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Herfried Münkler: Die Anschuldigungen entsprechen antisemitischen Mustern

Herfried Münkler: Die Anschuldigungen entsprechen antisemitischen Mustern 

Professor Herfried Münkler, Politikwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin, wehrt sich gegen die Vorwürfe des anonymen Studentenblogs ‚Münkler-Watch‘. Darin wurde ihm unter anderem vorgeworfen Rassismus, Sexismus und Militarismus zu verbreiten. "Das ist das Gegenteil von dem, was ich gesagt habe", so Münkler im Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. Wenn er jetzt Vorlesungen halte, würde er sich immer fragen: "Kann ich irgendwie falsch interpretiert werden? Was sollte ich nicht sagen?" Durch die "Denunziationsvokabeln" würde "die intime Arbeitsatmosphäre zwischen Vortragenden und Mitarbeitenden gestört, und sie wird durch externe Überwachung aufgesprengt", so Münkler. 

Er wisse, dass sich die Blogger "für ausgesprochen links halten". Allerdings würde ihn der Ressentimentdiskurs dieser Personen eher an "hochschulpolitische Vorgänge des Jahres 1933" erinnern: "Der hat viel Geld, wir sind arm. Der hat Einfluss, wir nicht. Das ist ein Muster, das auch antisemitisch eingesetzt worden ist." Die Anonymität seiner Kritiker sei für ihn ein Problem: "Ich würde gern mit meinen Kritikern sprechen, aber sie sind unsichtbar. Das ist asymmetrische Kriegsführung", so Münkler. Von der Humboldt-Universität fühlt er sich in der Auseinandersetzung im Stich gelassen: "Sie hat keine Fähigkeit zur Empathie. Die Administration der Universität ist von den Hochschullehrern sehr weit entfernt."

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 21 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 21. Mai 2015. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

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