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DIE ZEIT Nr. 13 vom 26. März 2015

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 13 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 26. März 2015. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

Steinbrück kritisiert Aufspaltungspläne der Deutschen Bank

Der frühere Finanzminister Peer Steinbrück blickt mit Verwunderung auf die Pläne der Deutschen Bank, ihr Privat- und Firmenkundengeschäft als Ganzes zu veräußern und damit das Geldinstitut aufzuspalten. "Als ich dies im Herbst 2012 vorschlug, hat man mir vorgeworfen, ich wollte die Universalbanken zerschlagen. Jetzt zerschlägt die Universalbank Deutsche Bank offenbar sich selbst – und das gilt als geniale Strategie", sagt Steinbrück der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Der SPD-Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2013 betont, dass sein damaliges Ziel sich von dem heutigen der Bank unterscheide. Ihm sei es darum gegangen, die Sparer und letztlich auch die Steuerzahler vor hochriskanten Spekulationsgeschäften zu schützen. Eine Zerschlagung habe er aber nie im Sinn gehabt, die beiden Geschäftsbereiche sollten unter dem Dach einer Holding zusammenbleiben. Über seine Pläne hatte damals die ZEIT als Erste berichtet.

Bei der Neuausrichtung von Deutschlands größtem Bankhaus werden aktuell drei Modelle erörtert. Das intern favorisierte sieht die Abspaltung des kompletten Privatkundengeschäfts vor. Spätestens bis zur Hauptversammlung am 21. Mai soll eine Entscheidung getroffen werden.

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Heinz Buschkowsky: "Einwanderer müssen zur Integration bereit sein"

Heinz Buschkowsky, scheidender SPD-Bezirksbürgermeister des Berliner Problemviertels Neukölln, hat seiner Partei vorgeworfen, Integrationsdefizite von Zuwanderern allein auf soziale Ursachen zurückzuführen. "Es geht hier um Haltungen, Werte und tradierte Kulturriten. Ein feudales Patriarchat, die Vielehe, Akzeptanz von Gewalt innerhalb der Familie oder als Selbstjustiz, die Unterordnung der Frau als Lebewesen minderen Werts, all diese Dinge sind keine Folge des sozialen Status", sagt Buschkowsky in einem Streitgespräch mit der SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi für die Wochenzeitung DIE ZEIT.

"Die Erziehung von Mädchen zur Reinheit, Keuschheit und zum unbedingten Gehorsam und die der Jungen zu Tapferkeit, zu Manneskraft und zu Kampfesmut" seien mit dem Menschenbild aufgeklärter Gesellschaften nicht zu vereinbaren. Einwanderer müssten zur Integration bereit sein, sie müssten Teil der neuen Gesellschaft werden wollen. "Fordert das eine Gesellschaft nicht ein, so wird sie nicht respektiert werden", so Buschkowsky weiter.

Fahimi wehrt sich gegen Buschkowskys pessimistische Sicht. "Wenn Neukölln überall wäre, dann hätten wir keine 16,5 Millionen Deutsche mit sogenanntem Migrationshintergrund, die in unserem Land bestens integriert sind. Wie unter anderem ein Bezirksbürgermeister namens Buschkowsky und eine SPD-Generalsekretärin namens Fahimi belegen", so die SPD-Politikerin. "In der öffentlichen Wahrnehmung sind Ausländer entweder immer nur Täter oder immer nur Opfer. Ich will sie als aktive, mündige und stolze Bürger dieses Landes sehen." Diese Haltung bezeichnet Buschkowsky als "Einwandererkitsch".

Streit gab es zwischen den beiden SPD-Politikern auch um die Rolle des Islam. Der Satz, Islamismus habe mit dem Islam nichts zu tun, sei absurd, so Buschkowsky. Fahimi wiederum setzt Hoffnungen in einen "aufgeklärten, europäischen Islam", der die Trennung von Kirche und Staat akzeptiere und zum kulturellen Erbe Europas gehöre. Das sei "reines Wunschdenken", so Buschkowsky.

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Investoren der Deutschen Bank kritisieren Pläne für einen Verkauf der Postbank

Mehrere große europäische Aktionäre der Deutschen Bank haben sich kritisch über einen Abschied des Instituts aus dem Privatkundengeschäft geäußert. "Ich bin kein Fan eines Verkaufs der Postbank", sagt ein Investor in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Sicher müsse man von deren 1100 Filialen "viele, viele" schließen, man könne "30 Prozent ohne Risiko wegkürzen". Ein anderer monierte, eine Trennung hieße, "ein starkes Geschäft mit vielen Kunden zu verkaufen".

