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Das neue Muslimische Forum Deutschland will Muslimen Gehör verschaffen

Das neue Muslimische Forum Deutschland will Muslimen Gehör verschaffen

Auf Initiative der Konrad-Adenauer-Stiftung  haben sich reformfreudige Muslime, Aleviten und Jesiden zum Muslimischen Forum Deutschland zusammengeschlossen. Der liberale Islam erhält so hierzulande eine Plattform. "Wir möchten der Mehr¬zahl der in Deutschland lebenden und bisher nicht vertretenen Muslime Gehör verschaffen", zitiert die Wochenzeitung DIE ZEIT das Gründungspapier, das an diesem Donnerstag in Berlin vorgestellt wird.

"Die Mehrheit der Muslime ist unterrepräsentiert. Deshalb wollen wir der Politik einen weiteren An¬sprechpartner anbieten, der die Positionen von Muslimen wiedergibt", so das Memorandum.

Die Erstunterzeichner, darunter Professor Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Münster und Professor Erdal Toprakyaran, Direktor des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Tübingen, wollen sich "für die Etablierung eines Islamverständnisses, das mit unseren Grund¬werten und der deutschen Lebenswirklichkeit übereinstimmt" einsetzen. Dieses Islamverständnis solle theologisch fundiert sein und die Rechte und Freiheiten des Individuums wahren.

Im Gründungspapier heißt es weiter: "Wir treten gegen jede Form von Intoleranz und für den Schutz von Freiheit ein." Und: "Wir lehnen religiös begründete Traditionen und Gesetze ab, die im Widerspruch zu den Menschenrechten oder zum deutschen Gesetz stehen."

Die Unterzeichner rufen die politischen Entscheidungsträger auf, mit ihnen zusammen-zuarbeiten. An¬gesichts der religiösen Spannungen sei es heute "so wichtig wie nie, die Würde und Freiheit des Individuums zu bekräftigen".

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 17 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 23. April 2015. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.


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