1. Deborah Feldman fühlte sich erst in Berlin zum ersten Mal "richtig authentisch"

2. Judy Winter glaubt immer noch an die große Liebe

3. Güzin Kar interessiert sich fürs Scheitern

4. Petra Volpe fremdelt bei deutschen Filmstoffen

5. Zu früh in die Ferien: Bußgelder für Eltern im Norden höher

6. ZDF-Sportchef Fuhrmann: Wir arbeiten daran, die Wettkämpfe live zu übertragen

7. Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf wirft sächsischer Landesregierung Versäumnisse bei Manufaktur Meissen vor

8. Christopher Kloeble über seine Zeit beim Tölzer Knabenchor: "Die Angst war unbeschreiblich"

9. Schriftstellerin Irene Dische: "Larmoyanz ertrage ich schwer"

10. Schriftsteller John Lanchester über Theresa May: "Sie wird bald weg sein"

11. VW-Dieselbesitzern droht Entzug der KfZ-Zulassung

12. Ökonom Justus Haucap: Mögliche Bußen fürs Autokartell über drei Milliarden Euro

13. Familienministerin Katarina Barley will Vermittlungs-Modelle für getrennte Ehepartner fördern: "Die Kinder müssen im Vordergrund stehen"

14. Familienministerin Barley kritisiert Klage-Aufruf von Kardinal Marx

Deborah Feldman fühlte sich erst in Berlin zum ersten Mal richtig authentisch

Die Schriftstellerin Deborah Feldman ("Unorthodox"), die in einem ultraorthodoxen jüdischen Viertel in New York aufwuchs, war nach eigenem Bekunden lange auf der Suche nach der eigenen Persönlichkeit. Erst nach einem Verkehrsunfall habe sie sich aus dieser vor allem für Frauen streng reglementierten Welt befreien können: "Ich hatte alles verlassen, was ich kannte. Also begann ich, andere Leute nachzuahmen. Ich habe Persönlichkeiten anprobiert wie Kleider", sagt die 30-Jährige im ZEITmagazin. Kommilitonen an der Universität hätten zu ihr gesagt: "Es ist so anstrengend, mit dir zu reden, du bist so gekünstelt." Richtig authentisch habe sie sich zum ersten Mal gefühlt, als sie 2014 nach Berlin zog.

"Wenn ich mich heute frage, wer ich bin, dann weiß ich: Ich fühle mich europäisch, nicht jüdisch. Ja, ich bin jüdisch, aber das ist für mich ein Zufall, nicht der Kern meiner Identität." Vor Kurzem erschien unter dem Titel "Überbitten" der zweite Teil ihrer Lebensgeschichte auf Deutsch.

Feldmans 2012 veröffentlichte Biografie unter dem Titel "Unorthodox" wurde zum US-Bestseller.

Judy Winter glaubt immer noch an die große Liebe

Judy Winter glaubt immer noch an die große Liebe

Der Wunschtraum vom idealen Mann und von einer Familie mit vielen Kindern gehöre zu den nicht erfüllten Träumen ihres Lebens, sagt Judy Winter, 73, im ZEITmagazin. "Er scheiterte schon am idealen Mann, der mir leider nie begegnet ist. Vielleicht habe ich ihn auch bloß nicht erkannt." An die große Liebe glaubt die Schauspielerin aber immer noch. Sie habe gelernt, dass geplatzte Träume keine Katastrophe sind. "Meine Devise lautet: Aufstehen, duschen, Krone richten und weiterträumen. Denn wer keine Träume mehr hat, ist tot", so Winter, die derzeit in dem Kinofilm "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner" zu sehen ist.

Güzin Kar interessiert sich fürs Scheitern

Güzin Kar interessiert sich fürs Scheitern

Die Schweizer Autorin und Film-Regisseurin Güzin Kar schreibt erstmals ein Theaterstück. "Der Regisseur ist Sebastian Nübling, von dem ich bis dahin nicht einmal wusste, wer er ist, so fremd ist mir die Theaterwelt", sagt Güzin Kar in einem Interview mit der Schweiz-Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Aber ich habe Ja gesagt. Diese latente Möglichkeit, scheitern zu können, die interessiert mich."

Das Stück "Sweat Shop", in dem es um die glamouröse Modewelt in Europa und die miserablen Produktionsbedingungen in den Textilfabriken in armen Ländern geht, feiert im Mai 2018 am Schauspielhaus Zürich Premiere. Güzin Kar wurde bekannt als Drehbuchautorin der Cornelia Funke-Verfilmung "Die Wilden Hühner".

