Giftige Feinstaubmasse aus Kaminen und Holzöfen

Ausgerechnet die beliebten Holzöfen und offenen Kamine produzieren mancherorts mehr giftige Feinstaubmasse als der gesamte Straßenverkehr. "Holzfeuerung ist mittlerweile die Hauptquelle von Rußpartikeln in der EU. Sie ist für rund 60.000 vorzeitige Todesfälle pro Jahr verantwortlich", so der Umweltspezialist Axel Friedrich in der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Rein rechnerisch stößt ein einziger Holzofen 25-mal so viel Feinstaub aus, wie ein zehn Jahre alter LKW ohne Partikelfilter. Jetzt greifen gesetzgeberische Maßnahmen: Alle Öfen oder Kamine, die älter als 33 Jahre sind, müssen bis Ende 2017 stillgelegt werden.

Neugeräte sind zwar sauberer, aber viele werden die künftig immer strengeren Abgasgrenzen nicht einhalten können. Dazu kommt ein Problem, das auch aus der Automobilindustrie bekannt ist: Unrealistische Zulassungstests und geschönte Messergebnisse sagen wenig aus über die Umweltverträglichkeit eines Ofens.