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HSV: Dietmar Beiersdorfer sieht „über die Jahre“ auch inhaltliche Fehler beim Verein

HSV: Dietmar Beiersdorfer sieht "über die Jahre" auch inhaltliche Fehler beim Verein

Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsvorsitzender der HSV Fußball AG, übt Kritik am Führungsstil seiner Vorgänger. "Es wurden über die Jahre wahrscheinlich auch inhaltliche Fehler bei der Verpflichtung von Spielern oder Trainern gemacht", so Beiersdorfer in der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Der ganze Verein inklusive der Spieler hat sehr gelitten, vor allem in der vergangenen Saison wurden die Nerven bis zum Anschlag strapaziert".

Beiersdorfer, der den HSV bereits von 2002 bis 2009 als Sportchef führte, sieht mehrere Gründe für den Misserfolg der vergangenen Jahre: "Sowas hat viele Facetten", so Beiersdorfer. Auch "das Zerren um die Macht in einem Klub endet nicht vor der Kabine." Und: "Ein Verein wie der HSV ist ein Organismus. Man muss von innen nach außen strahlen. Wenn das nicht gelingt, mündet es in Unsicherheit und Frustration."

Der Verschleiß an Trainern sei ein Zeichen dafür, "dass Stabilität fehlte". Anspruch und die Wirklichkeit hätten nicht harmoniert, so Beiersdorfer. Durch den Mangel an Zusammenhalt in den Entscheidungsgremien habe die Vereinskultur gelitten, "man gab zu viel von sich preis, ließ zu viel an sich ran. Auch daraus resultierte der Misserfolg, und die Entwicklung blieb aus. Das wollen wir jetzt besser machen."

Die Diskussionen um den Verbleib von Trainer Josef Zinnbauer möchte Beiersdorfer beenden: "Joe ist unbefleckt. Er hat selber Fußball gespielt, besitzt die Gabe, den Jungs Vertrauen zu schenken. Er hat die Gruppe formiert, so etwas haben wir hier längere Zeit in der Form nicht beobachtet. Die Spieler sehen, dass er seinen Job mit ihnen zusammen lebt. Frische, Unverbrauchtheit, Leidenschaft, Passion – das ist eine sehr gute Basis."

Im Umgang mit Klaus-Michael Kühne, dem Förderer der dem HSV Millionen zufließen lässt und damit bei vielen Fans auf Kritik stößt, setzt Beiersdorfer auf seine leise und bestimmte Art. Und er fügt hinzu: "Ich halte es für unangemessen, mit Menschen, die so viel erreicht haben wie Herr Kühne auf seinem Parkett, streng und laut zu reden. Aber ich kann Sie beruhigen, ich vertrete immer unsere Belange."

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 44 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 23. Oktober 2014. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

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