Studie: Bildungschancen vererben sich

Über die Bildungschancen an der Hochschule entscheidet immer noch die familiäre Herkunft. 95 Prozent der Abiturienten mit akademisch gebildeten Eltern entscheiden sich für ein Studium – von den Kindern aus nichtakademischem Elternhaus sind es nur 44 Prozent. Diese soziale Spaltung setzt sich auch an der Hochschule selbst massiv fort. Das zeigt jetzt eine neue Studie vom Stifterverband und McKinsey, die der ZEIT exklusiv vorliegt.

So beginnen von 100 Kindern mit mindestens einem studierten Elternteil 74 ein Studium, von denen 63 einen Bachelor-Abschluss machen, 45 noch einen Master dranhängen und zehn eine Promotion absolvieren. Von 100 Kindern, deren Eltern keine Universität oder Fachhochschule besucht haben, beginnen nur 21 ein Studium, schaffen nur 15 einen Bachelor, absolvieren nur acht einen Master – und nur eine Person erlangt den Doktorgrad.