Petra Volpe fremdelt bei deutschen Filmstoffen

Petra Volpe fremdelt bei deutschen Filmstoffen

Die Schweizer Regisseurin und Drehbuchautorin Petra Volpe ("Traumland", "Heidi") tut sich schwer mit deutschen Filmstoffen: "Ich lebe gerne in Berlin. Aber Geschichten und Figuren fallen mir dort nicht einfach so zu, wie das in der Schweiz der Fall ist", sagt Petra Volpe in einem Interview mit der Schweiz-Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Wenn ich deutsche Figuren schreibe, werden sie nicht lebendig. Wenn ich hingegen Schweizer schreibe, kenne ich die zutiefst."

Der Film "Die Göttliche Ordnung" von Petra Volpe über die Einführung des Frauenstimmrechts in der Schweiz kommt am 3. August in die deutschen Kinos. "Meine größte Angst war, dass der Film die Frauen enttäuscht", sagt Petra Volpe gegenüber der ZEIT. "Nach den Vorpremieren war ich oft sehr aufgewühlt, weil mich das so traurig gemacht hat, dass wir Frauen noch heute dankbar sein müssen, dass endlich mal eine Geschichte über uns erzählt wird."

Zu früh in die Ferien: Bußgelder für Eltern im Norden höher

Zu früh in die Ferien: Bußgelder für Eltern im Norden höher

Mit bis zu 2.500 Euro Bußgeld müssen Eltern schulpflichtiger Kinder in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern rechnen, wenn die Familie vor dem offiziellen Schulferienbeginn in den Urlaub startet oder erst nach Ferienende zurückkommt. Bußgelder für Eltern gibt es in ganz Deutschland. Die Höhe ist unterschiedlich, einen Katalog listet DIE ZEIT in der aktuellen Ausgabe auf.

Bis zu 1.000 Euro Bußgeld wird unter anderem in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen veranschlagt. Entspannter geht es in Hessen zu (zwischen 100 und 150 Euro pro Tag) und in Hamburg (200 Euro Bußgeld bei einem unentschuldigt fehlenden Kind, 300 Euro bei mehr als einem Kind). Nur in Sachsen gibt es keine Strafzahlungen.

ZDF-Sportchef Fuhrmann: Wir arbeiten daran, die Wettkämpfe live zu übertragen

ZDF-Sportchef Fuhrmann: Wir arbeiten daran, die Wettkämpfe live zu übertragen

ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann bestätigt die erneuten Bemühungen um die Übertragungsrechte der Olympischen Spiele 2018. "Es stimmt, wir sprechen miteinander. Wir arbeiten daran, dass es vielleicht doch noch gelingen könnte, unseren Zuschauern Wettkämpfe live zu übertragen. Erst einmal geht es um die Winterspiele im kommenden Jahr im südkoreanischen Pyeongchang", so Fuhrmann. "So schnell geben wir nichts verloren".

Fuhrmann, der im Februar 2017 die Leitung des ZDF-Sports übernahm, stemmt sich gegen den Bedeutungsverlust seines Senders bei den Sportübertragungen. "Es gibt keinen Grund für Untergangsszenarien. Wir sollten uns nicht kleiner machen, als wir sind", sagt er im Interview. "Wir sind nach wie vor ein wichtiger Marktteilnehmer, haben attraktive Sportrechte." Und weiter: "Wir werden im Konzert der Großen weiter mitspielen – trotz der neuen Player."

Nach dem Verlust der Rechte an der Champions League setzte Fuhrmann auf eine kritische Begleitung der Themen Doping, Sportpolitik und Korruption.

Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf wirft sächsischer Landesregierung Versäumnisse bei Manufaktur Meissen vor

Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf wirft sächsischer Landesregierung Versäumnisse bei Manufaktur Meissen vor

Der sächsische Alt-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf wirft der Landesregierung vor, die strauchelnde Porzellan-Manufaktur Meissen nicht genug zu unterstützen. "Der Finanzminister hat viel zu früh die Bremse gezogen", sagt Biedenkopf im Gespräch mit der ZEIT im Osten. "Die Wachstumsstrategie hatte doch gerade erst begonnen, sich zu entfalten. Wenn man so etwas macht, muss man einen langen Atem haben."

Biedenkopf zweifelt allerdings auch an seiner früheren Einschätzung, dass ein Staatsbetrieb das geeignete Modell für die Manufaktur sei. "Heute frage ich mich, ob zum Beispiel eine private Stiftung nicht besser gewesen wäre. Bei einem Staatsbetrieb besteht immer die Gefahr, dass er in politische Kreuzwellen kommt."

Kurt Biedenkopf (CDU) war von 1990 bis 2002 Regierungschef von Sachsen und maßgeblich dafür verantwortlich, dass der DDR-Staatsbetrieb dem Freistaat übertragen wurde. Bis zum Jahr 2014 fungierte er als Aufsichtsratschef der Porzellan-Manufaktur. Im letzten veröffentlichten Geschäftsbericht für 2015 weist der Betrieb ein Minus von mehr als zwölf Millionen Euro auf.

