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Kramp-Karrenbauer fordert pragmatischeren Blick auf Inklusion: Nicht jeder kann aufs Gymnasium

Kramp-Karrenbauer fordert pragmatischeren Blick auf Inklusion: Nicht jeder kann aufs Gymnasium

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat davor gewarnt, Inklusion "mit der Brechstange" zu betreiben und in einem Sechs-Punkte-Katalog ein anderes Bewertungssystem für Schulabschlüsse gefordert. In der Wochenzeitung DIE ZEIT äußerte sich Kramp-Karrenbauer skeptisch zu Forderungen, behinderten Schülern grundsätzlich ein Recht auf einen Zugang auch zum Gymnasium einzuräumen.

"Dort, wo eigentlich maßgeschneiderte individuelle Unterstützung der Betroffenen nötig wäre, greifen zunehmend unversöhnliche Positionen und der Wettlauf um vermeintlich beste Inklusionsquoten um sich", schreibt die CDU-Politikerin in einem Beitrag für DIE ZEIT. "Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dabei der gesunde Menschenverstand, ein nüchterner Blick für Möglichkeiten und Zeitkorridore und vor allem die Bedürfnisse der Betroffenen auf der Strecke bleiben."

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Die Politik dürfe Inklusion "nicht gegen das bestehende System betreiben", so Kramp-Karrenbauer. Sie müsse "vielmehr verstehen, dass auch alle bereits bestehenden Möglichkeiten dem Ziel dienen, Menschen zu fördern und ihnen Teilhabe zu ermöglichen. Ein erster Schritt wäre es, Abschlüsse der Förderschulen generell anzuerkennen."

Inklusion bedeute, Menschen mit Behinderungen nicht schlechter-, aber auch nicht besserzustellen. "Das Gymnasium etwa soll als Schulform zum Abitur führen. Daran bemisst sich die Frage des Zugangs. Und zwar für alle Kinder – egal, ob behindert oder nicht behindert", so Kramp-Karrenbauer.

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