Atommüll-EndlagerWohin mit dem Atommüll? ZEIT-Redakteur Frank Drieschner über die schwierige Endlagersuche

Seit fast 50 Jahren streitet Deutschland um mittlerweile mehr als 12.000 Tonnen strahlendes Material, das sicher untergebracht werden muss. ZEIT-Redakteur Frank Drieschner über die schwierige Suche nach einem geeigneten Endlager.

 

Leserkommentare
  1. Hier hat die BGR schon 1995 den Ansatz gemacht, einen Standort zu finden, der Salz mit einer Tonüberdeckung aufweist. Damit könnten die Nachteile von Ton und Salz aufgefangen werden. Ein solcher Standort ist nach bisherigen Erkenntnissen Waddekath. Gorleben ist es nicht, da hier die Tonschicht Lücken aufweist.

    Bei einer Salz/Ton-Kombination bleibt noch die mangelnde Robustheit gegenüber Eiszeitüberfahrungen. Ideal wäre da eine Granitabdeckung. Einen Standort mit Salz, darüber Ton und darüber - als quasi Eiszeitgrabplatte - Granit gibt es wohl in der Bundesrepublik nicht.

    Wenn Gorleben nicht zum Endlager wird, müssen trotzdem die Verursacher zahlen. Bei einem solchen Problem mit Unsicherheiten kann kein singulärer Standort als geeignet bezeichnet werden. Notwendig ist wissenschaftliche eine komparative Methode. Es müssen unterschiedliche Standorte verglichen werden. Einen sicheren Standort kann man nicht finden, das verbietet die Wissenschaftstheorie. Wohl kann man aber den bestmöglichen aus einer gewählten Grundgesamtheit finden.

    Siehe auch http://endlagerdialog.de

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  2. Mein bescheidenes Wissen über Physik und Geographie, lässt mich nur zum Schluss kommen, dass so eine Endlagersuche eigentlich verlorene Mühe ist. Radioaktiver Müll der mindestens eine Million Jahre sicher aufbewahrt werden muss. Bitte wie soll das gehen? Die nächste Eiszeit kommt früher. Kein Mensch wird wissen, was sich unter den Eismassen abspielen wird, sofern diese soweit kommen. Auf der anderen Seite werden Endlager nicht unweit von Küstengebieten ebenfalls ein Risiko, sollten irgendwann mal die Polarkappen abschmelzen. Dann kommen noch Erdbeben. Die ganzen Spannungen zwischen den Erdplatten können sich in paar zig tausend Jahren dramatisch verändern. Dann soll da jemand noch den Müll rausholen. Oder die Lagerhaltung selbst. Die verwendeten Einrichtungen werden nicht eine Million Jahre halten. Die müssen gewartet und erneuert werden. Und das konsequent mit den erforderlichen finanziellen Mitteln. Und dann kommt da noch der Faktor Mensch. Gebiete in denen sich der Müll befindet, sollen eine Million Jahre von einigermaßen zivilisierten Völkern ausgehalten werden? Wer sagt mir, dass da nicht irgendwann ein verrückter Diktator oder fanatischer, geistlicher Führer einer 'ungemütlichen' Religion das Zeug nicht als Waffe benutzt, ohne einen Gedanken an die Nachfahren zu vergeuden? Sind wir realistisch. Das wird keine tausend Jahre gut gehen.

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    Entfernt. Bitte drücken Sie sich verständlich aus. Die Redaktion/mak

  3. ...Deutschlands. Dann kann man gut darauf aufpassen und es dient zur Erinnerung der Bevölkerung das man nicht so Wirtschafts und Wissenschaftsgläubig sein sollte und sich über die Konsequenzen einer Entscheidung mehr Gedanken machen sollte.

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    • Wombel
    • 07. März 2013 13:24 Uhr

    ist meiner Meinung nach der Keller des Bundestagsgebäudes am besten geeignet, rückholbar wäre es auch.

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    Polsterbezug drauf und ab in den Sitzungssaal!

    Spart viele neue Stühle; dual use sozusagen.

    Und die Volksvertreter können mühelos Ihrer Verantwortung gerecht werden.

    Beste Grüße CM

    Klar, schön die Schuld von sich schieben. Sie selbst haben ja wahrscheinlich ganz ganz sicher noch nie Atomstrom verbraucht.

  4. Polsterbezug drauf und ab in den Sitzungssaal!

    Spart viele neue Stühle; dual use sozusagen.

    Und die Volksvertreter können mühelos Ihrer Verantwortung gerecht werden.

    Beste Grüße CM

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  5. Es kann nur einen Platz geben: Zurück an die Verursacher, also ab ins Kanzleramt damit.

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    • raby
    • 07. März 2013 13:35 Uhr

    ... und alle der Atomlobby und alle Befürworter der Politik gleich dazu!!!

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  6. Unsere Vorbilder in Demokratie und Weltfrieden verschiessen ihren radioaktiven Schrott im Kosovo, Irak und Afghanistan in Form von panzerbrechenden Waffenprojektilen.
    Wir Deutsche nehmen hier teure Wolframlegierungen und fragen, wo wir unseren radioaktiven Müll lassen sollen.

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