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DIE ZEIT Nr. 36 vom 28. August 2014

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 36 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 28. August 2014. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

Miroslav Klose vor seinem Abschied aus der Nationalelf: "Loslassen fällt mir nicht leicht"

In der kommenden Woche wird Rekordtorschütze Miroslav Klose im Rahmen des Freundschaftsspiels gegen Argentinien aus der Nationalmannschaft verabschiedet. "Ein bisschen mulmig ist mir schon bei der Vorstellung, nur noch von der Tribüne aus zuzuschauen. Das Loslassen fällt mir nicht leicht,"  gesteht der 36-jährige Fußballer im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Eigentlich wollte ich so lange spielen, bis mein Körper die Belastung nicht mehr aushält." Aber: "Nach dem Sieg in Brasilien wurde mir klar, dass es besser ist, zu gehen, bevor die Physis irgendwann nachlässt und mir die Jungs wegrennen."  

Für seine Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt gebe es nicht nur persönliche Motive. Wichtig sei ihm auch der Appell an die nachfolgende Spieler-Generation, "sich immer wieder zu überwinden, auf höchstem Niveau zu kämpfen – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Gruppe, und gleichzeitig dankbar zu bleiben". So etwas lerne man nicht an Ausbildungszentren: "Wir Älteren müssen sie zwingen, Verantwortung zu übernehmen."

Um die Entwicklung der jungen Spieler auf dem Platz mache er sich keine Sorgen: "Deutschland hat kein Problem im Sturm. Mario Gomez wird zurückkehren und kann meine Position eins zu eins einnehmen. Mario Götze und Thomas Müller werden mit ihrem außergewöhnlichen Talent die Mannschaft noch Jahre prägen. Jogi Löw kann im Angriff wunderbar variieren."

Klose, der lange als Außenseiter galt, habe in den ersten Jahren seiner Fußballerkarriere versucht, den Regeln des Showgeschäfts zu folgen. "Aber dieses Posen und Taktieren ist einfach nicht mein Ding. Nicht, weil ich anders sein will. Ich komme mir dabei einfach blöd vor. Wenn Sie wüssten, wie viele Leute anfangs auf mich zukamen und sagten: (…) Lauter sprechen, weniger ernst gucken, gerader gehen, all so was."

Die Profijahre beim FC Bayern München seien die schwierigsten seiner Karriere gewesen: "Es war eine harte Zeit. Vor allem die Zusammenarbeit mit Louis van Gaal", sagt Klose heute. "Ich fühlte mich nicht frei, es war für mich sehr schwierig, seine Erwartungen zu erfüllen. Er forderte mich auf, Wege auf dem Spielfeld zu gehen, die ich einfach nicht sah."  Er habe alles gegeben, "aber manchmal passt es wohl einfach nicht". Geholfen habe ihm die Unterstützung von Bundestrainer Joachim Löw und die Anerkennung der deutschen Fans: "Für mich war die Zuneigung der Fans immer ein wichtiger Halt. Eigentlich sind wir Fußballer ja dafür da, die Zuschauer zu begeistern. Bei mir war das immer eine Wechselwirkung, vielleicht habe ich auch deshalb so befreit spielen können."

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Gerhard Besier: Sächsische Linke ist "vollkommen zerstritten" und nicht regierungsfähig

Die Linke in Sachsen ist nach Ansicht ihres prominenten Landtagsabgeordneten Gerhard Besier nicht regierungsfähig. "Die Linke in Sachsen, angeführt von Rico Gebhardt, wäre gar nicht in der Lage, die Regierung zu übernehmen", sagt er in einem Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT kurz vor der Landtagswahl in Sachsen.  "Ich sehe in diesen Reihen auch kaum jemanden, der ansatzweise ministrabel wäre", ergänzt Besier. Für den kommenden Montag plant der Politiker die Veröffentlichung eines Buches, in dem Besier mit seiner Zeit in der Partei abrechnet.

Der Grund für die Schwäche der Linken sei, dass es sich bei ihr um eine "vollkommen zerstrittene Partei" handele, die intern viel stärker verfeindet sei als andere Parteien. "In der Linken herrscht ein andauernder Kampf: Jeder belauert jeden", sagt der 66-Jährige. "Ich war noch nie in einer Subkultur, in der es so intrigant zugeht wie hier", so Besier. Dies habe er seiner Fraktion auch mehrfach vorgeworfen, keiner habe ihm widersprochen.

Seine ehemaligen Parteifreunde beschreibt Besier als Gescheiterte. Kaum einer von ihnen habe außerhalb der Politik eine berufliche Perspektive. "Die meisten aktiven Linken haben nirgendwo sonst beruflich Fuß gefasst. Für sie ist es das Ziel aller Wünsche, Parlamentarier zu sein. Es ist die Alternative zu Hartz IV", so Besier. Von den zuletzt 29 Landtagsabgeordneten seien "zwei Drittel nicht in der Lage, öffentlich einigermaßen frei zu debattieren oder eine Rede zu halten". Stattdessen hätten die Abgeordneten "lediglich eine gewisse soziale Intelligenz", machten sich gegenseitig Versprechungen: "Werde ich das, wirst du das", ergänzt Besier.

Besier, 1947 in Wiesbaden geboren, ist seit 2009 Hochschulpolitischer Sprecher der Linken-Fraktion im Dresdner Landtag. Damals war der Historiker – ein früherer Berater Helmut Kohls – überraschend in die Partei eingetreten. Im April dieses Jahres wurde Besier beim Nominierungsparteitag nicht mehr als Kandidat für das Parlament aufgestellt, danach trat er aus der Partei aus. Sein Buch "Fünf Jahre unter Linken" erscheint einen Tag nach der Landtagswahl in Sachsen.


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Prälat Jüsten: Kirchensteuer bringt Kirchen ins Dilemma

Der Leiter des katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, sieht beide Konfessionen wegen der Kirchensteuer in einem Dilemma. "Wir wollen die Kirchensteuer möglichst gerecht erheben, aber wir wissen auch, dass Steuern Unmut hervorrufen", sagte Jüsten der ZEIT-Beilage "Christ & Welt". Damit reagierte er auf Nachrichten, dass die Kirchenaustritte derzeit um bis zu 60 Prozent in die Höhe schnellen. Dem Anstieg waren Schreiben der Banken an ihre Kunden vorausgegangen, dass sie und nicht mehr die Finanzämter ab 2015 Kirchensteuer auf Kapitalerträge berechnen. Wie Jüsten sagte, sei es "nur schwer erklärbar, wenn Arbeitnehmer auf Löhne und Gehälter ihre Kirchensteuer automatisch zahlen, Menschen mit Einkünften aus Kapitalvermögen jedoch nicht". Die Kirchen müssten zudem besser erklären, dass es sich dabei nur um ein neues Verfahren handle und keine neue Steuer. Am Steuereinzug auf Kapitalerträge will Jüsten jedoch festhalten.

Jüsten widersprach auch der Kritik aus der evangelischen Kirche, nach der Bankberater zum Kirchenaustritt geraten hätten. "Die Banken haben korrekt informiert", sagte der Theologe. Dagegen hätten es die Kirchen versäumt, ihre Mitglieder zu informieren: "Wir selbst hätten früher aktiv werden müssen." Das katholische Büro in Berlin ist die Schnittstelle zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und der Bundespolitik.

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Udo Jürgens: "Wahrscheinlich habe ich nicht genug geliebt"

"Das Glück ist ein flüchtiger Vogel. Er beschenkt dich mit seiner Gegenwart, aber er ist ganz schnell wieder weg",  so Udo Jürgens im ZEITmagazin. Der Sänger, der am 30. September 80 Jahre alt wird, hat erkannt: "Du musst jeden Glücksmoment mit einem traurigen Moment bezahlen."

