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Auch Russlanddeutsche ziehen gegen den Westen in den Krieg

Auch Russlanddeutsche ziehen gegen den Westen in den Krieg  

Nicht nur muslimische Jugendliche lassen sich für den bewaffneten Kampf gewinnen. Auch junge Russlanddeutsche ziehen in den Krieg gegen den ihrer Ansicht nach dekadenten Westen und kämpfen bei den prorussischen Separatisten in der Ostukraine. Das erklärt der russlanddeutsche Pastor und Dozent Hermann Hartfeld (Brühl bei Köln) in der ZEIT-Beilage "Christ & Welt".  

Nach Hartfelds Angaben sind die ersten Kämpfer bereits mit Kriegserfahrung aus dem Donbass zurückgekehrt. Viele der Jugendlichen seien in geschlossenen russlanddeutschen Siedlungen in Deutschland aufgewachsen und hätten zuhause nur russisch gesprochen. Der russische Präsident Wladimir Putin gelte bei ihnen als Held, weil er sich dem Westen entgegenstelle. Für die deutsche Gesellschaft würden sich diese Jugendlichen nicht interessieren. Viele von Ihnen würden sich in abgeschotteten Milieus und in sogenannten "Russendiscos" radikalisieren, so Hartfeld.  

Bei seinen Besuchen in der Ukraine hatte Hartfeld junge Kämpfer aus Deutschland getroffen. Unter diesen sei der Hass auf den Westen weit verbreitet, berichtet Hartfeld weiter. Eine weitere Westorientierung der Ukraine würden sie mit Waffengewalt verhindern wollen. 

Einer dieser freiwilligen Kämpfer, der Hartfeld im Auto durchs Kampfgebiet gefahren habe, einer seiner früheren Studenten, habe erklärt: "Wenn wir uns im Kampf begegnen, werde ich dich töten."

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