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DIE ZEIT Nr. 49 vom 27. November 2014

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 49 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 27. November 2014. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

Getäuschte Verbraucher: Falsche Verkäufer bei Karstadt und Media Markt

In Kaufhäusern und Elektronik-Märkten werden Kunden häufig getäuscht: Auf den Verkaufsflächen arbeiten auch Verkäufer, die von Markenherstellern entsandt und bezahlt werden, ohne dass diese für den Kunden zu erkennen sind. Die sogenannten "Promoter" treten oft wie angestellte Verkäufer der Warenhäuser auf. Das haben Recherchen der Wochenzeitung DIE ZEIT und des NDR Politikmagazins Panorama 3 ergeben.

Die Verkaufstaktik nennt sich "Hidden Promotion", versteckte Promotion. Anders als bei einer offenen Promotion wird den Kunden hierbei häufig vorgetäuscht, sie würden von neutralen Verkäufern fachlich beraten. Doch eigentliches Ziel der Promoter ist der Abverkauf jener Marken, für die sie arbeiten. Für die Kunden ist dies meist nicht transparent. Oft tragen die falschen Verkäufer den gleichen Dresscode und manchmal sogar ein Namensschild des Kaufhauses. Bei verdeckten Test-Einkäufen gab sich keiner dieser Promoter von sich aus als Mitarbeiter eines Markenunternehmens zu erkennen.

Nach Recherchen von ZEIT und Panorama 3 sind die häufig als "Fachberater" bezeichneten Promoter in vielen Warenhausketten im Einsatz. Sie beraten nicht nur in Saturn- und Media Märkten, Karstadt- oder Breuninger-Filialen, sondern auch in den edelsten Aushängeschildern der Branche, dem KaDeWe in Berlin oder dem Hamburger Alsterhaus, die zur Karstadt-Gruppe gehören. Besonders häufig fanden sich die versteckten Promoter in Mode- und Kosmetikabteilungen, sowie im Foto-, Smartphone- und Fernsehbereich.

Karstadt, Breuninger und die Media-Saturn-Holding räumen den Einsatz von Promotern auf Nachfrage ein. Alle geben jedoch an, Fremdmitarbeiter auf ihren Flächen seien durch Kleidung oder Namensschilder klar als solche zu erkennen. Die Recherchen von ZEIT und Panorama 3 belegen jedoch, dass gegen diese Vorgaben wiederholt verstoßen wird. Auch bei Stichproben zeigte sich, dass versteckte Promoter ohne entsprechende Kennzeichnung arbeiteten.

Boris Wita von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein beklagt eine mögliche Irreführung der Verbraucher. "Freiwillig wird der Handel diese Praxis nicht abstellen, denn er profitiert davon: Hier werden kostenfreie Mitarbeiter in die Läden gestellt, die auch für einen großen, starken Umsatz sorgen. Der Gesetzgeber muss zu einer gesetzlichen Regelung kommen, die es dem Handel auferlegt, die Verkäufer, die Berater klar zu deklarieren, damit der Verbraucher weiß, um welches Produkt, um welche Produktgruppe es hier geht".

Über drei Millionen Beschäftigte arbeiten im deutschen Einzelhandel. Nach Informationen von Betriebsräten und Handelsvertretern besteht das Verkaufs-Personal in einzelnen Filialen heute bereits zu 30 bis 90 Prozent aus Promotern. Nicht alle arbeiten jedoch verdeckt.

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CDU-Alt-Ministerpräsident Bernhard Vogel: Thüringen wird unter Ramelow "eher ruhige Jahre erleben"

Für Thüringens früheren CDU-Ministerpräsidenten Bernhard Vogel wäre eine Regierung unter dem Linken Bodo Ramelow "nicht der Untergang des Abendlandes". Im Gegenteil: "Wir werden mit ihm eher ruhige Jahre erleben", sagte Vogel in einem Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Ich rechne nicht damit, dass er alles auf den Kopf stellen wird. Nein, er wird sich sehr bemühen. Er wird auf leisen Sohlen regieren, er wird sehr friedlich und verbindlich die ersten beiden Jahre bestreiten."