Christopher Kloeble über seine Zeit beim Tölzer Knabenchor: „Die Angst war unbeschreiblich“

Christopher Kloeble über seine Zeit beim Tölzer Knabenchor: "Die Angst war unbeschreiblich"

Der Schriftsteller Christopher Kloeble erinnert sich im Gespräch mit der Wochenzeitung DIE  ZEIT an seine Zeit beim Tölzer Knabenchor, die von "einem Wechselbad der Gefühle" und permanentem Druck geprägt war. Der Missbrauch der Knaben durch die Chorleiter sei jedoch nie so weit gegangen wie bei den Regensburger Domspatzen: "Die Domspatzen sind ein Internatschor, was fatale Entwicklungen befördern mag. Bei uns war es anders. Wir fuhren zweimal in der Woche nach München zur Probe und dann wieder nach Hause."

Dennoch erinnert sich Kloeble an einen harten Konkurrenzkampf und sexuelle "Übergriffe, vor allem auf Konzertreisen." Trotz des Ekels vor der Nähe zum Chorleiter Gerhard Schmidt-Gaden, dem "alten Onkel mit Mundgeruch" habe er sich gefügt: "Das Seltsame ist, dass ich neidisch wurde, wenn diese Zärtlichkeiten mit anderen Chorknaben ausgetauscht wurden und ich zuguckte." Konkret erinnert der Autor sich an Küsse und Kniffe auf die Wange und an das morgendliche Knuddeln und Kitzeln. Als "Frustesser, der seinen Geburtstag am liebsten bei McDonald’s feierte" bekam er vom Chorleiter ein Spottlied auf den Leib geschneidert: "Das Fass von Königsdorf", so auch der Titel einer Erzählung Kloebles, wurde von anderen Chorknaben "mit Begeisterung im Bus angestimmt". Seine Statur wurde ihm auch zum Nachteil, denn "die Hübschen hatten bessere Chancen, in der Hierarchie des Chores aufzusteigen."

Schriftstellerin Irene Dische: „Larmoyanz ertrage ich schwer“

Schriftstellerin Irene Dische: "Larmoyanz ertrage ich schwer"

Der Schriftstellerin Irene Dische gehen die weit verbreiteten Klagen über den Zustand der Welt auf die Nerven. "Wer wirklich Schlimmes erlebt hat, klagt selten darüber. Jene Menschen dagegen, die ständig rumjammern, haben oft keine wirklich schlimmen Probleme. Diese Larmoyanz ertrage ich schwer", sagt die deutsch-amerikanische Autorin in einem Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Zukunftsängste habe es schon immer gegeben. "Seit ich denken kann, höre ich von dieser Angst vor der Zukunft", mokiert sich Dische, die hierzulande unter anderem durch ihren autobiografischen Roman "Großmama packt aus" bekannt wurde. Darin erzählt sie die Geschichte ihrer Familie, die in den 1930er Jahren vor den Nazis flüchten musste. "Meine Eltern haben schreckliche Dinge durchgemacht. Aber sie haben nie darüber geklagt. Das war für mich eine Lehre", sagt Dische.

Schriftsteller John Lanchester über Theresa May: „Sie wird bald weg sein“

Schriftsteller John Lanchester über Theresa May: "Sie wird bald weg sein"

Der britische Autor John Lanchester hält es für möglich, dass die Tragödie um den Brand im Londoner Grenfell Tower "Theresa Mays Amtszeit so überschatten wird, dass sie darüber stürzen wird. Die Frau ist eine Katastrophe, sie hat keine Ahnung, wie sie mit Menschen umgehen soll. Sie wird bald weg sein," so Lanchester in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Die Tories hätten "ihren Markenkern, das Vertrauen in ihre Politik, selbst zerstört. Sie standen für einen unromantischen Realismus und Pragmatismus." Das Vertrauen sei durch das Brexit-Referendum und die sinnlosen Neuwahlen "aufgebraucht". "Diese Leute galten mal als die Partei der Vernünftigen, der beinharten Pragmatiker, die immer sagten: Nette Idee, aber dafür haben wir kein Geld. Jetzt stehen sie selbst als realitätsferne, unfähige Fantasten da."

In London sei eine "Bereinigung der Bevölkerung aus Klassen- und Wohlstandsgründen" im Gange, die nur den Reichen ein Leben in London ermögliche. Die Regierung agiere im Sinne des reichen Südens von Kensington, "die verantwortlichen Leute haben keinerlei Interessensübereinstimmung mit den ärmeren Leuten im Norden", so Lanchester.

