Johannes Kahrs (SPD) fordert: Neues Deutsches Hafenmuseum auf altem Gelände

Das neue Deutsche Hafenmuseum soll auf dem Gelände des jetzigen Hafenmuseums und des 50er Schuppens an der Elbe in Hamburg gebaut werden. Das fordert der SPD-Politiker Johannes Kahrs in einem Gastbeitrag der aktuellen Ausgabe von ZEIT:Hamburg. "Ein anderer Ort ist für das Deutsche Hafenmuseum auch gar nicht vorstellbar", schreibt der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundesfraktion. "Ein halbes Dutzend Gastronomiebetriebe könnten locker auf dem Museumsgelände an der Wasserkante unterkommen, sogar ein Hotel. Parkplätze sind in ausreichendem Maß vorhanden." Das Gelände sei "geradezu ein Geschenk für Hamburg, weil dort noch viele Teile des alten Industriehafens überlebt haben."

Kahrs sieht in dem Museum auch eine stadtentwicklungspolitische Chance: Er schlägt vor, die beliebte Schiffslinie 62 zwischen Finkenwerder und Landungsbrücken auszuweiten und mit der Zwischenstation Elbphilharmonie bis zum Hafenmuseum auf dem Kleinen Grasbrook zu führen. "Das wäre der Sprung über die Elbe", so Kahrs. "Damit würde das Deutsche Hafenmuseum einen Prozess antreiben, der ohnehin schon im Gang ist: die Verlagerung des Hafens Richtung Westen, die Entwicklung des Kleinen Grasbrooks und die Öffnung von Wilhelmsburg und der Veddel zu einem neuen großen Wohngebiet."