Vogel, der von 1992 bis 2003 in Thüringen regierte, begründete dies in dem ZEIT-Gespräch auch damit, dass es den Linken nicht vordergründig um die Macht in Thüringen gehe – sondern vor allem um die Macht im Bund 2017. "Schon aus diesem Grund wäre es Ramelows größte Torheit, jetzt den Eindruck zu erwecken, er plane in Thüringen die Revolution." Der Schaden, den Ramelow Thüringen zufügen könne, werde sich schon aus praktischen Gründen in Grenzen halten. "Man kann ein Land, das so gut dasteht, nicht in fünf Jahren kaputt wirtschaften." Es sei "nicht in Ramelows Interesse, hier irgendetwas zu zerstören", so Vogel. "Wahrscheinlich wird er wenige grobe Fehler machen."

Aus persönlicher Sicht würde Vogel Ramelows Aufstieg trotzdem "als schlimmes Signal" empfinden, sagte der 81-Jährige. "Alles hätte ich mir vorstellen können. Alles, nur das nicht. Die Vorstellung, dass in meinem Dienstzimmer, das ich in der Staatskanzlei eingerichtet habe, einmal Herr Ramelow sitzen könnte: Das ist schockierend."

Dafür, dass die Linke in Thüringen nun die Möglichkeit habe, an die Macht zu gelangen, machte Vogel indirekt auch die aktuelle CDU-Regierung unter seiner Nach-Nachfolgerin Christine Lieberknecht verantwortlich. "Am Schluss muss ein Regierungschef immer dafür sorgen, dass alle halbwegs zufrieden sind. Der Koalitionspartner ebenso wie die eigene Partei", so Vogel. "Ich habe selten erlebt, dass jemand an seinen Erfolgen nur ganz alleine die Schuld trägt. Das ist beim Erfolg der Linken genauso. Meist hilft die Konkurrenz kräftig mit."

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Thüringer AfD-Fraktionschef: Würden CDU-Kandidaten zum Ministerpräsidenten mitwählen

Wenige Tage vor dem erwarteten Wahl-Krimi im Erfurter Landtag positioniert sich die AfD-Fraktion eindeutig in der Frage, welche Ministerpräsidenten-Kandidaten anderer Parteien sie unterstützen würde. "Wir werden den Postkommunisten Ramelow nicht wählen", sagte AfD-Fraktionschef Björn Höcke der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Wir werden aber auch die Politikverwalterin Christine Lieberknecht nicht mittragen, weil sie für all das steht, was uns die Merkel-CDU zu einem roten Tuch macht", erklärte Höcke.

Es gebe allerdings durchaus Unionspolitiker, auf die sich die AfD-Fraktion einigen könnte, so Höcke: "Ich denke, wenn CDU-Fraktionschef Mike Mohring gegen Ramelow antritt, kann er nach menschlichem Ermessen mit allen elf Stimmen der AfD-Fraktion rechnen. Mohring ist ein profilierter Konservativer. Er ist ein junger Stürmer und voll im Saft", sagte Höcke.

Sogar den jetzigen Landtagspräsidenten Christian Carius würde die AfD notfalls wählen, träte er bei der Ministerpräsidentenwahl an: "Carius wäre im Zweifel für uns noch tragbar. In jedem Fall müsste die CDU uns ein gutes Angebot machen", sagte Höcke in der ZEIT.

Am 5. Dezember findet im Thüringer Landtag die Wahl zum Ministerpräsidenten statt. Die Thüringer Landesverfassung sieht vor, dass im dritten Wahlgang in jedem Fall ein neuer Regierungschef gewählt wird. Dabei hätte ein Kandidat der CDU-Fraktion nur dann realistische Chancen, zum Regierungschef gewählt zu werden, wenn er neben Abweichlern von Linken, SPD und Grünen auch die AfD-Fraktion auf seine Seite ziehen kann.

