Ann-Kathrin Kramer war Mitglied einer Jungs-Gang

Ann-Kathrin Kramer, 50, Schauspielerin, hatte als Schülerin keine Lust auf die Mädchenrolle: Sie habe gemerkt, "dass Jungs und Mädchen mit zweierlei Maß gemessen werden", sagt Kramer im ZEITmagazin. Sie habe lieber mit Jungs gespielt und eher Lust auf Mutproben gehabt als auf Häkeln. Mit ihrem Verhalten in der Schule - "Ich saß hinten und habe mit irgendwas geworfen oder mich auch mal geprügelt" - sei sie oft angeeckt: "Dabei habe ich immer gemerkt, dass die Akzeptanz für dieses Verhalten für mich als Mädchen geringer war", so Kramer. "Das fand ich sehr ungerecht, es hat mir ganz tief widerstrebt." Eine Erfahrung, die sie lange prägte: "Es hat bei mir als junger Frau dazu geführt, dass in mir eine Art Kampfeslust aufkam, wenn ich gemerkt habe, okay, hier geht es nicht um die Sache an sich, sondern darum, ob man ein Mann ist oder eine Frau."