Bremer Kita-Senatorin Bogedan: Verständnisproblem bei Elternbrief aus der eigenen Behörde

Die für Kindertagesstätten zuständige Bremer Senatorin Claudia Bogedan (SPD) und Mutter zweier Kinder hatte Probleme, den an Eltern gerichteten Brief ihrer Behörde zu verstehen: "Als ich neulich das Schreiben las, mit dem mein Sohn wie alle Kinder ein Jahr vor der Einschulung zum Sprachtest geladen wurde, dachte ich: Hä, was muss ich jetzt machen?", gibt Bogedan in einem Interview mit der ZEIT zu. Daraufhin habe sie das Schreiben ändern lassen. "Nächstes Jahr wird es so nicht noch mal verschickt", so die Senatorin.

Bogedan hatte erst nach wochenlanger Suche einen Kita-Platz für ihre Tochter erhalten – "sogar unsere Wunsch-Kita", berichtet sie. Sie habe ihre Position als Senatorin dabei nicht eingesetzt: "Da habe ich eine ganz klare Ansage gemacht, ich wollte auf keinen Fall einen Vorteil haben. Das habe ich meinen Mitarbeitern unmissverständlich klargemacht."

Bogedan, die im vergangenen Jahr Präsidentin der Kultusministerkonferenz war, kritisiert die Schulpolitik in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland, in dem sie früher gelebt hatte und in dem in naher Zukunft Landtagswahlen stattfinden: "Ich habe vorher in NRW gelebt – wenn ich sehe, wie schwer sich viele dort mit Vielfalt und Inklusion tun, bin ich froh, dass meine Kinder hier zur Schule gehen werden" sagt sie in Bezug auf ihr Bundesland Bremen. "Ich kenne in Bremen viele großartige Schulen."