Jürgens, bekannt für Schlager wie "17 Jahr, blondes Haar" oder "Mit 66 Jahren", erinnert sich  im Gespräch an die Anfangsjahre seiner Karriere: "Ich glaube, in dieser Zeit der Euphorie war ich auch immer sehr deprimiert, weil es eben ein Scheinglück ist, kein wahres, tiefes, bleibendes Glück. Das hat sich auch in meinem Privatleben geäußert: Ich habe mich als jüngerer Mann wahnsinnig schnell verliebt, aber sehr oft in meinem Leben hat sich auch schnell eine gewisse Ernüchterung eingestellt."

Seine zweite Frau Corinna war erst 16, als er sie kennenlernte. Auf die Frage, warum er sich immer auf so junge Frauen eingelassen habe, antwortet Jürgens: "Ich weiß es nicht. Vielleicht weil diese Frauen viele Jahre lang immer diejenigen waren, die von sich aus die Nähe am meisten gesucht haben. Die haben die Popmusik und die Schlagermusik geliebt, die haben einen angehimmelt. Ich habe darüber einfach nicht nachgedacht. Das liegt auch relativ lange zurück. In meinem Alter heute könnte ich mir das nur mit jemandem vorstellen, mit dem ich auf einer Augenhöhe bin."

Gefragt, ob er genug geliebt habe, antwortet der Komponist und Sänger: "Im oberflächlichen Sinne, ja. Im Sinne von wirklich Liebe weitergeben und anderen helfen, da muss ich zugeben: Wahrscheinlich habe ich nicht genug geliebt."


Am 24. Oktober beginnt Udo Jürgens Tournee "Mitten im Leben" in Heilbronn.
  

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Wolfgang Huber: Im Notfall Waffengewalt

Der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD erklärt in der aktuellen Ausgabe der ZEIT, warum Militäreinsätze moralisch verpflichtend sein können und fordert die Politik auf, dem Islamischen Staat (IS) das Terrorhandwerk zu legen. "Unsere Verantwortung für den Frieden kann im äußersten Notfall den Einsatz von Waffengewalt einschließen", so der evangelische Theologe. "Die Frage lautet nicht nur: Will ich mich selber verteidigen? Sondern auch: Verteidige ich andere? (…) Wir haben Verantwortung für andere und werden auch dann schuldig, wenn wir die Opfer des IS alleinlassen."

Huber erklärte, er sei empört, dass die UN ihre Schutzverantwortung nicht wahrnehmen. "Ich bedaure sehr, dass die Vereinten Nationen den Opfern nicht gerecht werden. Erstens, weil der Islamische Staat täglich mehr Menschen terrorisiert. Zweitens, weil die UN durch Untätigkeit ihre innere Legitimität untergraben." Der ehemalige Ratsvorsitzende der EKD sagte, er verstehe das Zögern des Sicherheitsrates nicht: "Das gilt auch für Sondersitzungen im Bundestag." Damit kritisierte Huber auch die langsame  Reaktion Deutschlands auf die Gewalt im Irak. Der Hintergrund: Am 1. September wird der Bundestag über Waffenlieferungen an die irakischen Kurden debattieren.

Huber forderte: "Wir müssen dem Islamischen Staat das Terrorhandwerk legen. Aber wir müssen auch tragfähige, friedensfähige politische Strukturen aufbauen." Ein Militäreinsatz verstößt aus Hubers Sicht nicht notwendigerweise gegen das christliche Tötungsverbot: "Für mich schließt das Gebot ‚Du sollst nicht töten‘ auch das Gebot ein: ‚Du sollst nicht töten lassen‘."

Damit wendet sich einer der namhaftesten deutschen Christen gegen einen Pazifismus aus Prinzip, wie er in der Debatte über deutsche Militäreinsätze zuletzt von Margot Käßmann, der ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, vertreten wurde. Huber: "Pazifismus heißt nicht Passivität. Pazifisten sind diejenigen, die Frieden machen. Pazifisten sind nicht diejenigen, die alles geschehen lassen." In Anspielung auf Käßmanns Vorschlag, die Bundeswehr abzuschaffen, plädierte ihr Amtsvorgänger für ein verantwortungsethisches Handeln der Politik: "Verantworte, was du tust, vor Gott und den Menschen. Das gilt aber auch für den, der die Abschaffung der Bundeswehr vorschlägt."

