Am 13. März wählen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Schon Wochen vor dem Wahltermin hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) den Wahl-O-Mat für die drei Landtagswahlen freigeschaltet. Das interaktive Tool ist eine Alternative zu den buchdicken Wahlprogrammen der Parteien. Es hilft dabei, sich schnell einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Parteien mit den eigenen Positionen am ehesten übereinstimmen.

Wahl-O-Mat begleitet Wahlen seit 2002

Die bpb bietet den Wahl-O-Mat seit 2002 an. Er informiert darüber, welche Partei zu welchem Thema welche Meinung vertritt. Die Entscheidungshilfe ist beliebt: Laut bpb wurde der Wahl-O-Mat zur letzten Bundestagswahl 13,3 Millionen Mal aufgerufen. Insgesamt wurde er seit 2002 vor Bundestags-, Europa- und Landtagswahlen 43 Millionen Mal genutzt.

Das Projekt soll vor allem junge Wähler informieren und zur Stimmabgabe motivieren – ein Drittel der Nutzer ist unter 30 Jahre alt. Die Idee stammt aus den Niederlanden und wurde in vielen europäischen Ländern übernommen. Bei Europawahlen kann man seine Positionen mittlerweile nicht nur mit deutschen, sondern auch mit anderen europäischen Parteien vergleichen. Möglich macht dies eine Kooperation mit dem Netzwerk Votematch.

Wie funktioniert der Wahl-O-Mat?

Der Wahl-O-Mat präsentiert dem Benutzer 38 Thesen aus allen politischen Bereichen. Bei jeder These kann der Benutzer entscheiden, ob er zustimmt, nicht zustimmt oder neutral bleiben will. Die Themen, die ihm besonders wichtig sind, kann er zum Schluss doppelt werten.

Die Thesen werden zuvor von einem Redaktionsteam aus Jung- und Erstwählern, Politikwissenschaftlern, Statistikern und weiteren Experten erarbeitet. Der Nutzer kann seine eigenen Positionen mit denen von bis zu acht Parteien vergleichen und so herausfinden, mit welcher er die größten Überschneidungen hat – und welche überhaupt nicht zu den eigenen Vorstellungen passt. Das Angebot gibt es für Europa-, Bundestags- und die meisten Landtagswahlen. Im Wahl-O-Mat-Archiv lassen sich die Positionen für vergangene Wahlen noch einmal miteinander vergleichen.

Was sagt der Wahl-O-Mat aus?

Eine FDP-Empfehlung für den Liebhaber des Sozialstaats? Die meisten Übereinstimmungen mit der Tierschutzpartei? Das bedeutet nicht, man müsse diese Partei wählen. Der Wahl-O-Mat nimmt dem Benutzer nicht die Entscheidung ab: Er dient als Orientierungshilfe und soll dazu anregen, sich weiter zu informieren. Durch den Wahl-O-Mat zu einer Landtagswahl werden drei Viertel der Nutzer auf die landespolitischen Themen aufmerksam. Welche das für Rheinland-Pfalz sind, erfahren Sie hier und für Sachsen-Anhalt hier und für Baden-Württemberg hier.