LiteraturRadischs Lesetipp: "Der Sturm"

Konstruierter Schwedenkrimi mit vielen Klischees: Thomas Steinfeld und Martin Winkler platzierten in ihrem Roman eine umstrittene Schlüsselfigur, die scheinbar auf den unbedingten Erfolg des Buches abzielen soll.

 

Leserkommentare
  1. Liebe Frau Radisch,

    warum läuft diese Video-Rezension ebenfalls unter "Radischs Lesetipp"? Ist diese Video-Kolumne nicht sonst immer dafür gemacht, Bücher vorzustellen, die Ihnen wirklich gefallen?

    "Der Sturm" scheint sich in langweiliger Mittelmäßigkeit zu suhlen, ist also alles andere als ein Lesetipp, oder?

    Natürlich haben Sie, als einer der führenden Köpfe des Feuilletons der ZEIT, ein Interesse daran, verstärkt Stellung zu beziehen und nach Ihrer guten Einordnung in Form eines Artikel auf Zeit Online auch noch ein Video nachzulegen (auch Sie teilen hiermit die Eitelkeit Ihrer beiden Kollegen, um die es in dem Buch geht oder auch nicht). Allerdings sollte man dies dem User der Fairness halber deutlicher machen an dieser Stelle.

    • Moika
    • 22. August 2012 13:58 Uhr

    Frau Radisch, zu diesem Buch habe ich aber schon ganz andere Rezensionen gelesen. Hat das vielleicht damit zu tun, daß der protagonistische Starjournalist bei der "Süddeutschen" vermutet wird, einer mehr linken Zeitung, der nun einmal ihre Sympathien gehören?

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    @2 Na, na - wenn Sie den platten Verriss von Wörtche im DRadio oder die ausgesprochen boshaften Kommentare im Zuge der Jämmerlings-Kämmerlings-Wertungen meinen, dann sind genau diese Meinungsschnipsel cum ira et studio verfertigt. Das schließt sogar den großen Komparatisten Gumbrecht ein, der als Doktorvater Schirrmachers(!) das Zerrbild eines Psychogramms Steinfelds(!!) abliefert. Mir fehlen bei Frau Radischs Vorstellung vielmehr Indizien zum literarischen Code des "Sturms" - wenn der Text kein richtiger "Krimi" ist, dann doch vielleicht etwas anderes?! (Wie wäre es mit Selbstironie des Schwedenkenners Steinfeld?) Die Werturteile "Schwedenkitsch" (nicht aus dem Munde Frau Radischs - aber "Klischees"?) oder "mittelmäßig" müßten den unvoreingenommenen Leser doch dazu bringen, die nunmehr praktizierte "Ich wollte nur einen guten Krimi schreiben"-Attitüde des Autoren-Duos ein bißchen gegen den Strich zu bürsten.

  2. @2 Na, na - wenn Sie den platten Verriss von Wörtche im DRadio oder die ausgesprochen boshaften Kommentare im Zuge der Jämmerlings-Kämmerlings-Wertungen meinen, dann sind genau diese Meinungsschnipsel cum ira et studio verfertigt. Das schließt sogar den großen Komparatisten Gumbrecht ein, der als Doktorvater Schirrmachers(!) das Zerrbild eines Psychogramms Steinfelds(!!) abliefert. Mir fehlen bei Frau Radischs Vorstellung vielmehr Indizien zum literarischen Code des "Sturms" - wenn der Text kein richtiger "Krimi" ist, dann doch vielleicht etwas anderes?! (Wie wäre es mit Selbstironie des Schwedenkenners Steinfeld?) Die Werturteile "Schwedenkitsch" (nicht aus dem Munde Frau Radischs - aber "Klischees"?) oder "mittelmäßig" müßten den unvoreingenommenen Leser doch dazu bringen, die nunmehr praktizierte "Ich wollte nur einen guten Krimi schreiben"-Attitüde des Autoren-Duos ein bißchen gegen den Strich zu bürsten.

    Antwort auf "Na na, Frau Radisch!"

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