Auf die Frage, ob Frieden machen auch das Töten von Menschen einschließen könne, antwortete Huber wörtlich: "Im äußersten Notfall ja. Doch im Bewusstsein, dass Töten mit Schuld verbunden ist und dass Töten allein niemals hinreicht, um Frieden zu machen."

Abschließend forderte Huber Christen und Muslime auf, als Reaktion auf den militanten Islamismus die kritischen Stimmen im Innern des Islam zu stärken. Er bemängelte, dass "eine kritische Auseinandersetzung mit der Gewaltlegitimation im Islam von manchen sofort als islamophob betrachtet wird".

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Mary Bauermeister: Stockhausens "beste Muse"

Die Künstlerin Mary Bauermeister findet, dass Frauen in der Kunstwelt benachteiligt werden. Wenn Frauen etwas in der Kunst zuerst machten, werde es nicht als Kunst gesehen, erklärt sie im ZEITmagazin. In den 60er Jahren arbeitete Bauermeister in New York an großen Stoffbildern aus alten sizilianischen Betttüchern. "Als ich das ausstellte, hieß es: Handarbeit. Aber wenn männliche Künstler das zu einer Bewegung machen, heißt es plötzlich: Die Neue Sensibilität. 2004 hat Kasper König für das Museum Ludwig eine meiner Stoffarbeiten gekauft und gesagt: ‚Ich habe diese Arbeit 1964 in New York gesehen, damals hielt ich das für Handarbeit, jetzt muss ich das teuer kaufen.‘"

Bauermeister wird im September 80 Jahre alt. Ihr Atelier in Köln gilt als Geburtsort der Fluxus-Bewegung: Anfang der 60er Jahre trafen sich dort Musiker und Künstler, "John Cage zum Beispiel, dessen Klavierkonzert 1958 im WDR ausgebuht und nicht mal zu Ende gespielt wurde. (…) Künstler, die bis dahin abgelehnt wurden, weil sie zu sehr Avantgarde waren, zeigten ihre Werke und Performances, wie Nam June Paik." Auch der Komponist Karlheinz Stockhausen kam zu diesen Treffen. Bauermeister wurde erst seine Geliebte, später seine Ehefrau. Obwohl sie Stockhausen immer mit anderen Frauen teilen musste, empfand sie keine Eifersucht: "Das, was Stockhausen mir gedanklich gab, gehörte nur mir. Im künstlerischen Austausch brauchte ich ihn mit niemandem zu teilen. Ich war seine beste Muse."

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Sinéad O’Connor über ihren Traum von der Pop-Karriere

Die Sängerin Sinéad O’Connor träumte schon als Kind von einer Pop-Karriere: "Vom Singen leben zu können war für mich der Traum meines Lebens", sagte sie dem ZEITmagazin. "Als Kind hatte ich Poster von Bob Dylan, Siouxsie and the Banshees, Elvis Presley, David Bowie und den Bay City Rollers über dem Bett hängen." Das seien alles Charaktere gewesen, "die eine aufregende Alternative zum tristen Alltag meiner Kindheit in Irland zu bieten schienen". 

Als sie, im Alter von 14 Jahren, gebeten wurde für die Band In Tua Nua ein Lied zu schreiben und es zu singen, habe sich ihr "eine neue Welt" eröffnet, erinnert sich O’Connor.  "Damals war ich zum ersten Mal in einem Studio, sang in ein Mikrofon und war tief beeindruckt." Ihren Wunsch, mit dieser Band in alle Welt zu reisen, hätten die Bandmitglieder abgelehnt, "weil ihnen die Verantwortung für eine Vierzehnjährige zu groß war". Das habe ihr das Herz gebrochen,  so Sinéad O’Connor. "Ich war natürlich tatsächlich zu jung, und das wusste ich auch. Aber das machte es nicht besser."

