Schulworkshop schafft mehr Bildungsgerechtigkeit

Die Studienabsicht von Abiturienten aus bildungsfernen Familien kann durch Schulworkshops erheblich bestärkt werden. Das zeigen die neuen Ergebnisse des Berliner-Studienberechtigten-Panels (Best Up) vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, die der Wochenzeitung DIE ZEIT vorab vorliegen.

Die Forscher begleiteten über 1500 Jugendliche an 27 Berliner Schulen auf dem Weg zum Abitur. Ausgewählten Klassen boten sie Workshops über den Nutzen und die Finanzierung eines Studiums an. Die präsentierten Informationen ermutigten die Schüler, sich eher für ein Studium zu entscheiden. Ein Jahr nach dem Workshop planten 76 Prozent der Teilnehmer aus bildungsfernen Familien, sich an einer Hochschule einzuschreiben. Bei vergleichbaren Schülern, die keinen Workshop besucht hatten, waren es nur 64 Prozent.