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VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh: „Bei uns werden hier in Deutschland keine Arbeitsplätze abgebaut“

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh: "Bei uns werden hier in Deutschland keine Arbeitsplätze abgebaut"

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hat erstmals öffentlich zu den Ankündigungen des Konzernchefs Martin Winterkorn Stellung bezogen, wonach VW bis 2017 fünf Milliarden Euro pro Jahr einsparen soll. Stellenstreichungen erwartet der mächtige Arbeitnehmervertreter nicht: "Bei uns werden hier in Deutschland keine Arbeitsplätze abgebaut. Dass sich die Produktivität nicht so entwickelt wie geplant, liegt nicht an den Beschäftigten. Das hat das Management verursacht. Zum Beispiel durch Fehlplanungen von Produktionsanlagen", sagte Osterloh der Wochenzeitung DIE ZEIT.

Gerüchte zu einer Übernahme von Fiat durch VW hält Osterloh für an den Haaren herbei gezogen. Die Arbeitnehmerseite würde sich aber ohnehin dagegen stemmen: "Ich halte dieses Gerücht für einen Witz. Einen Zukauf von irgendwelchen weiteren Marken wird es im Moment mit der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat nicht geben. Wir wollen erst mal im Konzern unsere eigenen Probleme lösen", sagte Osterloh.

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Bernd Osterloh, 57, ist einer der mächtigsten Gewerkschafter Deutschlands. Seit 2005 ist der gelernte Industriekaufmann Betriebsratschef bei Volkswagen. Außerdem sitzt er im Aufsichtsratspräsidium von VW und neuerdings auch in der Direktorenrunde der VW-Gruppe in den USA. Der SPD-Mann Osterloh ist seit mehr als 40 Jahren IG-Metall-Mitglied. Trotzdem gilt er nicht als Arbeiterführer alter Prägung, sondern eher als "Co-Manager", der über die gesetzlichen Mitbestimmungsrechte hinaus mitreden kann. Er wird als Kandidat für den Posten des VW-Personalchefs gehandelt, der demnächst frei werden könnte. Osterloh würde dann die Seiten wechseln.

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 31 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 24. Juli 2014. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

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