Israelische Autorin Shalev plädiert für Kompromiss in Jerusalem-Frage

Über Donald Trumps Beschluss, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen, sagt die israelische Bestsellerautorin Zeruya Shalev in der Wochenzeitung DIE ZEIT, diese Entscheidung sei "einseitig und empörend". Shalevs Angst wachse, die Stadt könne wieder zum Zentrum einer blutigen Auseinandersetzung werden, "nicht nur zwischen Juden und Palästinensern, sondern auch zwischen den verschiedenen palästinensischen Gruppierungen".

In ihrem Beitrag für DIE ZEIT plädiert Shalev für einen Kompromiss, denn ohne diesen würde der Konflikt nie aufhören. Die Jahre, die Shalev selbst in Jerusalem gelebt habe, hätten sie spüren lassen, "dass Jerusalem keine vereinte Stadt ist, sondern eine doppelte, und deshalb ist ein Kompromiss nötig".