Schon seit längerem wird über einen Verkauf der Postbank oder sogar einen Börsengang des gesamten Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank spekuliert. Entsprechende Modelle hatten Vorstand und Aufsichtsrat in einer Sitzung vergangene Woche diskutiert, in deren Vorfeld sich die Investoren äußerten.

Sehr kritisch zeigten sie sich gegenüber dem Kapitalmarktgeschäft, das sehr lukrativ, aber auch sehr riskant sein kann. "Investmentbanking ist kein aktionärsfreundliches Geschäftsmodell", sagt ein Anteilseigner. Damit steht er konträr zu Plänen, die einen Fokus auf das Investmentbanking als Hauptgeschäft der Deutschen Bank vorsehen.

Ein anderer Großaktionär wollte sich nicht zu einzelnen Beteiligungen äußern, machte aber seine grundsätzliche Haltung klar: "Ich kämpfe mit der Vorstellung reiner Investmentbanken in Europa", sagt Thomas Lapeyre von Amundi, einem französischen Vermögensverwalter, der laut Thomson Reuters zu den zehn größten Eigentümern der Deutschen Bank zählt. "Ich halte eine Universalbank mit verschiedenen Aktivitäten für eine bessere Idee", so Lapeyre weiter. Speziell im Fall einer Trennung vom kompletten Privatkundengeschäft gibt die Deutsche Bank genau diese Idee auf.

Angesichts der Probleme der Bank erwarten die Kapitalgeber von der Führung um Anshu Jain und Jürgen Fitschen sehr konkrete Pläne. "Wir erwarten einen Plan über zwei bis drei Jahre, den die Bank Quartal für Quartal abarbeitet. Das Management kann sich nicht in die Hollywoodschaukel legen", sagt ein Aktionär. Vor allem mit Blick auf Anshu Jain ist die Geduld bei einigen Anteilseignern geschwunden. "Er hat noch eine Kugel im Lauf", sagt ein namhafter Aktionär, "er muss gut zielen." Mit einer Entscheidung über die neue Strategie wird bis zur Hauptversammlung am 21. Mai gerechnet.

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Otto Schily: Straftatbestand der Holocaust-Leugnung überdenken

Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat Zweifel am Straftatbestand der Leugnung des Holocausts: "Ich finde, diesen Straftatbestand sollte man überdenken", sagt Schily im ZEITmagazin mit Blick auf die Inhaftierung seines früheren Anwalts-Kollegen Horst Mahler: "Den Holocaust zu leugnen ist gewiss abscheulich, moralisch verwerflich, grotesk und töricht. Aber deshalb über Jahre ins Gefängnis?"

Für überzogen hält Schily die Kritik an der Vorratsdatenspeicherung: "Das übertriebene Misstrauen gegenüber staatlichen Strukturen kontrastiert in auffälliger Weise zu der Leichtfertigkeit im Umgang mit Facebook, Twitter und Ähnlichem." Es bestehe die Gefahr, dass über das Internet eine Art Schattenregierung entstehe, die allmählich mehr Macht bekomme als politische Institutionen. "Für mich ist der höchste Wert die Autonomie des Einzelnen", so der 82-Jährige. "Man muss sehr aufpassen, dass wir nicht über das Internet zum Gefangenen anonymer Mächte werden", warnt der langjährige Innenminister.

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Streit ums Stadtschloss in Berlin spitzt sich zu

In die Auseinandersetzung um die künftige Nutzung des Humboldt-Forums in Berlin hat sich der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann eingemischt. In der Wochenzeitung DIE ZEIT fordert er konzeptionelle Klarheit: "Alle werkeln vor sich hin, ohne die Kenntnis des anderen. Das muss aufhören. Hier ist jetzt die Politik gefragt."

Lehmann fordert von der Staatsministerin für Kultur, Monika Grütters (CDU), möglichst rasch einen Intendanten für das rekonstruierte Stadtschloss zu berufen. Er favorisiere "einen kreativen ‚jungen Wilden’, einen 40- bis 50-Jährigen, der schon ausgewiesen ist, der innerhalb der Stiftungsstruktur mit eigenem Verantwortungsbereich unterhalb des Stiftungspräsidenten agiert und von einem hochrangigen Beirat fachlich unterstützt wird".

