Philosophie: ZEIT Akademie: Die Verantwortung und ihre Stellung zur Handlung

Keine Handlung ohne Verantwortung und keine Verantwortung für ein Verhalten, wenn dieses keinen Handlungscharakter hat. Hintergründe von Professor Julian Nida-Rümelin.
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Entscheidung zu handeln und keine Entscheidung treffen

Es gab so einige, die schon vor 300 Jahren diese ethische Angelegenheit beackerten.

"Verantwortlich ist man nicht nur für das was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut." - Laotse

Das Christentum schlägt sich auch mit diesem Themenfeld herum.

Hier zwingt Jakobus durch seine Frage den Leser für die Glaubensmaxime und für das tatsächliche Handeln Rede und Antwort zu stehen:
http://www.bibleserver.co...
Jakobus 2,14-16

Maxime hier wäre sich zu entscheiden den Mitmenschen in Liebe wahrzunehmen und es zu zulassen davon gerührt zu werden, dass er hungert und friert und ihm dann passend zu helfen.

Grund -> Handeln,

hier: Glaube -> Gebot der Nächstenliebe befolgen
Humanistische Variante: Idee der Menschlichkeit -> menschlich handeln

Erst für das, was man davon tatsächlich umsetzt kann man guten Gewissens Rede und Antwort stehen. Damit man sich damit nicht selbst ins Bein schießt gilt der fünfte Satz im Vater Unser. Wenn man mit ganzem Herz, Geist und Gemüt handelt macht man sich verwundbar, so dass das Gewissen drückt, wenn man der Sache nicht gerecht wird. Damit man aber nicht am Gewissen bricht gilt die Schuldvergebung, sonst würde man zum Selbstschutz Verantwortung anfangen zu meiden.

Die Humanistische Variante wäre der Satz: "Ich bin auch nur ein Mensch."

Ohne das ist richtige Verantwortung eine äusserst heiße bzw. eine eiskalte Angelegenheit.