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Roger Willemsen: Merkel betreibt „exzessive Rhetorik des Selbstlobes"

Der Publizist Roger Willemsen, der für sein jüngstes Buch "Das Hohe Haus", ein Jahr auf der Zuschauertribüne des Deutschen Bundestages zugebracht hat, kritisiert die dortige Parlamentskultur: Es gebe einen "großen Ausstoß an Floskeln, die nicht mehr gefüllt werden. Eine Rhetorik, die nichts anderes tut, als Verödungszonen auszudehnen", sagt er im Streitgespräch mit Norbert Lammert in der Wochenzeitung DIE ZEIT.

So gebe es beispielsweise ein Ritual des Erinnerns, das in Wirklichkeit ein Vergessen durch Erinnern sei, mit Floskeln wie "Wir dürfen niemals die Vergangenheit vergessen". Solche Rituale seien folgenlos und unverbindlich. "Und diese Form der unverbindlichen Rede ist ärgerlich, weil in dem Augenblick der Eindruck entsteht: Sie wissen nichts von uns. Die Kanzlerin zum Beispiel ist ganz sicher nicht eitel, aber sie betreibt eine exzessive Rhetorik des Selbstlobes, die ihr selbst gar nicht mehr auffällt", so der Schriftsteller und Journalist.

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Hier finden Sie die Vorabmeldungen der ZEIT Nr. 17 mit Erstverkaufstag am Donnerstag, 16. April 2014. Die kompletten Artikel zu den nachfolgenden Meldungen senden wir Ihnen für Zitierungen gerne zu. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an DIE ZEIT Unternehmenskommunikation und Veranstaltungen (Tel.: 040/3280-237, Fax: 040/3280-558, E-Mail: presse@zeit.de). Unsere aktuellen Pressemitteilungen finden Sie unter www.zeit.de/presse.

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