DJ Fetisch findet Halt in seinem Hund
Der DJ und Musiker Fetisch, Kopf des Musikprojekts Terranova und Größe des Berliner Nachtlebens, findet Halt in seinem Hund. Als es ihm vor einigen Jahren schlecht ging, habe er sich einen Labrador gekauft, sagte er dem ZEITmagazin. Er sei desillusioniert gewesen und habe sich selbstzerstörerisch verhalten, der Hund habe das geändert. „Er schaute mich so tief an – und ich stand wieder auf den Beinen. Er hat mir das Einfache vermittelt. Es gab wieder einen Grund, morgens aufzustehen.“
Fetisch, 49, lebt in Paris und Berlin. Zur Zeit seiner Krise, vor sieben Jahren, habe er in Berlin ein „kompromissloses Nachtleben“ geführt. „Wenn es nur noch Konsum ist und nicht mehr produktiv, also die Erfüllung durch Arbeit wegfällt, dann fühlt man sich sehr schnell leer und greift nach irgendeiner Droge, aber das geht nicht auf.“ Er habe ohnehin „Schwierigkeiten mit der Realität. Damit, Lebenspläne zu machen (...) Ich habe Angst, richtig anzukommen. Ich finde ein Leben spannend, in dem man immer sucht und immer unterwegs ist.“
Soeben ist beim Kölner Label Kompakt das fünfte Terranova-Werk „Hotel Amour“ erschienen.
- Datum 23.02.2012 - 09:50 Uhr
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