elefanten in dem Gebiet gibt. Diese Elefanten zerstören sich und anderen Tieren die Lebensgrundlage.

    Für das Problem hat noch niemand eine befriedigende Lösung. Abschuss ist unpopulär, Verhütung schwierig und Umsiedlung in großem Stil unpraktikabel. Lässt man das Problem einfach weiter eskalieren, wird die Natur es eines Tages recht brutal und grausam lösen: Epidemie, Hungersnot, o.ä. mit hunderttausenden elendig verreckenden Tieren.

    Auch wenn viele Europäer Elefanten immer noch für akut bedroht halten (Elfenbeinwilderei etc.), so explodiert die Population vielerorts förmlich und mit über 700.000 Exemplaren ist der afrikanische Elefant nicht mehr akut bedroht. Eine Ausnahme sind die Wüstenelefanten im Nordwesten Namibias, von denen es je nach Statistik nur 60-500 Stück gibt. Streng biologisch betrachtet stellen die aber keine eigene Unterart dar.

    Es wäre schön, wenn viel stärker bedrohte Tierarten wie Löwen, Geparden, Wildhunde, einige Hyänenarten, usw. endlich stärker in den Fokus kommen würden. Die haben Schutz viel nötiger. Aber so eine "häßliche" Hyäne lässt sich eben schlechter vermarkten, also so ein großer gutmütiger Dumbo.

  1. hier zeigt sich wieder mal das ein Kinofilm etwas bewegen kann - Wasser für die Elefanten (gut es geht etwas am Thema vorbei, aber hier trifft der deutsche Titel des Films voll zu).

    Die grauen Riesen sind leider immer noch heiss begehrt bei Wilderern und die Jagd nach Elfenbein scheint nach wie vor vorhanden zu sein.

    Hatari und co - diese Lobby könnte viel für die Tierwelt tun, und hat es auch schon, aber wenn hierdie Schauspieler/-innen (kurz die Promis) vielleicht ein klein bischen einsteigen würden um für die Tiere zu sprechen, das würde noch etwas mehr bewegen.

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