Außerdem kritisiert Lehmann die Ankündigung des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller (SPD), statt der geplanten Zentral- und Landesbibliothek auf der dem Land Berlin zur Verfügung stehenden Fläche eine Ausstellung zur Stadtgeschichte präsentieren zu wollen. "Das neue Berlin muss sich erklären aus seiner Haltung mit und zu der Welt – aber nicht dadurch, dass es in einer Ausstellung sagt: ich erkläre euch jetzt mal, wie die Stadt funktioniert."

Auch Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der wichtigste Nutzer des Humboldt-Forums, verlangt von Grütters eine baldige Entscheidung: "Die Zeit drängt. Innerhalb des Jahres 2015 müssen die entscheidenden, noch offenen Fragen beantwortet werden, jene nach dem Programm für die noch frei bespielbaren Flächen, jene nach der Finanzierung und nicht zuletzt jene nach der Intendanz."

Bereits im Juni wird das Richtfest für das Humboldt-Forum abgehalten werden. 2019 soll das neue Kulturforum eröffnen.

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Otto Schily: Das Duzen in der SPD ist immer noch "gewöhnungsbedürftig"

Der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily hält Distanz für "eine Stilfrage". Auch für ihn als langjährigen Sozialdemokraten sei daher das Duzen in der SPD noch immer "gewöhnungsbedürftig", erklärt er in einem Gespräch mit dem ZEITmagazin.

Prägend sei für ihn bis heute die musische Bildung durch sein Elternhaus gewesen. "Ich kann auf vieles verzichten, aber nicht auf einen Steinway in meiner Wohnung", so der 82-Jährige. "Also gibt es einen Steinway in Berlin und einen in der Toskana."

Darüber hinaus habe er sich zeitlebens mit den Lehren von Rudolf Steiner beschäftigt. "Ich war selbst kein Waldorfschüler", so Schily, doch "aus der Anthroposophie sind viele positive Dinge hervorgegangen, vor allem in der Medizin, in der Landwirtschaft und in der Pädagogik."

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Max-Planck-Gesellschaft plant Doktorandenverträge für drei Jahre

Die Max-Planck-Gesellschaft plant eine umfassende Reform ihrer Nachwuchsförderung. "In Zukunft erhält bei uns jeder Doktorand einen Vertrag", sagt Max-Planck-Präsident Martin Stratmann gegenüber der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Unsere Doktorandenverträge verbinden die Freiheit des Stipendiums mit der Absicherung der Anstellung – für volle drei Jahre plus die Möglichkeit, um ein Jahr zu verlängern. Das ist im deutschen Wissenschaftssystem einmalig."

Gleichzeitig solle verbindlich gewährleistet werden, dass jeder Doktorand "sich zu hundert Prozent seiner Dissertation widmen" kann. Die MPG wird für die vertragliche Besserstellung ihrer Doktoranden insgesamt zusätzliche 50 Millionen Euro pro Jahr aufwenden. Um diese Summe sei intern hart gerungen worden, so Stratmann, es handele sich um einen Gegenwert "von zwei oder drei" neuen Instituten. Das zahle man nicht eben "aus der Portokasse".

Die fehlende Absicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland wird seit langem immer wieder kritisiert. Beklagt werden unter anderem Kurzzeitverträge, die fehlende Unabhängigkeit vieler Nachwuchswissenschaftler sowie unsichere Karrierewege, die selbst nach vielen Jahren in der Forschung nicht zu einer festen Stelle führen. Stratmann fordert "mehr Ehrlichkeit vonseiten der Professoren" in diesem Punkt. "Wer einen Postdoc mit falschen Versprechungen oder immer neuen Verträgen im System hält, missbraucht seine Verantwortung", so Stratmann. Aber auch die Max-Planck-Gesellschaft müsse die vielen jungen Forscher, die später nicht in der Wissenschaft bleiben werden, besser beruflich beraten. Stratmann: "Hier müssen wir hart an uns arbeiten."

Martin Stratmann ist seit vergangenem Jahr Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Die Besserstellung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seine erste große Initiative zur Weiterentwicklung der MPG.

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Politikkünstler Klaus Staeck kritisiert den Kunstmarkt: "Das ist doch grauenvoll"

Der Konzeptkünstler, Verleger und Sammler Klaus Staeck kritisiert den aktuellen Kunstmarkt: "Der Markt verleibt sich letztlich alles ein. Wir haben mit großen Auflagen versucht, ihn zu unterlaufen, auf lange Sicht ist das kaum geglückt. Dem Kapitalismus kann man nur schwer entrinnen", sagt Staeck im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. Der 77-Jährige amtiert noch bis Ende Mai 2015 als Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Heute würden "neunstellige Euro-Summen für Kunstwerke ausgegeben, die dann in den Tresorräumen steuerbegünstigter Freihäfen in Singapur oder Luxemburg landen. Das ist doch grauenvoll!"

