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DIE ZEIT Nr. 27 vom 02. Juli 2015

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 27 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 02. Juli 2015. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

Roland Kochs Rückzug als Vorstandsvorsitzender war "persönlich eine Niederlage"

Roland Koch, ehemaliger hessischer Ministerpräsident und Ex-Chef des Baukonzerns Bilfinger, sieht in seinem Rückzug als Vorstandvorsitzender eine Niederlage: "Dass das auch für mich persönlich eine Niederlage war, ist doch klar", sagt Koch im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. Auf der Suche nach den Gründen räumt er ein: "Vielleicht hätten mir in der Krise weniger ambitionierte Ziele geholfen. Ich war auch sehr ehrgeizig bei dem Tempo, das ich den Beteiligten zugemutet habe."

Demokratie sei ein System, "das Effizienz nicht allein an Fakten, sondern auch an gesellschaftlicher Stabilität misst". Ein Kommunalpolitiker brauche das Ja von vielen, um etwas zu verändern. "Das ist der Preis für eine Gesellschaft, der es insgesamt gut geht. Für einen Unternehmer, der wissen will, wie sich seine Investition entwickelt, und für den Zeit Geld ist, ist das die Hölle", so Koch. Zwischen Wirtschaft und Politik gebe es deshalb "eine große Spannung": "In der Wirtschaft zählt das Erreichen von Zahlen. In der Politik zählen auch die Umstände", so Koch.

Die Flut von Informationen und Nachrichten würden die Menschen nicht zu Entscheidungen ermuntern, "sondern zur Flucht", meint Koch. "Die meisten versammeln sich in der vermuteten Mitte und hoffen, dass ohne ihre Beteiligung eine Entscheidung getroffen wird. Und bei unserem Wohlstand sind die meisten zufrieden, wenn sich nichts ändert, obwohl uns genau diese Haltung unseren Wohlstand kosten kann."

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Anti-Terror-Experte fordert: Polizei und Behörden müssen mehr tun

Der amerikanische Sicherheitsexperte Seth Jones fordert gezielte Einsätze gegen den IS: "Ohne gezielte Militäreinsätze ist der IS nicht zu stoppen", sagt Jones im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Wir brauchen Bodentruppen, um den IS aus Dörfern, Stadtvierteln und Städten zu vertreiben. Wer darauf wartet, dass der IS verhandelt, der wartet vergeblich." Jones fordert, den lokalen Kräften zu helfen und die Dschihadisten zu isolieren, zumal die muslimische Mehrheitsbevölkerung keinen Heiligen Krieg wolle.

Europa und die Vereinten Nationen sollten die Kriegserklärung des IS "ernst nehmen – und mit einem Set sehr verschiedener Mittel reagieren", so der Anti-Terror-Stratege. In einigen Fällen sei Militär nötig. "In Europa dagegen müssen Polizei und Strafverfolgungsbehörden mehr tun. Geheimdienste sollten radikale Gruppen infiltrieren, ihren ideologischen Zusammenhalt und ihre finanzielle Absicherung unterminieren. Es wäre ganz falsch, sich auf eine einzige Gegenstrategie festzulegen, ob nun militärisch oder nichtmilitärisch."

Der Experte kritisiert die unzureichenden Ressourcen für Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden, um Terroristen vorab zu identifizieren und zu stoppen. "Eine kluge Balance zwischen Freiheit und Sicherheit ist nötig, wenn wir Menschenleben schützen wollen", so Jones. Der Westen müsse begreifen, dass es weitere Angriffe geben wird: "Auch in Europa. Deshalb müssen wir potenzielle Angreifer rechtzeitig schwächen."

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Susanne Wuest hatte als Kind kein Verständnis für die reale Welt

Die Schauspielerin Susanne Wuest, Hauptdarstellerin im mehrfach ausgezeichneten Horrorfilm "Ich seh, Ich seh", hatte als Kind kein Verständnis für die reale Welt: "Ich hatte Schwierigkeiten, die anderen Kinder zu verstehen", sagt Wuest im ZEITmagazin, "und mir war schleierhaft, welchen Sinn die Schule haben sollte. Ich war eine Außenseiterin und eckte immer wieder an." Auch habe sie oft das Gefühl gehabt, "in einer anderen Welt zu leben".

Mit 15 Jahren habe sie sich dann "geschworen, dass niemand mehr eine Entscheidung für mich treffen sollte, deren Konsequenzen ich zu tragen habe" und sei dann eines Nachts von zu Hause weggelaufen. "Als ich mir meine Freiheit erkämpft hatte, entstand in mir der Wunsch, Schauspielerin zu werden", sagt sie. "Schauspielerei war für mich, wie ein Buch zu lesen und das Gelesene anschließend selbst zu durchleben. Man kann Buchstaben lebendig machen."