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HSV Sportdirektor, Bernhard Peters: müssen bei Talentförderung "mit Speed aufholen"

Bernhard Peters, seit September Direktor Sport des Hamburger SV, sieht bei seinem Verein großen Nachholbedarf bei der Talentförderung und der Jugendarbeit: "Wir müssen jetzt mit Speed aufholen, müssen Tempo geben, wir müssen da Leute mitnehmen, die dieses Tempo mitgehen wollen und bereit sind, neue Wege zu beschreiten", sagt Peters in einem Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. Auf die Frage, wie viele Jahre der HSV im Vergleich zu anderen Vereinen in diesem Bereich zurück sei, antwortet Peters: "erheblich."

Mit einem neuen Konzept will Peters die Talentförderung des Vereins komplett neu ausrichten. Der Kern der Förderung solle nicht auf dem HSV-Clubgelände, sondern in den Vereinen der talentierten Kinder stattfinden: "Wir arbeiten jetzt eng mit den Kindertrainern in der Region zusammen: Wir werden versuchen, ihr Know-how zu erweitern, werden ihnen ein entsprechendes pädagogisch sinnvolles Training mit Kindern vorschlagen und sie begleiten", sagte Peters der Wochenzeitung DIE ZEIT: "Wir wollen, dass Kinder in ihrem sozialen Umfeld bleiben und nicht eine Stunde durch den Elbtunnel zum Training fahren müssen." Die begabtesten Kinder aus der Umgebung würden "alle zwei Wochen" in einem Perspektivkader gemeinsam trainieren.

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HSV-Sportdirektor Bernhard Peters kritisiert Selbstzufriedenheit aufgrund vergangener Erfolge

Der neue Direktor Sport des Hamburger SV, Bernhard Peters, hat die mangelnde Fokussierung im Verein kritisiert:  "Es gibt hier sehr viele total engagierte (…) Mitarbeiter, aber sie rennen noch zu viel in verschiedene Richtungen. Man muss ihnen eine Leitplanke, Führung und Orientierung geben. Vor allen Dingen müssen wir gemeinsam lernbereit sein für schnelle Entwicklungen und die Selbstzufriedenheit ablegen, die aus vergangenen Erfolgen herrührt," so Peters in einem Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Erfolg im Sport sei nur "Gegenwart und Zukunft". "Wenn du zu lange an vergangenen Erfolgen herumhängst, überholen dich andere", so Peters. Genau das sei beim HSV passiert, "auch wenn das für viele, die für den Erfolg in der Vergangenheit gesorgt haben, schwer anzuerkennen ist."

Angesprochen auf die Protagonisten der glorreichen Vergangenheit sagte Peters: "Alle sogenannten Legenden des HSV, die ich bis jetzt gesprochen habe, sind sehr einverstanden mit dem Weg, den wir neu beschreiten wollen. Sie haben gemerkt, dass dieser Entschluss mit der Ausgliederung der Fußballabteilung in eine AG in gewisser Weise die letzte Patrone, die letzte Chance auf dauerhaften Erfolg ist."

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"Böhmer-Kommission" zur Zukunft der Stasi-Unterlagen-Behörde startet

Über die Zukunft der Stasi-Unterlagen-Behörde wird von diesem Donnerstag (morgen) an eine hochrangig besetzte Kommission beraten. "Keiner wird den Vorschlag machen, die Stasi-Unterlagen-Behörde ohne Weiteres aufzulösen", sagte der designierte Vorsitzende Wolfgang Böhmer (CDU) in einem Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Wir sollten noch keinen Schlussstrich unter das gesamte Stasi-Kapitel ziehen", ergänzte Böhmer, der von 2002 bis 2011 Ministerpräsident Sachsen-Anhalts war.

Die Kommission wird darüber befinden, ob die Stasi-Unterlagen-Behörde nach 2019 ein eigenständiges Gremium bleiben oder beispielsweise dem Bundesarchiv angegliedert werden sollte. "Es geht um Fragen wie diese", sagte Wolfgang Böhmer: "Wo sollen die Akten künftig liegen – und wie sollen sie verwaltet werden? Wem gewähren wir wie lange noch Akteneinsicht? Und was passiert mit der Forschungsabteilung, die bislang ungeschwärzte Stasi-Dokumente einsehen kann?"

