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Ralf Rangnick: „Wir sind privilegiert, das wissen wir“

Ralf Rangnick: "Wir sind privilegiert, das wissen wir"

Ralf Rangnick, Sportdirektor von RB Leipzig, empfindet die Kritik an seinem Verein, der von Getränkemilliardär Dietrich Mateschitz finanziert wird, als ungerechtfertigt. Er könne es sich leicht machen und auf den FC Bayern hinweisen, der auch nicht jedem gefalle. "Aber ich gebe zu, an unserem Verein entzündet sich gerade der schon lange schwelende Konflikt, wie viel  Tradition braucht der Fußball – und wie viel Kommerzialisierung ist erlaubt?", so Rangnick im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Wir sind privilegiert, das wissen wir. Aber wir haben einen authentischen und nachhaltigen Plan", erklärt Rangnick. "Deshalb holen wir uns hochtalentierte junge Spieler." Jugendlichkeit sei für ihn "inzwischen ein Qualitätsmerkmal geworden".

An seine Zeit als Trainer bei Schalke 04 erinnert er sich nur zu gut: "Ruhe hatten wir nie, selbst in Phasen, in denen wir sechs Spiele nacheinander gewonnen hatten." Vor den Heimspielen, während die Mannschaft vom Aufwärmen zurück in die Kabine kam, habe er regelmäßig die Kapelle der Schalker Arena aufgesucht -  "um, zu meiner Mitte zu finden" und "Dinge zu relativieren".

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Ende September 2011, Rangnick war zum zweiten Mal als Trainer auf Schalke, hat er den Verein aus gesundheitlichen Gründen verlassen. "Man ist in einem Hamsterrad. Ein Trainer kann sich nicht krankschreiben lassen, trotz der Erschöpfung muss man weitermachen." Aber: "Meine gesamte Energie war aufgebraucht." Der Entschluss aufzuhören, sei extrem schwer gewesen, aber eine "für mich zu dem Zeitpunkt alternativlose Entscheidung".

Seit Juni 2012 kümmert sich der 56-jährige Sportdirektor neben RB Leipzig auch um das Team von Red Bull Salzburg und erklärt: "Ich fühle mich gesundheitlich und energetisch besser als je zuvor."

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