Weltweit mehr als 17.000 Beiträge zu einem einzigen Macron-Gerücht

Das von einer russischen Internetseite gestreute Gerücht, der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron sei homosexuell, hat angesichts des französischen Wahlkampfs weltweiten Einfluss entfaltet. Insgesamt sind mehr als 17.000 TV- und Radio-Beiträge, Zeitungs- und Online-Artikel, Blogbeiträge und Posts zu dem Thema erschienen. Das belegen Zahlen, die der Wochenzeitung DIE ZEIT und ZEIT ONLINE vorliegen. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam das Gerücht in Frankreich. Das zeigen Erhebungen, die die Firma Unicepta exklusiv für ZEIT und ZEIT ONLINE erstellt hat. Sie beziehen sich auf den Zeitraum zwischen dem 4. und 15. Februar.

Ausgangspunkt für die weltweite Debatte war ein Artikel auf einer prorussischen Internetseite namens Sputnik. Sie wird vom russischen Staat finanziell unterstützt. Insofern ist der Fall Macron ein Beispiel für die viel diskutierte Frage, ob und wie sich der russische Staat in den Wahlkampf in Frankreich einmischt. Vermutet wird, dass Macron mit dem Gerücht gezielt geschadet werden sollte.

Laut der Daten von Unicepta erschienen auch mehr als 30 Artikel in den Print-Ausgaben deutscher Zeitungen und Magazine. Einen Höhepunkt erreichte die Debatte am 7. Februar.