Verkehrssicherheit: Wenn Straßenverkehr Aggressionen weckt

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Verkehrssicherheit, eine Farce! I

Um die Sicherheit auf Deutschlands Strassen zu beurteilen muss man keinen Bericht mehr lesen. Das Traurige ist nur, dass niemand ernsthaft etwas dagegen tun will. Die "Fortschritte" in der Vergangenheit wurden im Wesentlichen durch kontruktive Änderungen an den Fahrzeugen und an der Strasse erreicht. Das gab gewaltige verbesserungen. Nun scheint man aber an einem Punkt zu sein, bei welchem es immer schwieriger wird, weitere rückläufige Schadenszahlen zu erreichen. Zumal der Fortschritt allemal mit höheren Kosten erkauft wurde. Es fehlt aber ein entscheidender Faktor. Die Vernunft und Einsicht der Verkehrsteilnehmer. Unverständlich wie ein Fussgänger auf vermeintlichen Rechtspositionen beharren will. Das nutzt doch nichts. Frei nach dem Motto: Hier ruht Egon Meier, er hatte Vorfahrt. Das rücksichtslose Gehabe der motorisierten Verkehgrsteilnehmer ist bis heute auch noch nicht ernsthaft sanktioniert worden. Das Auto und das Autofahren ist ein Statussymbol und hat gar nichts mit Vernunft oder Rücksicht zu tun. Ich habe auch bis heute noch niemanden getroffen, der zugab im Auto Fehler zu machen. Schlechte Fahrer sind nur die anderen, dann aber gleich "Analphabeten" Ich gebe einmal Vorfälle zur Disskussion: Seit Jahren gibt es die Möglichkeit Fahrzeuge von aussen zu steuern. Mein Vorschlag lautete: Vor Kindergärten zwangsweise runter auf Tempo dreissig. Zum Schutz unserer Kinder. Es war gerade Wahlkampf zur Landtagswahl. Ein Abteilungsleiter in einem Ministerium, zuständig für

Verkehrssicherheit eine Farce! II

die Strassensicherheit meinte meine Motivation sei negativ, ich wolle nur Geld verdienen. Warum wohl er jeden Tag zum Amt geht? Ich sollte alsdann einen Termin beim Ministerpräsidenten erhalten. Derzeit waren schon zwei weitere Landtagswahlen. Der Herr Ministerpräsident hatte bis dato keine Zeit. Ich hatte ausgerechnet, dass ein solches Vorgehen deutschlandweit 2.000 Arbeitsplätze dauerhaft schaffen würde. Wir waren auf dem Höhepunkt der Arbeitslosigkeit. Das Ganze gipfelte dann noch in einem Ausspruch jenes leitenden Ministerialbeamten:"Freie Fahrt für freie Bürger!" Von den Grundrechten der Kinder auf Unversehrtheit hat er nicht gesprochen. Ich wandte mich an den Kinderschutzbund. Die Stellungnahme von denen lautete, kurz komprimiert, "wir sind nicht zuständig" Schade um die Kinder! In einer Nachbarstadt hat man zu Schulbeginn kleine gelbe Figuren auf die Strasse gemalt um den Schulweg zu kennzeichnen. Zwischen den Figuren auf der Fahrbahn fehlt aber ein Fussgängerüberweg. Ich machte die Stadtverwaltung auf diesen offensichtlichen Fehler aufmerksam. Es geschah nichts. Schade um die Kinder! In einer anderen Nachbarstadt hat man im Zuge der "Sparmassnahmen" auf der Fahrbahn graue Einlegearbeiten, wie ein Fussgängerüberweg, mit Granit machen lassen. Eine Rückfrage bei der Stadtverwaltung stellte dann klar: "Wir machen das um die Fussgänger zum Überqueren der Fahrbahn an dieser Stelle zu animieren. Meine Frage nach der rechtlichen Stellung als Fussgängerüberweg wurde verneint.

Die Schadenzahlen...

waren noch nie rückläufig, nur die Todeszahlen.

D.h. es ist lediglich gelungen die Folgen von Fehlern abzumildern.
An den eigentlichen Ursachen wird fast nichts getan, weshalb die Unfallzahlen kontinuierlich steigen.
Dichter Verkehr erhöht die Komplexität, bei Gleichzetig abnehmender Disziplin gegenüber Verhaltensweisen, die nicht verfolgt werden können.
Die Disziplin nimmt ab, weil ein Teil der Fahrer drangsaliert wird durch Schuldzuweisung und Kontrolle, alle Anderne ihre Fahrweise dadurch nicht mehr in Frage stellen.

Nach gruppendynamischen Erkenntnissen die sicherste Methode das bekannte ergebnis zu erzielen.
Solange wir "Raser" verfolgen, ändert sich nichts (wobei ich nicht die handvoll Verrückter meine, die in jedem Falle aus dem Verkehr gezogen gehören und immer wieder als Beispiel herhalten muss)

Ich habe als Autofahrer so einige Auslandserfahrung und eines ist gewiss, Raser sind nicht der entscheiden de Faktor.
Da schon eher des Deutschen liebste Sünde der Vorfahrtmissachtung.

H.

Verkehrssicherheit eine Farce! III

Hier muss man sagen: Schade um die Kinder und Trauer um die Rentner! Man schafft also künstlich für teures Geld unklare Situationen. Viele Autofahrer sind mit Handy am Ohr und mit "70" innerorts unterwegs. Solange die Fahrerlaubnis so leicht zu erhalten ist und so schwer zu verlieren, wird sich das nicht wesentlich ändern. Schauen sie sich Offroad-Fahrzeuge an, die vorne mit Stahlrohren, sog. "Kuhfängern" verstärkt über unsere Strassen fahren. Die ganzen Entwicklungen und Kosten der Aotomobilindustrie zur Entschärfung einer Fahrzeugfront, die mich als Fussgänger weniger verletzen sollte wird mit solchen "Schönheitsatributen ad absurdum geführt. Ich habe aber noch kein Stück Wild innerorts vor meinem Auto gehabt, brauche also diese Vorrichtung nicht und muss deshalb auch keine Fussgänger zusätzlich gefährden. Die Gesellschaft toleriert solche Dinge. Warum eigentlich? 5.000 Tote jährlich und eine halbe Million Verletzte sind offenbar kein Argument. Die beste Ausrede ist immer: "Ich habe es eilig, keine Zeit!" Die natürliche Geschwindigkeit eines Menschen sind etwa 5Km/h.