Flüchtlingsstudie: Integration in Arbeitsmarkt bleibt schwierig

Viele Länder in Europa versuchen auf unterschiedliche Weise Flüchtlinge in ihre Arbeitsmärkte zu integrieren. Doch bisher ist kein Land dabei so erfolgreich, dass es als mustergültig gelten könnte. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Wissenschaftlern des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz, über die die Wochenzeitung DIE ZEIT berichtet.

Selbst Länder wie Schweden und Dänemark, die Flüchtlinge in mehrjährigen Integrations- und Sprachkursen schulten, seien nicht überdurchschnittlich erfolgreich. So seien drei Jahre nach ihrer Ankunft in Schweden nur 26 Prozent der Kursteilnehmer erwerbstätig, in Dänemark seien es 29 Prozent. In Deutschland hätten – ohne vergleichbar aufwändige Förderprogramme – aber ebenfalls etwa 30 Prozent der Asylsuchenden nach drei Jahren eine Beschäftigung. Bis aber tatsächlich ebenso viele der Flüchtlinge berufstätig sind wie Einheimische, vergingen nach Angaben der OECD, die die ZEIT zitiert, in der Vergangenheit im Durchschnitt in Europa 20 Jahre. Ob sich diese lange Zeit bis zur vollen Integration in den Arbeitsmarkt verkürzen lässt, ist unklar. In der Studie aus Florenz, die von der Bertelsmann Stiftung in Auftrag gegeben wurde, lautet das Fazit: "Eine Patentlösung ist nicht in Sicht."