Nach Böhmers Vorstellungen soll die Arbeit der Kommission bis zum Ende des kommenden Jahres abgeschlossen sein. Zu ihren 14 Mitgliedern – Sachverständige, die von den Bundestagsfraktionen berufen wurden – zählen unter anderem der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD), Sabine Bergmann-Pohl (CDU), die im Jahr 1990 Präsidentin der frei gewählten DDR-Volkskammer war sowie der frühere Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, Horst Möller.

Böhmer hob gegenüber der ZEIT hervor, dass das Interesse an den Stasi-Akten nach wie vor groß sei; jedes Jahr gebe es mindestens 60 000 Anträge auf Akteneinsicht. "Solange Betroffene leben und Anfragen stellen, muss es diese Möglichkeit geben", so der 78-Jährige. "Nun fragen schon Enkelkinder nach den Stasi-Dossiers ihrer Großeltern. Wir müssen überlegen, ob wir das zulassen."

In dem ZEIT-Gespräch verriet Böhmer auch, dass er selbst von sieben inoffiziellen Mitarbeitern der Staatssicherheit beobachtet worden sei. Über seine persönlichen Erlebnisse mit dem DDR-Geheimdienst sagte er: "Die erklärten mir, dass ich als Vater versagt hätte." Böhmers Sohn war der Medizin-Studienplatz entzogen worden, nachdem dieser unter anderem mit einer westdeutschen Freundin im Grenzgebiet aufgegriffen worden sei.

Wolfgang Böhmer soll am morgigen Donnerstag zum Vorsitzenden der vom Bundestag eingesetzten Kommission gewählt werden. Folgende Mitglieder gehören der "Böhmer-Kommission" an:

Von der CDU-Fraktion nominiert:

- Wolfgang Böhmer (von 2002 bis 2011 Ministerpräsident Sachsen-Anhalts)
- Hans-Joachim Veen (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Ettersberg)
- Horst Möller (von 1992 bis 2011 Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin)
- Rainer Wagner (Vorsitzender der Vereinigung der Opfer des Stalinismus)
- Manfred Wilke (bis 2006 Leiter des Forschungsverbunds SED-Staat an der FU Berlin)
- Sabine Bergmann-Pohl (1990 Präsidentin der frei gewählten DDR-Volkskammer)
- Wolfgang Wieland (ehemals Berliner Justizsenator)

Von der SPD-Fraktion nominiert:

- Wolfgang Thierse (früherer Bundestagspräsident)
- Richard Schröder (Theologe)
- Klaus-Dietmar Henke (ehemals Leiter des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismus-Forschung in Dresden)
- Martin Sabrow (Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung in Potsdam)
- Angelika Menne-Haritz (bis 2014 Vizepräsidentin des Bundesarchivs)

Von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nominiert:

- Peter Wurschi (Soziologe)

Von der Linken-Fraktion nominiert:

- Silke Satjukow (Historikerin der Universität Magdeburg)

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Literaturnobelpreisträger Patrick Modiano: "Das Schreiben ist eine Droge, die ich brauche, um nicht unterzugehen"

Der französische Schriftsteller Patrick Modiano, der am 10. Dezember in Stockholm den Literatur-Nobelpreis überreicht bekommt, will auch als Nobelpreis-Träger weiter schreiben: "Es bleibt doch die Unzufriedenheit, die einen antreibt", sagt der 79-jährige Autor in der Wochenzeitung DIE ZEIT und fügt hinzu: "Das Schreiben ist eine Droge, die ich brauche, um nicht unterzugehen."

Beim Schreiben finde er seine wahre Stimme, so Modiano, der seit 1968 fast jährlich einen neuen Roman verfasst hat. Anders als andere Schriftsteller müsse bei ihm "der erste Wurf ziemlich präzise" sein, so Modiano: "Ich schreibe ziemlich schnell, ohne zu zögern, wie ein Chirurg, der am offenen Körper arbeitet. Das halte ich nicht sehr lange durch, allenfalls zwei oder drei Sunden. Es ist auch nicht sehr angenehm."