Staeck hatte gemeinsam mit Künstlern wie Joseph Beuys und Sigmar Polke seit Ende der sechziger Jahre für einen demokratischen Kunstmarkt gestritten: "Wir wollten die Kunst allen zugänglich machen", so der 77-jährige Staeck: "Ich war immer ein Kämpfer für Öffentlichkeit, für freien Zugang zu allen Bereichen der Gesellschaft."

Inzwischen gebe es "wieder ein Bedürfnis nach Exklusivität. Die Käufer wollen etwas ganz Individuelles, ein Einzelstück, etwas, das nicht auch beim Nachbarn hängen könnte." In den siebziger Jahren freuten sich, erinnert Staeck, "die Besitzer einer Beuys-Edition wie etwa der Intuitions-Kiste noch, wenn sie bei Freunden die gleiche Kiste in der Küche sahen. Heute zieht ein neues Biedermeier

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Schriftstellerin Lily Brett: geprägt bis in die Träume

Die Schriftstellerin Lily Brett schläft schlecht und empfindet die eigenen Albträume als "nicht ungewöhnlich" für jemanden, "dessen Eltern eine Katastrophe überlebt haben", sagt die 68-jährige Autorin im ZEITmagazin. Die Menschen, die sie aufgezogen hätten, seien im Ghetto und später in Auschwitz eingesperrt gewesen und "sie haben alles verloren und waren ständig vom Tod bedroht. Das hat mich geprägt, auf sehr tiefe Art und Weise, bis in meine Träume."

Lily Brett erinnert sich: "Als Kind habe ich zusammen mit meiner Mutter in einem Zimmer geschlafen. Sie hat fast jede Nacht im Schlaf geschrien, laut und voller Panik. Ich konnte ihren Schreien nicht entkommen."

Lily Brett wurde 1946 in einem bayrischen Lager für Displaced Persons geboren, ihre Eltern hatten im Ghetto Łódź geheiratet und getrennt voneinander das Vernichtungslager Auschwitz überlebt. Heute lebt die Schriftstellerin in New York.

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Regisseur François Ozon: "Es war wie in einem Film"

Der französische Regisseur François Ozon ("8 Frauen", "Swimming Pool") ist bei der Arbeit mit Schauspielern zuweilen als Psychologe gefragt. Als eine Schauspielerin am Set eine heftige Krise durchlebte, habe er eingreifen müssen: "Es war wie in einem Film. Ich habe mich um sie gekümmert und ihr klargemacht: Es gibt die Fiktion des Films, und es gibt die Realität", so der 47-Jährige Ozon im ZEITmagazin. "Ich spürte in dieser Situation eine Kraft, die ich bis dahin nicht von mir kannte und die mich sehr erstaunte", sagte Ozon. "Ich wurde im Grunde zu ihrem Psychologen."

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Die Mehrheit der Abiturienten ist schlecht in Mathe

Mehr als Zweidrittel der Abiturienten erreichen in Mathematik nicht den für die Hochschulreife vorgesehenen Wissensstand. Das belegt eine bislang unveröffentlichte Studie des Kieler Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), über die DIE ZEIT in ihrer neuesten Ausgabe berichtet. Die IPN-Forscher testeten die Rechenfähigkeiten von 1.360 Abiturienten aus Schleswig-Holstein und verglichen ihre Leistungen mit den Bildungsstandards der Oberstufe. Nur 31 Prozent der Schüler erreichen die angestrebte "voruniversitäre mathematischer Bildung". Die Mehrheit der Schüler schaffte das Matheniveau der Realschule, 28 Prozent der Abiturienten kommen gar über den Kenntnisstand von Klasse sieben oder acht nicht hinaus. "An diesen Schülern scheint der Mathematikunterricht bereits in der Mittelstufe vorbeigegangen zu sein", sagt IPN-Direktor Olaf Köller.

Die Kultusminister hatten 2012 Bildungsstandards für die Oberstufe festgelegt, unter anderem in Mathematik. Zuvor hatten alle Bundesländer als Reaktion auf das deutsche Abschneiden bei internationalen Vergleichsstudien die Kernfächer in der Oberstufe gestärkt. So kann man anders als früher Mathematik nicht mehr abwählen, sondern muss es bis zum Abitur drei- oder vierstündig belegen. Die Studie belegt nun, dass die Reformen das Matheniveau nicht verbessert haben.

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