ZEIT-VorabmeldungenAktuelle Vorabmeldungen
Seite 2/14:

Bluttest auf Down-Syndrom als Kassenleistung

Bluttest auf Down-Syndrom als Kassenleistung

Ein neuer Bluttest, der die Untersuchung ungeborener Kinder auf den Gendefekt Trisomie 21, der Ursache des Down-Syndroms, ermöglicht, könnte bald von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Nach Informationen der ZEIT und ZEIT ONLINE soll noch in diesem Jahr eine Studie beginnen, um die Nützlichkeit der Methode zu bestätigen.

Durchgeführt wird die Studie im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) in Berlin. Verläuft sie positiv, müssen die Kassen den sogenannten Praenatest beispielsweise für Schwangere ab dem 35. Lebensjahr bezahlen. Je später eine Frau schwanger wird, desto höher ist ihr statistisches Risiko, ein Kind mit Gendefekten zu bekommen. Experten rechnen damit, dass die Studie erfolgreich sein wird.

Der Praenatest ist eine Alternative zur riskanten Fruchtwasseruntersuchung auf Gendefekte und ist deutlich früher in der Schwangerschaft möglich. Für den neuen Test reicht eine Blutprobe der Mutter, um etwa Schäden im Erbgut des Kindes aufzuspüren, die zum Down-Syndrom führen. Das Verfahren hatte nach seiner Markteinführung Kritik von Lebensschützern und Kirchenvertretern auf sich gezogen. Sie befürchten, dass mehr Frauen sich dadurch für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, womöglich auch, wenn ihr Ungeborenes weniger schwerwiegende Gendefekte als eine Trisomie 21 aufweist. Mit dem Verfahren lässt sich auch eine Reihe anderer genetischer Auffälligkeiten nachweisen, wie DIE ZEIT und ZEIT ONLINE berichten.

ZEIT ONLINE hat dazu das umfassende Multimedia-Dossier "Wer darf leben?" recherchiert. Familien erzählen darin in Text- und Videoreportagen von ihrer Entscheidung für oder gegen ein Kind mit Down-Syndrom. Ein Film zeigt, wie Trisomie 21 entsteht, interaktive Grafiken veranschaulichen, wie der Praenatest funktioniert, welche Untersuchungen in der Schwangerschaft angeboten werden und welche Möglichkeiten Eltern haben, ihr Ungeborenes auf genetische wie körperliche Schäden untersuchen zu lassen.

Das Dossier ist ab Donnerstag, 22. Januar 2015, um 12.00 Uhr abrufbar unter www.zeit.de/wer-darf-leben.

Die Debatte lässt sich auch via Social Media unter #WerDarfLeben verfolgen.


Download

Hier finden Sie bereits mittwochs ab 18h die aktuelle ZEIT zum Herunterladen


Als E-Paper, Audio und App im Probe-Abo:

» Für 2,30 € pro Ausgabe

oder hier als E-Paper/PDF:

» Für 3,99 Euro pro Ausgabe

Presse

Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 4 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 22. Januar 2015. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne Dzu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

Service