VW-Dieselbesitzern droht Entzug der KfZ-Zulassung

VW-Dieselbesitzern droht Entzug der KfZ-Zulassung

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) macht Druck auf die Besitzer von Dieselfahrzeugen der Marke VW – und droht ihnen mit dem Entzug der Zulassungserlaubnis ihres Fahrzeugs. Das berichtet die Wochenzeitung DIE ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe.

Nach Informationen der ZEIT verschickt das KBA derzeit Briefe an Besitzer von VW-Dieselfahrzeugen, die sich dem von VW angebotenen Software-Update verweigern. In diesen Briefen kündigt das Amt "die Untersagung des weiteren Betriebs des Fahrzeugs auf öffentlichen Straßen" an. Die Stilllegung des Fahrzeugs sei "in der Regel gebührenpflichtig".

"Millionen Fahrzeughaltern könnte bald die Stilllegung ihrer Fahrzeuge drohen", sagt Christopher Rother, Anwalt und Partner der Kanzlei Hausfeld. Rother vertritt mehr als 30.000 Autobesitzer, die Schadensersatz vom Wolfsburger Autohersteller fordern.

Ökonom Justus Haucap: Mögliche Bußen fürs Autokartell über drei Milliarden Euro

Ökonom Justus Haucap: Mögliche Bußen fürs Autokartell über drei Milliarden Euro

Der Düsseldorfer Wettbewerbsökonom Justus Haucap schätzt, dass auf die Beteiligten des vermutlichen Autokartells über drei Milliarden Euro an Bußgeldern zukommen könnten. "Beim Lkw-Kartell, das 2011 aufflog, ist europaweit ein Bußgeld von drei Milliarden verhängt worden. Dieser Fall könnte sich in ähnlichen Dimensionen bewegen", sagt er der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Es würde mich nicht überraschen, wenn das Bußgeld sogar noch höher wäre." Das alles gelte allerdings nur, wenn die Autohersteller tatsächlich Preise abgesprochen hätten. Sei dies nicht der Fall, würde das Bußgeld deutlich geringer ausfallen.

Für die Drahtzieher des Kartells könnte es auch persönlich teuer werden. "Je nach Schwere der Tat sind Hunderttausende Euro an Strafzahlungen möglich, wohlgemerkt für eine Einzelperson", so Haucap.

Familienministerin Katarina Barley will Vermittlungs-Modelle für getrennte Ehepartner fördern: „Die Kinder müssen im Vordergrund stehen“

Familienministerin Katarina Barley will Vermittlungs-Modelle für getrennte Ehepartner fördern: "Die Kinder müssen im Vordergrund stehen"

Bundesfamilienministerin Katarina Barley ist der Auffassung, die Politik müsse sich generell intensiver als bisher um getrennt lebende Elternpaare kümmern. So werde ihr Ministerium verstärkt Vermittlungs-Modelle fördern, die einen Trennungsstreit vor Gericht verhindern sollen, kündigt Barley im Gespräch mit der ZEIT-Beilage Christ & Welt. an. "Die Kinder müssen im Vordergrund stehen."

Auch das Steuerrecht könne an neue Realitäten angepasst werden, um finanziellen Druck von Eltern zu nehmen, die auseinander gehen: "Wenn sich Eheleute mit Kindern trennen, müssen sie zwei Haushalte führen und sind steuerlich schlechter gestellt." Sie selbst habe zur Geburt ihres ersten Kindes ein Eheseminar besucht. "Der Workshop 'Eltern werden, Paar bleiben' hat mich nicht vor der Scheidung bewahrt. Aber das war erst viele Jahre später", sagt die SPD-Politikerin.

Familienministerin Barley kritisiert Klage-Aufruf von Kardinal Marx

Familienministerin Barley kritisiert Klage-Aufruf von Kardinal Marx

Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) kritisiert die Forderung des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, nach einer Verfassungsklage gegen die Ehe für alle. "Ich finde das sehr schade. Das würde ich ihm angesichts der Mehrheitsmeinung in der Gesellschaft auch nicht empfehlen", sagt sie im Gespräch mit der ZEIT-Beilage Christ & Welt.

Marx hatte der bayerischen Landesregierung zur Klage gegen das neue Gesetz geraten. "Kardinal Marx wird man nicht überzeugen können", so die SPD-Politikerin. Am Ende müsse aber auch die Kirche einen demokratischen Prozess anerkennen können. "Durch die eingetragenen Lebenspartnerschaften ist das christliche Abendland auch nicht untergegangen", sagt Barley. In fünf Jahren rede in der Kirche niemand mehr über die Gleichstellung der Ehe auch für homosexuelle Paare.