Yo-Yo Ma erlebt das Internet als eine "großartige Chance, Wissen weiterzugeben"

Der weltberühmte Cellist Yo-Yo Ma sieht Parallelen zwischen der Renaissance und dem  Internetzeitalter. Ähnlich wie die großen Geigenbauer der Renaissance, Amati, Guarneri und Stradivari, die ihre Werkstätten in der selben Straße in Cremona, im Norden Italiens hatten und ihr Wissen teilten, erlebe er das Internet: "Derzeit erleben wir wieder eine solche Phase. Die Menschen teilen ihr Wissen. Durch das Internet haben wir die großartige Chance, Wissen weiterzugeben, zu verschenken", so der 60-jährige Yo-Yo Ma im ZEITmagazin.

Damit Menschen sich öffneten, müssten sie sich sicher fühlen, so der bekannteste Cellist der Welt. "Wenn man sich bedroht fühlt, macht man zu. Wirtschaftskrisen, Klimawandel, Krieg, Terror – all das führt zu einem Zusammenbruch des Vertrauens, zu Angst." Die Angst könne gemindert werden durch "die Fähigkeit, uns vorzustellen, was in anderen vorgeht." Es gehe, so der Musiker, nicht darum "den Kuchen in immer kleinere Stücke zu teilen, sondern darum, das Wissen darüber zu verbreiten, wie man viele Kuchen backt."