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Claude Martin, Autor des neuen Berichts an den Club of Rome, über Brasilien: „Ein absolutes Erfolgsmodell“

Claude Martin, Autor des neuen Berichts an den Club of Rome, über Brasilien: "Ein absolutes Erfolgsmodell" 

Die Entwicklung des bedrohten tropischen Regenwaldes in Brasilien sei "ein absolutes Erfolgsmodell", sagt Claude Martin, der Autor des neuen Berichts an den Club of Rome, in einem vorab geführten Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. Zwar gilt der tropische Regenwald als massiv bedroht, doch nicht überall gehen die Waldflächen zurück, wie der neue Bericht an den Club of Rome zeigt.  

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Offiziell wird die Studie mit dem Titel ‚Endspiel – Wie wir das Schicksal der tropischen Regenwälder noch wenden können‘ am 21. Mai in Berlin vorgestellt. Demnach sei Brasilien, das Land mit den größten Regenwaldflächen, lange ein Negativbeispiel gewesen. "In keinem anderen Land der Erde wurde so viel Fläche kahl geschlagen, meistens für Viehweiden und Sojaplantagen", berichtet Martin. Doch in den vergangenen Jahren hätten Verbraucher und Umweltschützer "einen enormen Druck aufgebaut", auf den Investoren und die brasilianische Regierung "sehr sensibel" reagiert hätten. "Die Soja- und Rindfleischproduktion, die viel Wald in Amazonien gefressen hat, ist weniger schädlich geworden, weil es diesen Konsumentendruck gab. Ohne ihn sähe der Regenwald im Amazonas heute anders aus", sagt Martin. 

In anderen Ländern hingegen gehe der Raubbau am Regenwald ungehindert weiter. Der Biologe und ehemalige WWF-Generaldirektor Claude Martin zeigt sich dennoch vorsichtig optimistisch. "Wir haben auf der Welt immer noch Primärwälder von der Fläche Australiens." Und es sei durchaus möglich diese Gebiete zu erhalten – "ohne die Ernährungssicherheit oder die Versorgung mit Tropenholz zu gefährden".

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 21 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 21. Mai 2015. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

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