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Helmut Schmidt lobt Merkel für vorsichtige Führung in Europa

Helmut Schmidt lobt Merkel für vorsichtige Führung in Europa

Helmut Schmidt lobt Angela Merkel dafür, wie sie ihre Verantwortung in der Griechenland-Krise wahrnehme. "Die Bundeskanzlerin ist mit der deutschen Führungsrolle in dieser Krise sehr vorsichtig umgegangen", schreibt Schmidt in der ZEIT. Er verstehe die Kanzlerin gut. "Denn in dem Augenblick, in dem sie Führung ausüben und beanspruchen würde, würden alle anderen Regierungen in Europa erst die Nase rümpfen, dann würden sie beginnen zu schimpfen, und schließlich würden sie zu Gegnern Deutschlands werden." Merkel, schreibt Schmidt, "hat mich (...) mit ihrer Vorsicht beeindruckt".

Der frühere Bundeskanzler fordert ein "europäisches Investitionsprogramm in zweistelliger Milliardenhöhe" zur Überwindung der Griechenland-Krise. "Deutschland müsste den wesentlichen Teil dieses Investitionsprogramms finanzieren", schreibt Schmidt in der ZEIT. "England müsste auch einen Teil mitfinanzieren, ebenso Frankreich und hoffentlich die Skandinavier."

Geld allein aber reiche nicht zur Bewältigung der Krise, schreibt Schmidt. "Es kommt auf die Sachinvestitionen an. Es kommt darauf an, dass eine Brücke wirklich angefangen, eine Autobahn wirklich gebaut wird! Geld zur Verfügung zu stellen reicht allein überhaupt nicht. Der Wille zu bauen muss da sein."

Schmidt fordert in der ZEIT, einen Teil der griechischen Schulden zu streichen. "Dieses Geld wird niemals zurückfließen. Das muss uns bewusst sein, auch wenn es uns sehr schwerfällt. Es ist psychologisch undenkbar, einen europäischen Marshallplan ins Leben zu rufen und gleichzeitig alle diese fantastischen Schulden Griechenlands nicht anzutasten, die allein auf dem Papier stehen und die nie zurückgezahlt werden können. Etwas anderes zu behaupten ist Unfug."

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 26 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 25. Juni 2015. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.


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