In Baden-Württemberg wird am 13. März ein neuer Landtag gewählt. Derzeit regiert Winfried Kretschmann mit einem grün-roten Bündnis. Deutschlands erster grüner Ministerpräsident ist kurz vor dem Ende seiner ersten Legislaturperiode zwar äußerst beliebt: 59 Prozent der Landesbürger wünschen sich ihn weiterhin als Ministerpräsidenten. Der CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf kommt auf 17 Prozent Zustimmung, SPD-Kandidat Nils Schmid erreicht nur sieben Prozent.

Laut den Meinungsforschungsinstituten zeichnet sich jedoch noch keine eindeutige Regierungsmehrheit ab. Die Schwäche des Koalitionspartners SPD könnte eine Fortführung der grün-roten Koalition gefährden. Laut Umfragen des Erfurter Meinungsforschungsinstitutes Insa würden lediglich 13,5 Prozent für die SPD votieren (2011 waren es 23 Prozent). Für die Grünen würden 28,5 Prozent stimmen, die CDU käme auf 33,5 Prozent. Entscheidend für die Wahl wird sein, wie die Alternative für Deutschland abschneidet. Sie würde dieser Umfrage zufolge auf zehn Prozent der Stimmen kommen und somit die viertstärkste Partei im Landtag werden. Die FDP käme demnach auf sieben Prozent, die Linke auf 3,5 Prozent.

Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Rheinland-Pfalz gab es ein tagelanges Hin und Her, ob eine Live-TV-Debatte der Spitzenkandidaten gemeinsam mit der AfD stattfinden sollte. Winfried Kretschmann und Nils Schmid sagten schließlich zu und werden sich gemeinsam mit AfD-Mann Jörg Meuthen der Elefantenrunde im SWR stellen.

Der Wahlkampf dreht sich vor allem um die Themen Flüchtlinge und Asyl. Wie die einzelnen Parteien zu diesen und weiteren Themen stehen, hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) erfragt. Auf Grundlage der Antworten hat sie den Wahl-O-Mat programmiert. Das interaktive Tool zeigt, welche Partei Ihrer eigenen politischen Position am nächsten steht.