Europameisterschaft 2020"Eine EM in ganz Europa wird großartig"

2020 wird erstmals eine EM europaweit ausgetragen. Das ist so revolutionär wie genial, kommentiert Steffen Dobbert. Drei Argumente sprechen für Platinis Fußball-Plan.

 

Leserkommentare
    • xpeten
    • 07. Dezember 2012 15:35 Uhr

    weil es nicht einfach genau so weitergehen kann, wie es immer war, ist klar: Fußballfans sind nicht gerade als Hort des Fortschritts bekannt.

    Gut, dass nun einmal etwas Bewegung in diese eingefahrenen Traditionen kommt, und dass dadurch auch Länder von dieser Entwicklung profitieren können, die unter den bisherigen Bedingungen dazu keine Chance hatten. Politisch gesehen also eine erstklassige Idee - trotz sicher nicht unberechtigter Umweltbedenken. Aber vielleicht kann sich ja der eine oder andere auch schneller daran gewöhnen, dass nicht nur die Türkei zu Europa gehört, sondern auch Georgien, Armenien und Aserbaidschan.

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    Aserbaidschan gehört zu Europa? Wirklich?

    Ich würde es ja auch im europäischen Sinne alles Unterstützen nur leider bin ich ein vorurteilshafter Mensch und ich sehe da eine Entscheidung wider des europäischen Gedankens zu Gunsten der Öl-Milliarden im fernen Osten.

    Andererseits ist es völlig egal, da ja auch die WM in Katar ist, dann können wir ruhig das EM-Finale in Tscherkessk spielen.
    Mögen all diese Länder durch den Fussball profitieren und sich entwickeln. Das UEFA-Konto wird es sicherlich.

    • nyobion
    • 09. Dezember 2012 10:40 Uhr

    betrachten sie immer eine andere meinung als "klagen und heulen"?

    wer nicht mit dem mainstream schwimmt, "klagt und heult"?

    uniformität, gleichschritt, gedankensperren? hm

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fu%C3%9Fball-Europameisterschaft_2020

    also erstmal hat ja die UEFA (oder wollen wir nicht sagen, hr. platini) die bewerbungen hiermit ad acta gelegt.

    dann dürfen wohl berechtigte zweifel an austragungsorte wie georgien, asserbaidschan und der türkei angebracht werden. wer sich politisch (und geografisch) so fragwürdig darstellt, muss mit kritik rechnen.

    später würde es heißen, "bei einem terroranschlag in tiflis/baku kamen xyz menschen ums leben. medienbericht zu folge sprachen deutsche politiker ihr beileid aus. bk merkel verurteilte diese tat"

    ich bin dafür das serben und kroaten im kosovo eine EM austragen. das wäre doch völkerverständigung direkt vor unserer haustüre.

    1. das event braucht keine 16 oder 24 mannschaften.
    2. 8 teams in 2 gruppen reichen vollends aus
    3. die EM quali ist ja schon Euro in ganz europa

  1. Ja, das wär's!
    Eine EM in Europa! Alle Spiele in den Hauptstadtstadien als Hin- und Rückspiele wie in den Ligen!
    Dann wird klar, was mit Europameisterschaft gemeint sein könnte: eine Notionalitätenübergreifende, wunderbare Idee: ein sportlicher Austausch bringt uns näher zusammen!

    Tolle, unterstützendere Idee!

    • Infamia
    • 07. Dezember 2012 15:52 Uhr

    "trotz sicher nicht unberechtigter Umweltbedenken. "

    Ich glaube, das tut sich nicht viel. Rumgefahren/rumgeflogen wird ja auch bei einer EM/WM so oder so.

    Vom Grundsatz her finde ich die Idee so schlecht nicht. Allerdings befürchte ich, es reduziert sich auf Metropolen wie Berlin, London, Paris und nicht Offenbach, Brighton oder Nancy.

    • messem
    • 07. Dezember 2012 16:03 Uhr

    Ihre Argumente stechen nicht.
    1. Kleine Länder. Das von Ihnen angeführte Belgien hat 2000 als Co-Gastgeber mit den Niederlanden die EM ausgerichtet! Österreich ist auch kein Reise mehr.
    2. Menschen treffen sich. So ähnlich wie sie es jetzt schon beim "Vorturnier" (vulgo EM-Qualifikation) tun. Es wird ein bisschen mehr durch den Spielort, der in einem "neutralen" Land liegen könnte. Das wars dann aber schon. Die Fans aus unbeteiligten Ländern trifft man jetzt aber NICHT MEHR!!!
    3. Kosten. Die UEFA ist selbst Schuld daran. Durch irrwitzige Standards und nun auch das Aufblähen auf 24 Mannschaften. Soll eine EM billiger sein? Weniger Mannschaften, kleinere und dennoch sichere Stadien ohne 500 VIP-Logen. Et voila.

    Jeder weiß, dass es hier mehr oder weniger um Verzweiflungstat von Platini handelt.

    Aber ich gebe Ihnen insoweit Recht, dass wir erstmal abwarten sollten. Meckern können wir auch noch hinterher.

  2. Revolutionär? Das gab's schon bis einschließlich 1972, nur nicht so hoffnungslos aufgebläht.

    Völkerverständigung? Man ist gerührt! Hier geht es um Politik. Platini möchte den kleinen Ländern etwas zukommen lassen, die ihn zum Präsidenten gewählt haben. Beste Blatter-Schule!

    Kosten? Richtig! Wer soll solche Mammutturniere noch ausrichten? Würde man das Turnier aber nicht so maßlos aufblasen und das Niveau verwässern, hätte man nicht solch immense Kosten, ganz einfach.

    Ein Land präsentiert sich durch die Ausrichtung eines Turnieres: braucht man nicht mehr, kostet nur. Man reist als Fan durch 1 Land und lernt es kennen: für was? Weg damit, alles für ewig Gestrige! Dagegen braucht man unbedingt 6 Vorrundenspiele pro Tag, 4 sind viel zu wenig. Her mit der Kohle!

    Spiele der deutschen Nationalmannschaft sind ohnehin längst zum Partyevent (Spaßfußball am sommerlichen Grill) verkommen. Insofern ist dieser Identätsverlust nur konsequent. Ein Grund mehr, dass man die Nationalmannschaft nur noch am Rande verfolgt.

  3. und auch die "völkerverbindenden Begegnungen" brauchen wir doch nicht abwarten. Es reicht einfach auf die heutigen Quali-Spiele zu schauen - denn nichts anderes wären die Spiele nach dem Modus.
    Über die Qualispiele nehmen Städte wie Brüssel und Kopenhagen streng genommen übrigens schon jetzt an der EM teil...
    Und wenn die Kosten das Hauptargument sind. Wäre es dann nicht eine viel bessere Idee gewesen die EM zu verkleinern, zB auf 12 Teams, anstatt sie auf 24 teams aufzupusten?

    Im Endeffekt speilen wir dann 2 Jahre Quali um das Teilnehmerfeld von 53 auf 24 zu reduzieren. Das wird natürlich auch Auswirkungen auf die Qualispiele haben, denn es wird für viele Verbände verdammmt schwer werden auszuscheiden - ich fürchte das uns dann mehr Spiele wie D gegen NL anstehen, wo die Beteiligten schlicht keinen Bock haben.

  4. Ich denke, mit 16 Mannschaften war das sinnvolle Maximum an Teilnehmern erreicht.
    24 sind zuviel.

  5. Aber dann bitte nicht in London, Berlin, Paris ....sondern Barcelona, Hamburg und St. Petersburg. Nicht immer die Hauptstädte; das ist langweilig.

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