Omar Sy: "Meine größte, existentielle Angst ist es, nicht geliebt zu werden"

Der Schauspieler Omar Sy ("Ziemlich beste Freunde", "Monsieur Chocolat") wollte als junger Mann unbedingt die Pariser Banlieu verlassen, in der er aufgewachsen ist: "Mein einziger Traum war es, dieser Gegend zu entkommen," sagt Sy dem ZEITmagazin. "Mein Plan war, Elektroingenieur zu werden, nach Afrika zu gehen, in den Senegal, die Heimat meines Vaters, und dort beim Aufbau des Landes mitzuarbeiten", so Sy weiter. "Meine Eltern hatten ihre afrikanische Heimat verlassen," meint Sy. "Ihre Träume von einem besseren Leben, vor allem für ihre Kinder, sind der Grund, warum ich in Frankreich geboren und aufgewachsen bin." Er habe seinen Eltern zeigen wollen, "dass ihre Entscheidung richtig war".

"Mein Leben ist heute reicher und schöner, als meine Träume es je waren", erinnert sich Sy. "Trotzdem begleiten mich meine Ängste immer noch." Seine "größte, existenzielle Angst" sei es, "nicht geliebt zu werden, der Liebe nicht wert zu sein." Diese Angst sei "wohl auch ein Grund dafür, dass ich Komiker und Schauspieler geworden bin." Omar Sy: "Ich bin froh, dass meine Frau und ich schon vor meiner Karriere ein Paar waren. Sonst würde ich mich ständig fragen, ob sie wirklich mich liebt oder nicht eher den erfolgreichen Schauspieler."