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Parov Stelar: Musiker ohne Notenkenntnisse

Der Musiker Parov Stelar kann weder Noten lesen noch ein Instrument spielen. "Ich spiele lediglich den Computer", sagte Stelar dem ZEITmagazin. Der 39-Jährige gilt als Erfinder der Musikrichtung Elektroswing, einer Mischung aus Techno und Jazz. Er habe nicht den Ehrgeiz, Noten lesen zu können um zu verstehen, wie man komponiere, so Stelar, "weil ich dann wahrscheinlich so verkrampft wäre, dass nichts mehr funktionieren würde. Ich komponiere lieber über das Hören und die Intuition. Ich spiele einfach das, was sich für mich gut anfühlt."  

Die Mitglieder seiner Band, mit der er gerade auf Europa-Tournee ist, seien alles studierte Musiker. "Sie sagen zu mir: ‚Du machst so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Du mischst Dinge zusammen, die man eigentlich nicht mischen darf, aber verdammt, klingt das gut!‘"

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Deutschland sucht Kompromiss im Schuldenstreit

Im Streit um die Sparpolitik in Europa deutet sich nach Informationen der Wochenzeitung DIE ZEIT ein Kompromiss an. Demnach soll die für die Überwachung der Fiskalregeln zuständige Europäische Kommission diese Regeln flexibel auslegen, ohne gegen die Vorgaben selbst zu verstoßen. Ein solches Vorgehen würden die Bundesregierung und die Europäische Zentralbank (EZB) akzeptieren.

Hintergrund ist, dass insbesondere Italien und Frankreich bereits seit einiger Zeit auf eine Lockerung der Sparvorgaben drängen. Am vergangenen Wochenende hatte EZB-Präsident Mario Draghi in einer Rede gesagt, die Finanzpolitik müsse angesichts der nachlassenden konjunkturellen Dynamik eine "größere Rolle im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Europa" übernehmen. Bislang hatte auch die EZB zur Sparsamkeit gedrängt.

Draghis Forderung ist in einigen Südstaaten als Aufruf zur Abkehr von der Sparpolitik interpretiert worden. Dem Vernehmen nach will er aber an den Budgetregeln selbst nichts ändern, sondern lediglich die eingebaute Flexibilität bei der Auslegung nutzen, wenn die betroffenen Staaten im Gegenzug Reformen umsetzen. Wie es heißt, würde sich die Bundesregierung dem nicht entgegenstellen, zumal die strengen Sparvorgaben in den von der SPD geführten Ministerien ohnehin skeptisch gesehen werden.

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Twitter eröffnet Büro in Hamburg

Der börsennotierte US-Konzern Twitter hat in Hamburg einen neuen Standort eröffnet. Dies bestätigte der neu ernannte Deutschland-Chef des Unternehmens Thomas de Buhr gegenüber der Wochenzeitung DIE ZEIT.  

"Hamburg ist die richtige Umgebung, um ein hervorragendes Team aufzubauen", sagte de Buhr, der selbst in der Hansestadt wohnt, der ZEIT. "In Hamburg haben wir die großen Medienhäuser, namhafte Kunden, wichtige Kreativagenturen und große Onlineunternehmen, aber auch die Start-ups." Auch der Hamburger Senat habe großes Engagement gezeigt. Das bisherige Twitter-Büro in Berlin soll bestehen bleiben. 

"Deutschland ist ein extrem wichtiger Markt für uns", ergänzt Twitter-Europachef Ali Jafari gegenüber der ZEIT. De Buhr sei mit seiner Erfahrung, unter anderem bei Google, der richtige Mann. Der ehemalige Google-Manager de Buhr ist seit 1. August im Amt und äußert sich das erste Mal in seiner neuen Funktion. Er soll nun weitere User und Werbekunden gewinnen sowie Unternehmen dazu bringen, Twitter mehr zu nutzen.  

Zunächst zieht das Unternehmen in die Hamburger Hafencity. Zur genauen Zahl künftiger Mitarbeiter wollte de Buhr sich nicht äußern. Bei Twitter sind derzeit mehrere Stellen ausgeschrieben.  

Außer Twitter haben bereits andere große Internetfirmen wie Google, Facebook, Big Point und Xing ihren Sitz in Hamburg.

