Roland Berger: Unternehmensberater, "um zu einer besseren Welt beizutragen"

Roland Berger, Gründer der inzwischen größten europäischen Beratungsfirma, ist auch nach Jahren überzeugt von seinem Beruf: "Ich bin Unternehmensberater geworden, um zu einer besseren Welt beizutragen", sagt der 79-Jährige im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. Es gebe "kaum einen Beruf", in dem man "gleichzeitig analytisch denken, kreativ sein und gut mit Menschen umgehen" müsse.

Bei Journalisten, räumt Berger ein, gebe es "durchaus Parallelen. Allerdings tragen Unternehmensberater häufig eine größere Verantwortung als Journalisten." Was Journalisten  schrieben, sei "zwar gesellschaftspolitisch wichtig, aber wenn mal was nicht stimmt, hat das meist keine gravierenden Konsequenzen, auch nicht für den Journalisten selbst." Wenn ein Berater sich irre, könne das "die Existenz eines Unternehmens bedrohen und die Jobs der Mitarbeiter gefährden. Denn es sind schließlich die Unternehmer, die Jobs schaffen. Und wir helfen ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen."