US-Schriftsteller Garth Risk Hallberg: Mit 16 zum Poesie-Workshop

Der US-Autor Garth Risk Hallberg (City on Fire) ist dankbar für eine Idee seiner Mutter, die ihn als 16-Jährigen zu einem Poesie-Workshop an einer Sommeruni überredete: "Das war das erste Mal, dass ich Gleichaltrige traf, die meinen Antrieb teilten. Und sie waren cool", so Hallberg im ZEITmagazin. Die Woche veränderte sein Leben: "Wenn ich zu der Idee meiner Mutter Nein gesagt hätte, wäre mein ganzes Leben heute anders. Meine Frau, meine besten Freunde, die Stadt, in der ich lebe, dieses Buch – alles wäre nicht so gekommen." Als Teenager sei er zuvor sehr unglücklich gewesen. "Mir ging es so schlecht, wie es einem nur als Teenager schlecht gehen kann", sagt der heute 37-Jährige. Er habe zwar Freunde gehabt, "aber das einzige, was uns verband, waren Drogen". Trost fand er damals in Gedichten: "Sie waren leidenschaftlich, intelligent, Rock'n Roll."

Hallberg, der in New York lebt, veröffentlichte im vergangenen Herbst seinen Debütroman ‚City on Fire‘, für den er mit zwei Millionen Dollar einen der höchsten Vorschüsse in der amerikanischen Literaturgeschichte erhielt.