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Kardinal Walter Kasper: "Absoluter Pazifismus ist nur im Paradies möglich"

Katholische und evangelische Kirchenrepräsentanten unterstützen einen Militäreinsatz im Irak und stärken die Position des ehemaligen Ratsvorsitzenden der EKD Wolfgang Huber. "Hilfe für Menschen in extremer Gefahr für Leib und Leben ist moralisch geboten", sagt der deutsche emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper in der ZEIT. "Das muss im Extremfall auch militärisch geschehen." Kasper stützt damit in der ZEIT Wolfgang Hubers Thesen zu einer Verantwortungsethik. Zum gerechten Krieg erklärte Kasper, der ein Vertrauter des neuen Papstes Franziskus ist: "Als Ultima Ratio kann es einen gerechtfertigten militärischen Einsatz geben." Der Papst selbst hatte erst kürzlich die Vereinten Nationen aufgerufen, die Opfer des "Islamischen Staates" im Irak zu schützen. Weiter sagte Kasper: "Ein absoluter Pazifismus ist nur im Paradies oder im vollendeten Reich Gottes möglich, aber nicht in dieser Welt, in der es das Böse nun einmal gibt." Damit widersprach Kasper jenen Christen in Deutschland, die angesichts islamistischer Gewalt einen Pazifismus aus Prinzip vertreten.

Walter Kasper, 81, war Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen.

Neben Kasper stärkt auch der amtierende Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider die Position Wolfgang Huberts, dass angesichts des Leides Unschuldiger auch ein Nicht-Handeln unmoralisch sein kann. In der ZEIT sagt Schneider:  "Bonhoeffer zog angesichts der Naziverbrechen den Schluss, dass es Situationen gibt, in denen es nicht reicht, Unter­die-Räder-Gekommene zu verbinden. Dem Rad muss auch in die Speichen gegriffen werden – und sei es mit Gewalt." Schneider räumt ein, dass bei der Ausübung von Gewalt gegen Gewalttäter ein moralisches Dilemma bleibt: "Dabei werden Menschen schuldig. Aber auch der Verzicht auf den Griff in die Speichen ist nicht schuldfrei."

Nikolaus Schneider, 66, ist Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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Pharmakonzern Pfizer lies Umweltaktivisten ausspionieren

Der Pharmakonzern Pfizer hat im Jahr 2008 einen privaten Undercover-Ermittler in die radikale Tierrechts-Szene von Berlin eingeschleust. Nach Recherchen von ZEIT und ZEIT ONLINE sollte der verdeckt arbeitende Spion das "Gefährdungspotential" ausloten, das von den Tierversuchs-Gegnern ausging. Das behauptet ein ehemaliger Mitarbeiter der Sicherheitsfirma, die den Auftrag von Pfizer erhielt. Im gleichen Jahr war das Pharmaunternehmen aus Karlsruhe in die Hauptstadt übergesiedelt.

Um Zugang zum verschlossenen Milieu der militanten Tierrechts-Aktivisten zu bekommen, benutzte der Spitzel offenbar auch die Identität einer Greenpeace-Campaignerin. Die Mitarbeiterin bestätigt, damals einen Undercover-Ermittler gekannt zu haben. Auch der damalige Direktor für "Global Security" bei Pfizer gibt gegenüber ZEIT ONLINE zu, vor sechs Jahren ein Dossier mit einer Gefährdungsanalyse von den Sicherheits-Beratern bekommen zu haben.

DIE ZEIT widmet sich im Dossier ihrer aktuellen Ausgabe ausführlich dem Phänomen Tierrechts-Extremismus in Deutschland. Bis zu 1.000 militante Aktivisten agieren derzeit in Deutschland aus dem Untergrund: Sie zünden Fleischfabriken, Ställe und LKW´s an, sprengen Hochsitze oder befreien Tiere aus Tierversuchslaboren. Das BKA zählte 2.100 Straftaten aus diesem Bereich in den vergangenen zehn Jahren. Die Zahl der Anschläge hat sich in diesem Zeitraum verdoppelt.

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