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Ehemalige FDF-Politikerin Cornelia Schmalz-Jacobsen: "Ich weiß gar nicht, wie eine gute Ehe geht"

Die ehemalige FDP-Generalsekretärin Cornelia Schmalz-Jacobsen hat an mehreren unglücklichen Ehen gelitten. Erst viel später habe sie sich eingestanden: "Ich weiß gar nicht, wie eine gute Ehe geht", sagt sie im ZEITmagazin. "Nach außen hin war ich die Tüchtige, die Mutige, und dann ging ich nach Hause und heulte", erinnert sich Schmalz-Jacobsen an das Ende ihrer zweiten Ehe, als sie 1978 für den Posten des Münchner Oberbürgermeisters kandidierte.

"Das war eine sehr, sehr anstrengende Zeit",  so Schmalz-Jacobsen, deren Ehemann ihr damals "keine Stütze" gewesen sei: "Er hatte eine Freundin und hing ständig am Telefon oder war bei ihr." Sie sei deshalb ziemlich niedergeschlagen gewesen. "Als ich im Stadtrat einen dramatischen Zusammenbruch hatte, trennte ich mich von meinem Mann, die Kandidatur habe ich aber durchgezogen. Es gab mehrere solcher Situationen in meinem Leben, wo ich mir gesagt habe: Nützt nichts, da musst du durch."

Schmalz-Jacobsen war später stellvertretende Bundesvorsitzende ihrer Partei. In den neunziger Jahren war sie Ausländerbeauftragte der Bundesregierung.

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Bildungsforscher Rohrmann: Werbung mit Geschlechterthemen wirkt bei Kindern

Werbung, die mit Geschlechterthemen spiele, wirke bei Kindern am besten, denn sie seien ansprechbar für einfache Zuordnungen, sagt der Jungenforscher und Psychologe Tim Rohrmann, Professor in Dresden für Bildung und Entwicklung im Kindesalter, im aktuellen ZEITmagazin. Die Unterscheidung zwischen männlich und weiblich sei ab zweieinhalb Jahren ein wichtiges Thema, so Rohrmann, und dies greife die Spielwarenindustrie gezielt auf: "Die Unternehmen wissen genau, wie sie die Kinder kriegen, gerade die Kinder im Einschulalter."

Jungen stünden viele Rollen nicht offen, weil sie durch das Mädchenrosa besetzt seien. Das Geschlecht sei ein einfaches Unterscheidungsmerkmal, das Kinder früh beherrschen. Im Alter zwischen zweieinhalb und acht Jahren seien Kinder damit beschäftigt, ihre eigene Identität als Mädchen und als Junge zu finden und sich von den anderen abzugrenzen. 

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US-Popstar Ariana Grande: Ich habe mich noch nie gegoogelt

Die Popsängerin Ariana Grande hat genug vom Internet: "Ich surfe nie im Netz, lese nichts online und schaue mir auch keine Kommentare unter YouTube-Videos an. Ich habe mich auch noch nie gegoogelt", erklärt die 21-jährige Künstlerin im ZEITmagazin.  Als sie jünger war, habe sie das Internet "intensiver genutzt", sagt Grande: "Aber vor einem Jahr habe ich mich davon verabschiedet. Eines Tages ging mir einfach auf, dass ich online meine Zeit verschwende." Ariana Grande: "Seitdem lebe ich wie befreit."

Außerdem sei sie "eindeutig im falschen Jahrzehnt" geboren, erklärt Grande. "Die sechziger Jahre sind mehr nach meinem Geschmack als die Gegenwart", weil es damals "noch kein Internet gab". Sie würde "die Sozialen Netzwerke und all den anderen Quatsch keine Sekunde vermissen. Nur der direkte Kontakt zu meinen Fans würde mir fehlen." Für sie sei das Internet "ein gefährlicher Albtraum".

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