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Max-Planck-Gesellschaft plant Doktorandenverträge für drei Jahre

Max-Planck-Gesellschaft plant Doktorandenverträge für drei Jahre

Die Max-Planck-Gesellschaft plant eine umfassende Reform ihrer Nachwuchsförderung. "In Zukunft erhält bei uns jeder Doktorand einen Vertrag", sagt Max-Planck-Präsident Martin Stratmann gegenüber der Wochenzeitung DIE ZEIT. "Unsere Doktorandenverträge verbinden die Freiheit des Stipendiums mit der Absicherung der Anstellung – für volle drei Jahre plus die Möglichkeit, um ein Jahr zu verlängern. Das ist im deutschen Wissenschaftssystem einmalig."

Gleichzeitig solle verbindlich gewährleistet werden, dass jeder Doktorand "sich zu hundert Prozent seiner Dissertation widmen" kann. Die MPG wird für die vertragliche Besserstellung ihrer Doktoranden insgesamt zusätzliche 50 Millionen Euro pro Jahr aufwenden. Um diese Summe sei intern hart gerungen worden, so Stratmann, es handele sich um einen Gegenwert "von zwei oder drei" neuen Instituten. Das zahle man nicht eben "aus der Portokasse".

Die fehlende Absicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland wird seit langem immer wieder kritisiert. Beklagt werden unter anderem Kurzzeitverträge, die fehlende Unabhängigkeit vieler Nachwuchswissenschaftler sowie unsichere Karrierewege, die selbst nach vielen Jahren in der Forschung nicht zu einer festen Stelle führen. Stratmann fordert "mehr Ehrlichkeit vonseiten der Professoren" in diesem Punkt. "Wer einen Postdoc mit falschen Versprechungen oder immer neuen Verträgen im System hält, missbraucht seine Verantwortung", so Stratmann. Aber auch die Max-Planck-Gesellschaft müsse die vielen jungen Forscher, die später nicht in der Wissenschaft bleiben werden, besser beruflich beraten. Stratmann: "Hier müssen wir hart an uns arbeiten."

Martin Stratmann ist seit vergangenem Jahr Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Die Besserstellung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist seine erste große Initiative zur Weiterentwicklung der MPG.

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