Bevölkerung: Kurz erklärt: Was ist der Demografische Wandel?

Für die Bundesregierung ist es "das wichtigste Thema der kommenden Jahre". ZEIT ONLINE und explainity erklären den demographischen Wandel.
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Hauptsache was gesagt ...

Was sie schreiben, ergibt keinen Sinn. Ein Euphemismus dient dazu einen Sachverhalt zu verharmlosen bzw. zu beschönigen (steht sowohl im Duden als auch auf der Seite, die sie selber verlinkt haben). Ängste sollen damit also nicht geschürt, sondern eher vermieden werden.
Aber wahrscheinlich wollten sie einfach nur mal wieder ihrem Unmut gegen "die da oben" Luft machen ...

Demografie gab es schon vor 100 Jahren

Wir haben immer mehr Alte und weniger Junge? Aber diese Entwicklung haben wir seit 100 Jahren! In den letzten 100 Jahren gab es ganz wenige Jahre, in denen es ausreichend Kinder gab. Das waren die Jahre um 1960, das war die Ausnahme. Die Regel seit 100 Jahren ist, dass wir zu wenig Kinder bekommen. Das ist aber nicht weiter schlimm. Wir hatten schon immer auch Zuwanderungsbewegungen, auch jetzt. Seit drei Jahren haben wir nicht eine schrumpfende Bevölkerung, sondern eine wachsende. Also: Die demografische Entwicklung wäre nicht so unumkehrbar, wie immer getan wird.

Dennoch haben wir wahrscheinlich in 20 oder 30 Jahren deutlich weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter. Nur: Das ist eigentlich gar kein Problem. Wir haben große Teile der Bevölkerung, die erwerbstätig sind, die wir aber aus dem System herausgedrängt haben: 7,5 Millionen Minijobber, 2,5 Millionen Selbständige, die nicht in die Sozialversicherung einzahlen. Und wir haben immer noch ein beachtliche Zahl Arbeitslose plus stiller Reserven. Zusammen sind das 12, 13 oder 14 Millionen Menschen. Wenn man davon die Hälfte in das gesetzliche System integrieren würde, hätten wir die "demografische Katastrophe" entschärft. Was auch immer vergessen wird, was ist in der Vergangenheit mit den Produktivitätssteigerungen passiert und wird in Zukunft mit den Produktivitätssteigerungen passieren? Wären und würden die eins zu eins an die Arbeitnehmerinnen plus Inflation weiter gegeben worden, dann gäbe es dieses Problem nicht.