Airbnb kündigt Vermietern in Berlin

Kurz vor Einführung des Zweckentfremdungsverbotes in der Hauptstadt bereingt Airbnb sein Angebot und kündigt zahlreichen Gastgebern. Das ergeben Recherchen der Wochenzeitung DIE ZEIT und des Portals airbnbvsberlin.de, das Daten von Airbnb ausgewertet hat.

Insgesamt ist die Zahl komplett vermieteter Wohnungen von 11 000 im Februar 2016 auf um die 6700 im März gesunken. Die Anzahl komplett vermieteter Wohnungen von vermutlich kommerziellen Betreibern, die mehr als nur eine Wohnung anbieten, hat sich sogar mehr als halbiert, von weit über 2000 auf weniger als 1000. Damit reduzierte sich auch der Anteil der kommerziellen Wohnungen am Gesamtangebot von 21 auf 15 Prozent. Im Mai 2014 hatte ihr Anteil sogar noch bei 30 Prozent gelegen.

Zur Reduzierung hat beigetragen, dass Airbnb vielen Anbietern die Zusammenarbeit aufgekündigt hat. In den Mails, die der ZEIT vorliegen, spricht das Unternehmen von einer Entscheidung "automatisierter Systeme". Der ZEIT gegenüber teilte Airbnb mit, man würde routinemäßig "Initiativen zur Qualitätssicherung" durchführen.