Bodo Ramelow: Wiederholtes Scheitern hat mich geprägt

Der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow warnt davor, zwanghaft höhere Bildungsabschlüsse erwerben zu wollen. Man solle "nicht dieser Fiktion nachlaufen, Abitur machen zu müssen, studieren zu müssen, um einen Aufstieg zu erreichen, der einen absichert", sagt Ramelow in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Dies können nämlich "ein Trugbild sein, das einen letztlich verarmt."

Aus den Niederlagen, dem  Abbruch seines Studiums, nachdem er auf dem zweiten Bildungsweg Abitur gemacht habe, oder seinen beruflichen Umwegen, habe er Kraft geschöpft: "Man lernt auf so einem Wege auch Dinge, die man nicht lernt, wenn
man diese Herausforderungen nicht hat. Mit Niederlagen umzugehen, zum Beispiel. Aus
ihnen sogar Kraft zu schöpfen." Und weiter: "Dieses wiederholte Scheitern, das ist eine Lebenserfahrung, die einen erst einmal prägt."