Mutmaßlicher bin-Laden-Leibwächter: "Gefährlich soll ich sein?"

Der in Deutschland lebende Tunesier Sami A. bestreitet den Verdacht der Bundesanwaltschaft der Leibwächter des ehemaligen Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden gewesen zu sein: "Gefährlich soll ich sein?", entgegnete Sami A. auf Anfrage der Wochenzeitung DIE ZEIT. Er sei weder in Afghanistan gewesen noch habe er bin Laden als Leibwächter gedient, so Sami A.: "Wie auch, mit meinen gerade einmal 1,65 Metern?"

Er verstehe nicht, warum die deutschen Behörden ihn überhaupt verdächtigten. "Ich werde doch von morgens bis abends überwacht und muss mich seit zehn Jahren täglich zwischen 10 und 12 Uhr auf der Polizeiwache melden", so der 40-Jährige.

Die Stadt Bochum hatte 2006 eine Verlängerung von Sami A.s Aufenthaltserlaubnis wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung abgelehnt und ihn zur Ausreise aus Deutschland verpflichtet. Da ihm in Tunesien jedoch Folter droht, wird sein Aufenthalt seit zehn Jahren geduldet.