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Ian McEwan braucht fürs Schreiben Ordnung in seinem Leben

Der britische Schriftsteller Ian McEwan braucht fürs Schreiben Zeit und Ordnung. Die Disziplin seines Vaters habe er mit zwar mit 17 gehasst, "einige Jahre später dann konnte ich diesem Zwang selbst nicht mehr entrinnen", so McEwan.  Als "wilder junger Mann, der eine Menge Drogen nahm und viel Spaß hatte", habe er kein Wort schreiben können, "bevor das Bett nicht gemacht war. Ich brauche Ordnung in meinem Leben", erklärt McEwan im ZEITmagazin. Außerdem brauche er zum Schreiben "jede Menge Zeit zum Verschwenden", so der 67-jährige mehrfach ausgezeichnete Autor.

Weil er als Kind sehr schüchtern gewesen sei, habe er schon früh angefangen über Monster zu schreiben. "Meinen erfundenen Monstern konnte ich in die Augen schauen. Das waren meineMonster, und ich konnte mit ihnen die Welt schockieren. Ich konnte grauenvolle Dinge schreiben und die Menschen verstören." Auf die Frage, warum ein weiteres wichtiges Thema in seinen Werken die Sexualität sei, sagte er: "Wenn man so um die 20 ist, ist Sexualität der stärkste Antrieb im Leben. Später ist es eine Erleichterung, diese Tyrannei hinter sich zu lassen.

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Holocaust-Überlebende protestieren gegen Google-Spiel

Vertreter der Überlebenden des Holocaust protestieren gegen ein Smartphone-Spiel von Google. Zuvor hatte das ZEITmagazin berichtet, dass KZ-Gedenkstätten in Deutschland und Polen als Spielfelder für das Computerspiel ‚Ingress‘ benutzt worden sind, das von der Google-Tochter Niantic Labs im Dezember 2013 veröffentlicht wurde.

Für die Spielhandlung müssen Nutzer sich mit dem Smartphone zu per GPS markierten Orten bewegen, um dort bestimmte Spielaktionen auszuführen. Wie das ZEITmagazin meldet, befanden sich solche von Niantic Labs als Portale bezeichneten Orte auch an zahlreichen Gedenkstätten des Holocaust und in ehemaligen Konzentrationslagern. Bevor die Portale von Google dort installiert worden waren, hatten ‚Ingress‘-Spieler diese Orte vorgeschlagen.

Betroffen waren unter anderem die Gedenkstätten Sachsenhausen, Dachau und Buchenwald. Nach einer Anfrage des ZEITmagazins hat der Konzern einen Großteil der Portale gelöscht. An kleineren Gedenkstätten wie Oranienburg oder Osthofen kann allerdings weiter ‚Ingress‘ gespielt werden, ebenfalls im Vernichtungslager Auschwitz in Polen. In Dachau beließ man Portale auf dem Häftlingsfriedhof. Gedenkstättenleiterin Gabriele Hammermann kommentiert: "Der Friedhof ist für die Hinterbliebenen ein wichtiger Ort der Trauer. Dass er von Google für ein Unterhaltungsspiel benutzt wird, ist eine Demütigung der Opfer und der Angehörigen." Google müsse selbst dafür sorgen, dass keine Gedenkstätten des Holocaust zu Spielzwecken missbraucht werden.

Die Gedenkstättenbetreiber erwarten eine Verzichtserklärung von Google. "Es muss dafür gesorgt werden, dass auch kleinere KZ-Gedenkstätten von Google-Spielen verschont bleiben", fordert Günter Morsch, der die Gedenkstätte Sachsenhausen bei Berlin leitet: "Google muss erklären, künftig dafür zu sorgen, dass Gedenkstätten für Opfer des Naziregimes von ‚Ingress‘ und ähnlichen Spielen frei gehalten werden." Besonders scharfe Kritik übt der Verband der Überlebenden des KZ Dachau: "Wir protestieren vehement dagegen, dass für das Computerspiel ‚Ingress‘ Teile des Konzentrationslagers Dachau als Schauplatz ausgewählt wurden", sagt Jean-Michel Thomas, Präsident des Comité International de Dachau. "Wir fordern ein Verbot dieser Schändung." Jean-Michel Thomas ist Sohn des heute 95-Jährigen Dachau-Überlebenden Jean Thomas, der 1944 als Angehöriger des französischen Widerstandes per Zug von Paris nach Dachau transportierte wurde. Jean-Michel Thomas sagt: "Von den 100 Kameraden in meinem Waggon starben 71, die waren nicht virtuell. Man kann an solch symbolträchtigen Orten nicht spielen, das ist ein Skandal."

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